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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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XVI. 8eculum. V. cllap. Von dem äußerlichen Zustand der Kirchen in Böhmen, rc.

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ter bey 400. von Adel ihr Leben einbüsseten. Endlichschlug der Siebendürgische Woywode die Re-

bellen, und kriegte Zeckeln gefangen, welcher nebst anderneines grausamen Todes sterben muste. e)

Sein Sohn und Nachfolger ffVVOVILV8 II. welcherbey dem Tode des Vaters io. Jahr alt war, hatte dasUnglück, daß ihm die Türckcn 1521. Belgrad wegnah-men und 1526. die berühmte Schlackt bcp Llloharz,erhielten, wobey der junge König in einem Moraste er-stickete. k)

Die folgenden Ungarischen Könige waren kffkvlund XI,4XI.VNI,I^XV8 II. Römische Käyser,davon oben ihr Leben nachzusehen.

In Böhmen.

Diß Land war unter den Regierungen ffVOOVlLI,der zugleich Ungarn beherrschet«, und der Käyser iffffVIdlAl>ls)l undXIAXIXlIffl.Xöli II. ziemlich ruhig, aus-ser daß die Iestriterr 1552. ins Land kamen, und die so-genannten VIKAHVlstcn, welche sich nach der Refor-mation trefflich vermehret Hatten, verfolgcten. g)

In polen.

^INXAbMbK des letzter» Bruder, schlug die Tartarnund Türckcn i zo6. und starb noch selbiges Jahr im 46.Jahre seines Alters, h-

8l6l8XlVdMV8, des vorigen Bruder, regierete bis154s. da er in scincm 80. Jahre verstarb. Er regiere-te siine Unterthanen we'ßlich und glücklich, und trieb dieMoscowikter aus Litthauen. >) Bey dem 'Anfange seinerRegierung Anno 150«. gab sich ein Polnischer von AdelI-rcoh von VNeistmskp vor den Herrn Christinn aus,und führere 12. leichtfertige und versthmi't-re Kerlen alsseine Apostel mit sich herum. Ins Kloster Czcnstochowbrachten sie eimn vorgegebenen Besessenen, wckcher beyGelegenkcit gantze Handvoll Ducaten, die bey dein Ma-rien-Bilde lagen, in den Busen steckte. Der Pfaffe, schdaben llund, welke die Ducaten wieder haben, und rießihmd'cKl id-rauf: all-in es sielen lauter Steine heraus,die man vorher künst-ich darinnen versteckt hakte. DerPfaffe meyn te, der Tust hätte die Ducaten verwan-det. und b schwor ff, doch es waren Steine und bliebenSt'ine. Nachmahls begab sich die Rotte nach Schle-sien, und verlangte einst von einer reichen Frau'»etwasLein-m-Zeng: da sie aber nur ein einiges Tuch hergab,wickelten die Böswichte brennende Materialien darein,und gaben es wi der zurück, darüber der guten Frau dasHaust in Brand g stecket wurde. Doch die Baurm ei-chten den Mordbrennern nach, und schlugen sie mit wich-tigen Knütteln tüchtig ab, sagten auch b y iedem Schlag,den ff demLBclftinskygaben; sVclssrgcuns, OinMin welchem spalde ist dieser Prügel gewachsen '

Di se nachdrückliche Baur-amZucht hatte soviel Krassedaß die unvcrnünfftiae Rotte die gotteslästerlichen Possenfortzusetzen abgeschrecket wurde, le)

8I6I8X1VHMV8 II. ^V6V8'5V5, ein Sohn des vor-hergehenden, bis 1572. Der Adel ersuchte ihn, daß erseine Jugend auf die Deutschen Universitäten schickenmöchte, weil sie mit bessern lAotellottl-u; als andere ver-sehen wären. Diß that ihm der König zu gefallen, undgab damit Gelegenheit) daß dir meisten an ProtestantischeOcrter gierigen, und deren Lehren mit nach Polen brach-ten. Ob auch gleich die Papisten alles dagegen einwand-ten, konten sie doch lauge nichts erhalten, bis sich der Kö-nig noch zuletzt bereden ließ, den Protestanten, oder wieman sie nenncte, l)l88lidxdlren, dasLandznverbiethen:allein, sie waren schon zu feste eingesessen, daß man sienicht völlig auf die Seite bringen konte.l)

Nach Lis,5>,v^vi n. Tode folgte ein zweyjährigcs In-kcrrcgnum in Polen, in welchem ein Gesetz gest lltt wur-de, daß die Röntge forthin auch den oisiiO^rii-r;ihre Gewissens -Freyheit lassen söffen. Hierauffolgte »Ld4R,ILV8 von KXI0V aus Frankreich, wel-cher aber nach 4. Monaten wieder seinen Abschied nahnr.

8 IK?»A!»V8 Fürst von Siebenbürgen,

ward i;74. zum Könige erwählet, und regierete bis i;§6.Er war sowohl in Kriegs- als Friedens-Zeiten sehr glück-lich und zwäng die Moscowitker, ihm Licsiand abzu-treten. m)

In LBoscau.

Diß Land hatte von 12 z?. bis 1477. das TartarischeJoch kragen müssen, bis im letzt bedeutetem Jahre l V^dloder IObiA!^ff8 LA8IffO^, I tiL den Grund zur 5.M-ei-airi'kät legete, da er eine wichtige Schlacht gegen dieTartarn erhielt, und sich der Vestung XouoZmotz be-mächtigte. „)

Sein Sohn LA8IUV8 regierte von 1492. bis 15z;.welcher seine Lander mit bi^kov^molsr^ieo und andernÖerkern vermehret«, und sich zuerst einen Lraar beti-telte. »)

lOk! ^.^>1^8 6A8IffO^II2. ein grausamer Tyran-ne, wieihn die Geschicht-Schreiber abbilden, regierete bis1584. und führele mit Polen' und Schweden hefftigeKriege. Er stellete sich auch einst, als ob erRömisch-Ca-rholisch werden wolte, weswegen der Pabst einen d-iun-r,u!7, nach Moscau schickte, wie im I. Capitel gemeldetworden: es war ihm abernurdarumzurhrrn,daßermitPolen zu einem bessern Frieden kommen konte. SeineGrausamkeiten mag mau sich von den Politischen Scri-beuten crzehlen lassen. Was die Religion betrifft, steckteMoscau damahleu in der grössten Barbarey und idper-ü-r>cm, und ihr Leben war luchs besser als der wildestenHeyden. p) ^

Wie hat es sonst indiestn Zei ten zugestanden ?

So herrlich das heilsame Licht des Evangclü mitten in(gg) Z der

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Lgengcb.rveriii Kiel. kc,l harren, se rcpukl. Soinn. witer Franckf. 1^79. O. 6. k8HlV5 im Mvscowltilchen

XV8in iii<z. knlsn. lc) 8 L^8Xl in »nnrl, kolon. säsa. l)0§. jkirchen Etaat. s-OZ?LV!S!V8 se rrt». L!4V^8V8

6t16VirrV8 rom.L. k>. I2Z. Ich. 7Z. LL2L«V0I-Sc. üb. 4.