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Kirchen - Historie Neues Testamentes
ferlich gutes Leben, machte sich aber durch seine besonde-re Meynungen dermasscn verhaft, daß er endlich abge-setzet wurde, p) ^.
Er gab nemlich vor, daß die Geister keine Wurckun-gen in die Welt und in die Mensche» Hätten; daher wä-ren auch keine besessene, keine Gespenster, keine Bünd-nisse mit dem Teufel, und also kein Hexen und Zauber-Wesen. Ja, man glaubet, daß er gar keinen TeufelAaruiret, ob er wohl solches aus Furcht nicht öffentlichVon sich geben wollen; wie er denn zur Ursach soll an-geführet haben: Man könne aus der Vernunfft nichtsDavon erweisen, und was in der Schrifft davon ange-führet werde, sey gantz anders zu verstehen, g)
Die Gelegenheit zu solchen Irrthümern gab ihm ohneZweifel theils der falsche Grund-Satz, daß ein Geist in
te geärgert, daß sie seine prmcipia, wo nicht gantz, dochzum Theil angenommen, ob sie sich wohl gescheuek diesel-ben öffentlich zu ärfenäiren, ausser was ein gelehrterMahler zu Amsterdam, Nahmens WLll-
6MV5, sonst Lutherischer Religion, gethan, welcher esin einigen Stücken noch ärger als Becker gemacht, undden Teufel nur vor die bösen Begierden des Menschenausgegeben; wiewohl er bald, ohne seine schädliche Ge-baucht» noch weiter darüber eröfnen zu können, gestor-ben. 5)
In Hofland Hat man dem Leckerianitmo beyzeitenunterschiedene 8)„oäo8 entgegen gesetzek, und denselbenverdammet, auch haben unter den Reformirten ins be-sondere dagegen geschrieben, 10. XV^L!8lIV8, KiLl,-0410«. bLVOL0«L«V8. LLLKI4/lkl)V8 von ver-
einen Cörper nicht würcken könne, theils der vielfältigechiovL'f, 8Id40l8l cle VKI68 und andere, r)
Betrug, dessen man bey den Erzehümgen von den Gei-stern wahrzunehmen pfleget, worinnen ihn denn seine ei-gene Erfahrungen mögen gestärcket haben.
Ob er nun wohl diese Gedancke» schon lange vorherbey sich geheget, und, wie er selbst gestehet, 2 5. Jahr nacheinander ausgearbeitet, so ist doch seine Haupk-SchnfftDavon, I)e beev^eräs ^er^Ici, oder vie öezauvcrteLVelr genannt, erst in 2. OÄLV-Bänden zu Lcu-wardcn ans Licht getreten. Man übersetzte es folgcndöins Frantzösische, und diese Übersetzung, welche 165-4. zuAmsterdam in 4. Inmis in duodctz heraus gekommen,wird vor die vollständigste gehalten. Es ward aber auchbald in andere Sprachen übersetzet, und solchergestalt ingantz Europa bekannt gemacht, weil jedermann curi.u;war das Buch zu lesen, welches die gantze Welt vor be-zaubert auszuschreyen stch unterstehen durffre.
Man muß sich verwundern, wie weit sich die verwcgene Vernunfft bey diesem Manne vergehen können, daß«r vorgiebt, dir H. Geist rede in der Schrifft allczeitrrach der Meynung des Pöbels; GOtt thue alles sech-sten, und das werde zuweilen den Engeln zugeschrieben,als ob GOtt nach menschlicher Weise durch dieselbenals seine Bedienten handele; Der Kampff Jacobs wä-re nur im Traume geschehen: Die Engel, so Abrahammid Loth erschienen, wären Propheten gewesen ; DenKönig David Hätte nicht der Satan, sondern einer vonDen Hof-Schrantzcn das Volck zu zehlen verleitet; DieW rsuchung Christi wäre im Gesichte gsschehen, undwas dergleichen freventliche Verdrehungen der Schrifftrn br sind.
Von der brasst der Tarrffe, waren die aus Franck-reich geflüchtetcn Prediger mit den Lutheranern ziemlicheinstimmig; wogegen aber der Professor IbeolvAiss zuUtrecht I4L«lvl^d1I>lV8 Iv H8IV8 eine Schrifft herausgab, doch dabey die gemeine Meynung der Reformirtengar sehr zu mildern suchte. Di'ß brachte seinen Collegcnkinemok gegen ihn auf, undfol-
gends haben auch IVKILV, und Lb. 8äVKIdttdarüber comrouernrek.
Fünffle Abtheilung.
Von den ^mbolis.
I.
Was hat man von den 8/mbolis in diesemFecMo zu merckcn?
Man mercket
!. Die der Evarrgelisi^-Lutherisch-n.
ss. Die der ^ömrscl)-Caihc»lijchelr.
I!I. Die 8Lskill0b^ der Reformirten.
II.
Was ist von den 8/mbo!i8 der Evangelisch-Lutherischen zu merckcn?
Von neuen ist nichts aufgekommen, die al-
ten aber hat man ttMUret und vertheidiget.
Anno 1647. brachte es der damahlige General-Super-intendent im Dänischen Holstein, der nachmahls Köni-glicher Dänischer Kirchcn-Ralh zu Coppcnhagen wor-den, u) in seiner l)ioccc8 dahin, daß die pvrmula 0on-corä^c darinnen angenommen wurde.
Indessen wolte er doch die Leute bereden, daß er daS> In, Anfange des 8e<wli, da man den EvangelischenBuch zn einem guten Endzwecke geschrieben, nemlich die vor Anlanguug des Königes in Schweden, in Deutsch-Welt von ihrer Verblendung zu befreyen, die Macht land mit aller Macht zn Leibe wolte, liessen die PapistenDes Satans, die man ihm über die Creakurenbeymisset,! allerhand Schrifftcn ausfiiegen, worinnen sie vorgaben,
zu vernichten, den Menschen das Stichblat, ihre Bos-' '
Heiken dem Satan zuzuschreiben, zu benehmen, u. a. m.
Man kan aber leicht sehen, wie ihn der Satan berücket»nd bezaubcrt, daß er vielmehr die Verachtung GOttes«nd seines Wortes bey vielen vermehret, und endlich gar«ufden Acheilmum zu verfalle» Gelegenheit gegeben, r)
Gewiß ist es, daß LL0KL6.V8 viel leichtsinnige Lcu-
p) Bentl-em !. c. 4 ) tclem Ii)i4. r) Oonf. kliVIt. kQl-RL 1 ' in sxxeaäic« 1 'esALw« är loliä», suxerücisii-
4t Mt»,
die Protestanten wären von der Ai.'gspurgischen 0on5e!-gar weit abgegangen, und dahero des Religions-FriedenS verlustig. Hiergegen stelletcn die Sächsischenl'beoingi Anno ,628. eine Schrifft ans Licht, welche sieden Evangelischen AuA-Apffel nennetcn. Indemaber biß Buch aufs neue gar hefftig angefochten wur-de, so kam auf CHurfürstlichcn Sächsischen Befehl
Anno
-) Benkhem !- c.1619.
t) Ibiä. u) vgiriL in mein. -rkrok.