Kirchen-Historie Neues Testamentes
der Cardinal c»«6i, so nachmahls unter dem Nahmen-ei.Lx^vKi VII. Pabst worden, von ihm soll gesagt Her-
wegen würden sie Zweifels ohne längst als Ketzer ver-folget, und aus der Kirchen gestoßen seyn worden, wenn
' Er wäre werrh, daß man ihn zu Rom auf sie sich nicht durch ihren Eifer gegen die Reformirten 6-verbrenncce. x) gnailllreten, und sich dadurch in der Gemeinschafft der
ttLNKicV8 c?,LLdlV8, Ertz-Pricster zu Brüssel,rvie auch Lanonicus und ^rcbi Diaconus zu Mecheln,welcher bey der Lektion des /iuguKini I?,ig8L^Il seine
Hand mit gehabt, nachmahls aber bey feiner Vocacionzum Bißthume zu Ruremond eine Eydes-Formul unter-schrieb, daß er nach den Decreten vxväni VIII. und in-nocsnrn X. obgcdachtes Buch verwcrsscn, und Zeit Le-bens nicht darinnen lesen wolle. Nach der Zeit kam ihndie Reue an, daß er gegen diese seine Dl>scrchrion proce-Kirrte, und dadurch verursachet«:, daß er von dein obge-Lachten Bißthume ausgeschlossen ward. v)
LIM!CkV8 LX0dckO^DV8, Lrolellor und Dechantzu Löwm, sonst von Llarcoui- zwischen Mastricht und Lük-rig gebürtig. Ausser der Theologie und Philosophie warer in der Llackemacigue und den Sprachen ziemlich be-wandert, dabey aber ein grosser Feind der Protestanten,wie aus seinen Schrissten gegen voi-xcvüi erhellet, r)Von andern ist mm Theil in den LebenS-Vesthreibun-zen der Lehrer Meldung geschehen, zum Theil aber wirdderselben hin und wieder gedacht. Doch kan man Hiernoch kürtzlich mercken, LVDOVlklVXl cie 8. ^XIOLL,einen Doäorcm8orbonicum, welcher ein bekanntes lour-nal geschrieben; a) ^Xdi^LDVI^ tVdiULLIVXl, denBruder znromi LxnLi.c>l, zuletzt ein Mitglied der be-rühmten Herren lle korr k.o) .lI cles ckamps, von wel-chem einige Virae 8ai,ölorum und Verll0NL8?3trum vor-handen. b) lOll^^LXl 8DEDNlVkj, einen ge-dohrnen Irrländer, sonst Lrokettorem zu Löwen, welcherdie Jesuiten und ihren krobabMmum harte besirikten;c)LL b 4 ^HLL, der sich sonst unter demNahmen s^cx verstecket, und des lanieni/mi halber eineZeit' lang in der öallille gesessen; LOLLlOLLLDV^ULLXl^dlU Vdl, Von öeauuais, DoÄorcm 8orboni-cum und Lanonioum zu Leauuais, dessen Lebenö-Be-schreibungcn einiger Kirchcn-Väter, und apologie äe!Vlr.-Zrnauü zu mercken; ä) 8LL^8II/«^VkckULLLXlOdlUVXl, welcher 1698. IM 6i. Jahr seinesAlters als Priester zu Parts gestorben, und durch seinedckemoircs von der Kirchcn-Historie einen Nahmen be-kommen, und viel andere.
Man siehet übrigens aus diesen Streitigkeiten, wieschlecht es mit der Einigkeit der Papistifchen Kirche, da-von doch so viel Rühmens gemachet wird, beschaffen, undwie das Zeugniß der Ianscnisten auch mitten in der Rö-mischen Kirche der Wahrheit einiger Massen zustatkcnkommen muß ; indem sie wenigstens in etlichen Stückenvon dem Menschlichen Verderben und der Nothwendig-keit der Gnade besser lehren, als ihre Widersacher, auchden Layen die Bibel in der Mutter-Sprache zu lesenvergönnen, von der Gewalt und Unbetrüglichkcit desPabsicö vernünffrigere Gedancken haben, und sonst denAberglauben des Pabstthums vielfältig radeln. Dieser-
Römischeu Kirchen erhielten.
Endlich muß man noch mercken, daß durch die Ianse-nisten nicht einerley Leute verstanden werden. Einigemachen lV. Sorten.
I. Diejenige, welche die V. Lropoliüone; vertheidige«/und nicht lublcribiren wollen.
II. Diejenige, welche man in den Nicder-Landen Rigo-risten, und in Franckreich kleine Rragen zu nen-nen pfleget. Sie hallen auf eine strenge Moral undZucht; wiewohl sie nicht einerley Art sind, da etlicheihrer eigenen Embildmig, andere aber den Lanoniburund Scacuti; in diesem Stücke folge».
III. Diejenige, welche den Jesuiten zuwider sind, ob siegleich von den Janscnistischen Streit-Fragen nichts
. wissen.
IV. Diejenige, welche, weil sie gehöret Haben, daß dieJansenisten Leute von grossen, Verstände gewesen, sichdadurch ein Ansehen der Geschicklichkeit zu geben ge-benden, daß sie sich in ihrer Kleidung und Lebens-Ärtvon andern unterscheiden, worinnen sich sonderlich dieWeibs-Personen vergehen sollen, e)
XV
2Bas haben sich vor Awisiigkciten über derunbefleckten Empfängnis der JungfrauMarien ereignet?
Diese bereits von vielen 8ccMis her geführte Strei-tigkeit ist unter dem Pabst r-evuo V. aufs neue mit gros-ser Heffrigkcit auögebrochen.^ Die Partheyen waren,wie schon aus den oben angeführten bekannt, dir Dsmi--nicM'.er und Lrancissaner, davon jene die unbefleckteEmpfängniß leugneten, diese aber behaupteten ; mit wel-chen letzten, es noch die Jesuiten hielten.
Auf dem Tridentinischen Loncilio Hatte man sich vordie unbefleckte Empfängniß zwar sehr geneigt erkläret,doch sich nicht getrauet, sie jemanden durch ein Kirchen-G^boch aufzudringen. Man war vergnüget beydenPartheyen anzubefehlen, einander deswegen nicht zu ver-ketzern, ob die Gelehrten schon darüber mit Glimpss äi-chüciren könken.
Warum der Päbstliche Hof mit der Sprache nicht^erans gewolk,ist leicht zu erachten, wenn man die Grös-se und Verdienste des Dominicaner-Ordens erwcgck,denn,wie leicht hätte dieser, wenn er wäre cktzoullirek worden,einen gewaltigen Riß in der Römischen Kirche machenkönnen?
Daß aber anderseits so heffrig auf die Bestätigungdieses Satzes gedrungen wurde, verursachte der Aber-glaube des Marien-Dicnstes, welcher allenthalben über-hand genommen; daher man auch, ihn zu ttsbiliren,immer neue Gesichte und Offenbahrrmgm verwandte.Sonderlich gab ein Minorit, Nahmens Lrancitcoe a 8.
») I«UNI»I se 8. /M'.VUI- p. 218. x) rriti. ßene^a!. <jii lanten. lago. Anno 1614. vor, daß ihn das wnnderthätige Ma<7.1. r) iMkäk-vs äe tcn'pror. tec. 17. V^ULKIVS 4 «-'rien-Bild zu 6uacialupa in Spanren, zum Zeichen ih-
in bibüotb. Le!Z. a) dref. Se I' big. äes cing. rrvpnti ttt
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