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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen - Historie Neues Testamentes

untersetzte Glieder. In feinen Augen spürcte man einelebhaffte Großmüthigkeit. Die Stimme war sanfftund nicht gar zu helle, und sein gantzeö Ansehen stetsmunter und unerschrocken. Von Kranckheitm blieb erziemlich frey, außer daß er offt über Kopfs-Schmer-heu klagte, welches, wie auch die Stimme, er mit demApostel Paulo gemein Hatte, -)

Die Lästerungen und unverantwortlichen Lügen, so ei-nige unbesonnene Papisten r) von ihm geschrieben, fin-den selbst bey den Vernünstkigen unter ihnen keinen Bey.fall, u) und find so widerleget worden, x) daß zu ver-wundern , wie sie auch noch Heutiges Tages von etlichenaufaewärmet werden können.

Ein Jahr vor seinem Tode war l.VVMKV 5 sehrkranck, und erweckte dadurch bey den Papisten eine solcheFreude, daß sie schon einen Laster.Bericht von seinemTode in Welscher Sprache heraus gehen liessen, y) Lu-therus bekam die Schrifft selbst in die Hände und Haltegewohnter maßen seine Freude darüber. ?) Wer nunaus diesem Umstände die Papistische Bosheit nicht er-kennen will, der muß ausser allen Zweifel aller Schaamund Vernunsst den Kopf abgebissen Haben. ^Sein seeligcr und sairffter Abschied von der Welt-, er-folgte in seiner GeburtS-Stadt Eiöleben, wohin er, ei-nen Vergleich unter den streitigen Grafen zu stifften,abgereiset war. Man führete fernen Cörper auf desChurfürsten Befehl mit vielen Ehren-Vezeugungcnnach Wiktenberg, woselbst er in der Schloß-Kirchebegraben worden. Von seiner Ehe-Frauen Tathari-ncn von Boren, welche vorher im Kloster Nimtschbey Grimma eine Nonne gewesen war, hinterließ er dreySöhne und vxvrvia. Ein Töch-

tcrlein aber Nahmens ist 1542. noch vor dem

Vater verstorben. ->)

. Seine Sct)rifsrrn sind

i. Die Dentsckw Bidet, davon er das L 7 eue Testamentin seinem Pathmo übersetzt und 1522. ans Licht gestellet.Da-- Alte Testament ist nach m-:d nach heraus komme»,nemlich die fünff Bücher Mosis 152; die Historischen Bü-cher vom Büchlein Josua bis auf den Hiob >524. Nocheben diK Jahr die übrigen Bücher bis an die Propheten;wiewohl sieh der Psalter Anno i;zi. in einer neuen Über-setzung prsciemircle, welche nachmahls an statt der erstenbehalten, und dem gantzcn Bibcl-Wercke einverleibet wor-den. Die sämtlichen Propheten wurden bey Haust Lnff-ten Anno >;?2. fertig, um welche Zeit auch-die /tpocr/-pl»L h-nzu aelommcn. Endlich kam die gantze Bibel nachunteischiedenen -Verbesserungen Anno r;z4. oder ,5Zss.zum Vorschein, welche von t-Vrttk.iM in Gestllschaffc

-k I.c. p-2c6- äVEI. t)

6kk-'r8bv8. coettl.LLV8. V! 8 VO^IV 5 . Lc. u) Vik!.Vr LI8^>rr-^V8tt. U. ?. 2 . lec. 16. P.Y 7 - x ) IO. kOLK8g?L-KV8 in k.Vr«8IU. NLIM. ttOLkkkdlLKVL In 8»-

xnoi» LuanAelics- lO. LtVl.l.LktV 5 in clekenko-

7) rnm.VIIl. Ulkend, p.415. legq. 2) 8 L-XLteV 08 t-kIV 5l. c. p. 2^48 üegg- a) Vicl. pei-ecer 12m cik^rnsLttO» tz- v>:- üc s-B; IVUlkUI. c^I-eCV8 GpaUgSN-horn Se 1,1^1 -'-8 ttOK 2b ltOLXLLId in conciouibus cle

k.vrttk^O. v«.U88Li<r 5 in vir, l.vrtttz!U. «ICOI-LV8 881 .-L?.V8 ,n viis 1 .vri 18 k 1 -. enkel 81 ?. IVISciek- 1 i.V 8 in Vitak.vrn 81 ex I-Nimmi». /cv-LL-n vicae Ilrealszorum.

