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Kirchtn-Hiftsric Neues Testament-
Seme Mutter wiedmete ihn noch in Mutter-Leibe d'er'daß er weder seinem Amte/ wie sechs gebühret/ vorstehe«/Theologie, und ließ ihm in der Tauffe um so viel ü ber noch auch seine Gemüths-Augen recht zu der himmlischenden Nahmen , oder eines von Liebe erheben konte.
«eiiedren, beylege!«: allein er gestehet selbsten, daß er Endlich erbarmtte sich die unaussprechliche Tätigkeitdie arösseste Helffre seiner Jahre in grosser Eitelkeit zugc- des Heiligsten GOttes seines Zustandes , da er beynahe
" das zo.Jahr erreichet hatte, und steüeke ihm den Laby-rinth seines Elendes dergestalt unter Augen / daß er insich schlug, und sich zu ernstlicher Busse bcquemete. Erentschlug sich zu dem Ende aller Zerstreuungen, um destobesser in die Erkänntniß seiner selbst einzudringen, unddurch anhaltendes Gebeth feine Hertzcns-Aenderung zubefördern, welche auch durch göttliche Würckung er«fslgete.
Hinfort wurden seine 8mclia gantz anders geführck.Sein grossesteS Vergnügen war in der Heil. Schrifftzu forschen, und daneben die Bücher der Alt-Vater zudurchsuchen, in welchen ihn die Reinigkeit der Lehre unddie Aufrichtigkeit der christlichen Sitten ergötzcte. DieFr üchte davon zeigten sich in den Schafften, welche erfeint 1669. geschrieben, wie nicht weniger in seinen treff-lichen Predigten, und übrigen andächtigen und eiftrigenlAmkS-Verrichtungen. p)
Die Aufrichtigkeit seines Hertzens ist sonderlich auchdaraus zu erkennen, daß er von seinem inwendigen an-fänglich nicht rechtschaffen geführten Leben, ob ihn wohlsonst niemand äusserlich beschuldigen können, die selbst»eigenen Nachrichten Hinterlassen, und wäre zu wünschen,faß man von einem jedweden Lehrer dergleichen habenmöchte, so könten die Lebens-Beschreibungen derselbenum so viel gründlicher und erbaulicher eingerichtetwerden.
Seine Schritten stellen ihn theils als einen grossenpolyIMorern, theils als einen frommen Hochkam vor,und mögen aus seinem Lebens-Lauffe leichtlich beurtheiletwerden. Sie sind aber
1. ve re Inlersii» 5inen!i«m Lowmenrsriu». dußäuni Lzr»-uorum 166s. ir.
2 . kleuario relscionir ^tonrerinirnse <!« reperci; in /.weric»rribuduz ltrreüricir Scc. Nr/IIesc i6k>l Z.
Lciniiclel'LklO corporir zlorinü dtorimb. l6t>2-8-4. 8cn,tinium ^rkeitmi Ititiarico - ^eriuloßicum. /iußuA-reVinöel. 166). g.
L»»m»n vsricinü cuiu5<tam ^oßlicrni äe vltimoNomr« ex-ci 0 iv snno 1666. I8>a. i69;-4-6. Fürstliche Helden»Schrifft, oder Abdruck eines hocbbe»dcttckllch.n Briefes, welchen der Durchlauchtigste undHochgcbohrne Fürst und Herr, Herr Johann Friedrich derGroßmüthige, gebobrnerChmfarstzu Sachsen >c. ausJas«brück ohngefthr ein halbes Jahr vor seiner Erledigung anl). ^ckwem Gaffern, Augspurgischen ,v.e<jjcuni geschrieben,mit nothwendigen Anmerckuiigcii versehen. Augsp. r66x. 4.
Os ^cbeistni rsäice. Ibiä. 1666. 8-
bracht, bis er durch die allerhöchste Gnade GOttes aufbessere Wege geführek worden.
