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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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2?r

Kirchen - Historie Neues Testamentes

Holen, verwerffen den Ehestand, und ernähren sich durchHand - Arbeit oder Betteln. Ihre Priester heißen 05-eiznL», und laistn sich gegen die Gewohnheit derSinescr Haar und Burt glatt abschären. Sie stehenin grosser Verachtung und sind gemeiniglich aus dem ge-ringsten Pöbel entsprossen. 2)

XI.

Was ist von der Stnestschen Secte IH2Uzumercken?

Sie führet den Nahmen von einem plstlolopbo I>^V-2V oder t.^OH!8iV8 genannt, welcher zu cvnrvmZeiten gelebek hat, und von dem man lüget, daß seineMutter 8i. Jahr mit ihin schwanger gegangen wäre.Es wird auch dieser l.^VLV mit unter die Götter ge-rechnet.

Seine Anhänger verehren viel Götzen-Bilder und da-runter auch eine gewisie Dreifaltigkeit, sonderlich aberden HErrn des Himmels, dem sie einen Leib andich-ten. Sie crzehlen unter andern Fratzen von ihm, daßvor dem Letzt-regierenden Himmels-Könige, welchen sie0^X1 nennen, ein anderer, Nahmens I.LV, die Herr-schaffk gehabt habe. sey vorhin ein Wahrsager

gewesen, und als 1-k.V einstens auf einem weissen Dra-chen sitzende auf die Erde gekommen, habe ihnzu Gaste geladen und herrlich tractiret, wäre aber, in-dem sich I.LV wohl seyn lassen , heimlich auf den Dra-chen zu sitzen gekommen , und habe sich darauf in denHimmel geschwungen, auch das Reich erobert. I.LVwäre gleichwohl auch, weiß nicht wie, nachgekommen,aber nicht eingelassen worden /sondern härte sich begnü-gen inüssn , daß ihm ein gewisser Berg im SinesischenReiche zur Herrfchasst wäre eingeräumet worden. Esleugnet auch di se Secte keincsweges, daß sie einen Ty-rannen und Reichs-Räuber vor einen GOtt «»bethet.

Sonst vermeynen die Nachfolger dieser Secte Glückund Unglück, Regen und ander Wetter in ihren Handenzu habe« , wie sie denn auch der Zauberey ziemlich ver-dächtig.. Sie führen ein unehlichcs Leben in den Klö-stern und Haussen ihre Discipel als Sclaven, welche siedenn nach Wer Lehre unterweisen, wie denn eben diestöauch bey der vorhergehenden Secte zu bemercken. Sieversichern , daß nach dem Tode Leib und Seele Mleichdie Belohnung oder Straffe erlange,ja,sie crzehlen Exem-pel d rjenigen, die mit Leib und Seel gen Himmel gefah-ren seyn sollen, welchen zu erlangen sie sich unterschiede-ner Sitten und C- rcmonien, Gebcths-Formuln und auchArtzncy-Mittel bedienen. Von ihren wunderlichen Gö-tzen, w lche fast unzählich sind , und nicht nur die Pa-goden, oder Götzen-Tempel sondern auch alle Häuser,Schisse und s» weitet erfüllen , ist weder nöthig nochNützlich ausführlich zu gedencken. b)

XP

Was hat man von dem Gotzen-Dienste derJaponcser zu mercken?

Die Japaner, oder Iaponeser haben ihren Ursprung

g) 'tklOäVT'ivs sie. p. 122. leqy. Neuhoffl.c. Z07.jeyq. eNic. kmkeltiö. 1666.4. ttVk.HV!; in 4«llU>ntirsk. Lusn-tzrtics ci H.li.lt tz-Hl«uhoff 1>c. p.Zl2t

von den Sinescrn, und daher ihre Religion und Sectenauch von denensclbcn bekommen.

Äornemlich nennen sie 2. Häupter ihrer Secten denund welche sie auch als ihre vornehm-

sten Götter verehren; wiewohl der erstere als der eigent-liche Stiffter ihres Götzen-Dienstes anzusehen.

Der Xäf^ nun, welchen die Indianer ksms , dieEinwohner in Hgnin Lbi l.^6^ und die Sineser Xl^Xlnennen, war ein boßhaffter und arglistiger Mensch, lebteeine Zeit lang in den Wüsteneyen , und heckte darinnenaus Begierde groß zu werden eine neue Religion aus,welche er anfänglich den Sinescrn vorschwatzte, und son-derlich einen gewissen GOtt, äXHI)^ genannt, vor al-len Göttern rühmete.

Indem er aber bey den Sinesern nicht viel Gehörehatte, so wandte er sich nach Japan, allwo er so grossenBeyfall fand, daß er in kurtzer Zeit bis 80200. Schülerzählen konte,von welchen er 10022. erwählet?, seine Irr-thümer auszubreiten, wobey erahnen einband vor ihreBücher,deren er ihnen über 2222/soll übergeben haben,keinen andern Titul zu fetzen, als: Er bar es gesimr;um solchergestalt einen jeden vom Grübeln unk/Dispu-tiren abzuhalten.

Das vornehmste, was er den Leuten durch seine ver-kehreten Sätze weiß gemachek, ist die kckrlempi'vcbol,?,nach w-lcher aller Seelen, so zur vollkommenen Glück-seeligkeit gelangen selten , 24222. mahl durch allerhandKörper und letztens durch einen weissen Elephanten wan-dern mästen. Er selbst soll 80020. mahl durch die §ör-per gewandert, und nachdem er auch durch den weissenElephanten gekommen, unter die Zahl der Götter auf-genommen worden seyn. Diß ist die r-trsach', warumdie weissen Elephanten in Siam, Tunquin und Sina sohoch gehalten werden, c)

Nebst dem der den obersten Rang hat, und

auf einem sicbenköpffichtm Pferde mit einem menschli-chen Leibe und Hundes-Kapffe vorgestellet wird, a) re-dete auch von den Göttern kO'kO<2.Vb.8 genannt,

welche zuvor Priester und heilige Männer gewesen, in-gleichen von dem Kriegs-Gott X1HKI8IIIX, dem-k8!OXl, des Sohne, und denen L^XIKdl oder

vergötterten Helden, welche denn von den betrogenenLeuten , nachdem sie eines oder des andern Hülffe bcnö-thiget sind, angeruffen werden.

Dkc Liebe zu dem^kcklDä, um der eingebildeten Wol-lust und Glücksceligkeit bey ihm zu gemessen , ist beymanchen Iaponesern so groß, daß sie sich selbst des Lebensberauben um desto eher zu ihm zu gelangen, wiewohl esb y vielen eine blosse 0..sscr:>non ist, um sich mit Ehrenaus ihrem Armuth und grossen Schulden zu reißen.

Die am Meere wohnen , setzen sich in ein Schiflekn,.und bohren solches entweder durch, daß es untergehet,oder sie springen , nachdem sie sich mir vielen Steinenbehänget, ins Wasser. Damit sie aber auf der Reisenach dem wohl fortkommen möchten, bttttlr,

sie sich etliche Tage vorher Geld zusammen, und versehensich auch mit einer Sichel, die Dornheckcn, so ihnen hin-derlich

c , ktkciiLkvs in Lbin, iUukrst». 4 ) Ger

simdkschafft nach Japan»