«V8 äs liacu reliKwnir Sx keixul»lic»e.

Bugenhagens, Trenyigers, 10-x^i-, »n-l-aKc»r»<mnund arxvoai I.I, auch zuweilen Bernhard Ztegiers, undJohann Försters, reuichret, mit den Grund - Sprachenconk-rlret, und. verbessert Anno 1541 wieder aufgelegetworden, wobey in. George Rörer das Amt eines Lorre-Äoris versehen. Solange auch t.vittLkV8 gelebet, hater bey den neuen Auflagen, deren alle Jahre eine herausgekommen, etwas geändert, und sie alst immer vollkom-mener zu machen gesuchct.

2. Die Lateinische Bibel, welche zwar nicht völlig vonihm übersetzet worden, ist iz^.inkbl. herausgekommen,aber sehr selten anzutreffen.

;. Lateinische Pastille über die Advents-Evangelien undEpisteln auf Churfürst Frwscrichs Befehl Anno 1521.welche bald hernach ins Deutsche Übersetzer worden.

4. Deutsche Rirchcn - Postille. Hierzu machte er den An-fang in seinem ?,c!>mo und gab zum Vorschmacke die Er-klärung des Evangelii auf den Xiv. Sonntag Trinitatisheraus. t>) Hierauf wurden die Predigten über die Ev-augclia und Episteln vom i. Advent bis aufden r. Sonn-tag nach Epiphanias Anno 1522. in 2. Theilen in 4. zuWittenberg gedruckt. Anno 1525. that man die Episteln

- und Evangelia bis Ostern hinzu- Das übrige sind nach-geschriebene Predigten,welche Stephan Rodtzusa,innen ge-lesen, und mit l.vru8kl Bewilligung 1527. zum Druckbefördert. Eben dieser Rodk hat auch die Fest - Postillsauf gleiche Art zusamilien getragen und 1528- eclirer- Fol-gends nahm Anno 154;. v. Lr-euyiger auf i>vrttLkrBegehren eine neue Auflage der Kirche»-Postille über sich,welche er mit der Ausleguug derer noch mangelnden Epi-stel-Erklärungen vermehrete. Die neueste Edition vondieser Kirchen-Postille ist die Leipziger Anno 1710. Sonstist sie auch in die Niedersächsische und von Merino vv-enno zu Straßburg in die Lateinische Sprache versetzetworden.

5. Die Harrst - Postille, deren 2. ans Licht getreten. Diserstere hat Luther! Tisch - 6ompsgnon Li. peit Dietrichaus den Erklärungen, welche Lukherus über die Evange-lia seinen Leuten zu Hause gegeben, zusammen getragen,und zum Wohlgefallen desselben eäiret. Anno 2545. kamsie auch von Michael Röting in Lateinischer Spracheheraus.

D-e anders Haust-Postilla hat öl. George Rörsraus denen Lnthero zu Hause und in der Kirchen nachge-schriebenen Predigten gcsammlet, und erst nach dessen Todezum Druck befördert. Hertzog Friedrich Wilhelm, Ad-ministrator des Chnrfürstenthums,befahl m.Johann Wan-ckeln sie ins Latein zu übersetzen, worauf sie zu Torgau1596. in 4. gedruckt worden.

6 . Die Briefe 1.VH1K8I, davon zwar vielein den I°omir

stehen, hat Johann Eii-Ek gesammlet und in il. 1o-ini'z in 4. heraus gegeben, -der erste kam 1556. zu Je-na, der andere 1565. zu Eisleben ans Licht. Er ver-sprach auch den ui. ivw.um, welcher aber ausgeblieben. 0.Johann Lhnstfried - dachte auf eine neue Edi-

tion dieser Briefe, wobey der lll. lomu- zum Vorscheinkommen solle, darzu er die Briefe schon in Ordnung ge-bracht hatte- Es ist aber nichts aus dem Vorhaben wor-den; indessen kan man mercken, daß dieser M-Homu-nebstder Zahl der Briefe in den 'IH--ckte»bu,ß-,stbu, zumöfftcrn -lll^iret befindlich- Endlich haben der sceligeHerr u. LVlll)LV 5 durch Herrn Johann Gott-

b) kxrar.lom. l. äst. j>. 844 -