In seiner Jugend ließ er der Liebe des Zeitlichen undden Neigungen feiner fleischlichen Sinnen den Zügelschießen, daß er, wie er schreibet, sich davor zu der LiebeGOttes nach der Bedeutung seines Nahmens und demWunsche seiner Mutter nicht erheben können, ohngeach-tet diese auch nach des Vaters Tode, welcher unsern klei-nen 8l'I8sil.lVXl schon im 7. Jahre seines Alters zumWaysen machte, alles mögliche bcsorgeke, ihn zu demvorgesetzten Zwecke aufs beste anführen zu lassen.
Indessen cxcolirete er doch feinen guten von GOttverliehenen Verstand sowohl auf den niedern als HähernSchulen gar. fleißig, nur daß er die Wissenschafftcn, wieer redet, nicht an dem rechten Orte ansähe, und den wahr-haftem Zweck derselben nicht verstünde. Absonderlichklaget er über seine unnütze tHotstät, welche ihn zuEr-forschung unnörhiger Dinge verleitet, uud sein Gemütheaufgeblähet.
Die Universität Leipzig war die erste, so er, schon imi;. Jahre seines Alters besuchte, und daselbst unter des^schistisconi bey 8. Hionme äic. skkanmz roerre-raiAufsicht lebeke. Sein durch sein gutes Naturell beglei-teter Fleiß Hör ete die daselbst berühmten Männer so eis-rig, daß er sich schon in seinem andern AkademischenJahre durch eine öffentliche vilpmminn hören lasiert ton-te, auch im 19. Jahre seines Alters die Magister-Würdeeblangete, und- fvlgendS »N z. viiffukauorrchu; prac-üäirete.
Gleichwie aber seine Vorgesetzten und Freunde beysolchen plDieöübu; nicht Unterlässen,seine.ohne das hitzi-ge Ehr-Begierde jemchr und mehr anzufeuern: also,fieng sein Verstand an aufs möglichste auszuschweißen,und nicht sowohl nützliche, als seltene und unbekannte'Sachen zu tractircir, um sich dadurch vor andern sehenzu lassen. Häher rechnet er selbst seine Arbeit stc re ist-tersrja 8>ncniium, die LIeustionem relannni, kvlonreri-nisnsc ste reperri-i in America kr^dubu; Istacl Scc. undleugnet nicht, daß er sich mehr die Ehr-Sucht, welchedurch viele Lobö-Erhebungen immer schwülstiger worden,als etwa die Nothwendigkeit und den Nutzen dieser Sa-chen antreiben lassen, unglaubliche Bemühungen deö-halben zu übernehmen.
Ob er nun wohl mitlerweile Anno r66r. da er nae^der Vesi'chung der Universität Wiklcnberg , ingleichen!Holland, verschiedener Orte in Deutschland und endlich'
der Universität Basel in der Schweiß wieder zu Hanse o- .-»-Nee. ibici. ,666. r.'' ' ^
anaelanaek war, zum Oiscono bey dcrKirchen 8 .lÄcn!ni^'^"^''^uik>u,i 1 ,mLntzeIää »mi«. Sc plrciä, koi^rio.
angelanget war, zum Oiscono bey dcrKirchenvociret wurde: so ließ er sich dock durch diß Heil.Amt!^nicht von der Eitelkeit seiner Studien abführen,sondern'^wendete, wie er aufrichtig bekennet, alle Zeit, die er er-übrigen konte, gesetzt, daß er auch zuweilen wichtigereGeschäffte dab y versäumen müssen, auf derselben belieb-te Fortsetzung; wie er denn seine Gebancken auf eine 6,-bünrkecsm vniriertälekr, gerichtet hatte , auch andere,Dingr in seinem Kopjft führtte, welche ihn verhinderten,!
Ibiii. 1667. „
8 scr« Lidliocksc-lrum illuttrium «rc»»» r««ÄL, tiu« Ki 8 t»-rum T'li-oloZicoi'»!» in pr^ecis-uir Lui-opre dikünrkecii ex«r,ntium üellsnrnn; cum prieliminsri SiNerr^ikionc, tz,eci-m>n« nnuscUivüoetisc«« »omerüNik Sc coroniüe kkilvloxicr.lä68- r.
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p) Ibia. p. z6z. kq-z. -X LISr« 8rt2Lt>H.