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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen - Historie Neues Testamentes.

gesehen, und einige Soldaten bereits angefangen das des Gottesdienstes in Engelland vor Handel erreget,Reisaus zu spielen, so habe der k. vowimcu, von Islu; wird unten fügticher können erzehlet werden.

^laria, so auf Päbstliche Verordnung bey der Bayer!-! V.

scheu Armee gewesen, den Flüchtigen ein altes Marien- Was ist N0ch sonst VON dm Kil'chelpGebräll-

Bild, welches er unter einem Holtz-Hauffen gefunden,vorgehalten, und sie solches nicht zu verlassen ermähnet.Indem nun das Volck sich wieder gewendet, und denSieg davon getragen, habe man dißwunderthätige Bildunsere liebe Frau von dem Sieg benennet.

Gedachter ?§cer nun wüste sich viel mit dem Bilde,und zeigte es auf seiner Rückreise nach Rom gar vielenFürsten und grossen Herren, von welchen er zugleich eineziemliche Geld-Summe erbettelte, um davor dem Bildeeine Kirche bauen zu lassen.

Zu Rom ward das Bild mit einer solennen llrocellionvon der gantzen Cleriscy bewillkommet, und mit grossemPomp in die 8. pauli Kirche gebracht, welche nachgehendö von neuem erbauet, und Kanin Claris äells Vtcroria betitelt worden. Dergleichen Kirche hat man unter gleichem Nahmen auch auf dem weissen Berge beyPräge und anderer Orten aufgerichtet, g) Man sie-het hieraus, wie man in der Päbstischen Kirche nicht

chen und Ceremonien zu bemcrckcn?

Nichts, als was etwa bey den Papisten vorgegangen,da man durch Lsnonilsttonsx, Iranzlacioaer äcc. denAberglauben vermehret.

ci.LXiLd-5 VIII. csnoniiirete Anno 1601. K^VbckVbL-VVAI 6s davon das I. Lap. des XIII.

8ec. nachzuschlagen. Sein Leben Hat ^I-V^OKin Spanischer Sprache beschrieben, wclcheSnach-gehends auch Deutsch Heraus gekommen, und die Wun-der dieses Heiligen crzehlet. I)

Eben dergleichen Ehre widerfuhr auch von ?xvuo V.Anno 1608. der kkäNci8L^L einer

Stisstcrin kurri; speculorum urbi; vklakarum lororum,Longregsrioni5 monris Oliueri, Bmebictincr-OrdenS,welche 144s. verstorben, m)cäkdVS LO^XOkck^LV8, des Grafen 6ll.sxxrleokLonari Sohn, Cardinal und Ertz-Bischoffzu Mey-

zu vermehren

IV.

nommm.

Noch canonilirete?ävl.v8 V. den 1555. verstorbenenErtz-Bischoff zu Valemis in Spanien, IbiOXI^Iv! 6e

Schweden wolte zwar der König Carl IX. Anno 1607auf dem Reichs-Tage zu Upsal eine andere Einrichtungder Kirchen-Ceremonien machen, und dadurch den Rc-formirten näher treten: allein die Priestcrschasst wareifrig dagegen, wie sich denn auch die Professors; zu Up-sal so starck widersetzten, daß der König darüber zornigward, und die Universität ihrer Privilegien beraubte.Gleichwohl durffte in der. Kirchen-Verfassung nichtsgeändert werden, k)

Die Lutherischen Dom-Herren behielten in ihren Kir-chen das Lateinische Singennebst andern PapistischenGebräuchen, welches von rrnigen nicht ohne Ursache ge-radckt worden. >)

Das Barch)en Geberh, welches vielfältig zu einerSkaats-Ceremonie geworden, gab Anno 166;. in Hol-land Gelegenheit zu Verdrießlichkeiten. Bishero warin demselben vor die General-Staaten, als die ordentli-che Obrigkeit, gebethen worden, welches aber den Staa-ten von Holland nicht anstehen wolte, weil es schiene,«ls wären die General-Staaten die höchste Obrigkeit inallen 7. Provintzien, da doch die Staaten einer jedenProvintz sothanes Recht vor sich hätten. Solchergestaltwurden die Gebethe-Formuln in Holl- und West-Fricß-land geändert, dawid-r zwar die andern das Conciliumzu Dordrechk, so die alte Formul gestellet, slle^ireken:allein ohngeachket vi-l 8vno6> darüber gehalten worden,so wolten sich doch die Holländischen Staaten zu keinerneuen Veränderung bereden lassew. K)

Was die l-irurgis, Kirchen-Agende, oder Einrichtung

Wie wurde der Gottesdienst verrichtet'

Noch so, wie im vorigen 8ecul<>gedack)tworden. In villl-^ welcher gegen die Armen so freygebig

^ ssoll gewesen seyn, daß er auch das Bette unter feinem

Leibe dahin gegeben.

Ferner erhob c«Lso»>v; XV. Anno 1622. eine gantzeParthey dererjenigcn, so bishero nur vor Geelige wa-ren erkannt worden, von dieser etwas nicdrigcrn^Stuf-fe der Seeligkeit, wie sie nach dem Päbstlichcn Lcre-moniel geachtet wird, auf die höchste Stuffe der heili-gen. Die vornehmsten darunter waren !(ck^fiV8I-0!OI-^, der Stiffcer des Jesuiten-OrdenS,

LI8LV8 X/rVM1V8. der Indianer Apostel, k»!I-Il>.?V8 dl^k.IV8, der Skisster der LonIlegsrioni; Orsco-rii, die Spanierin ssMKL8l^, eine Mutter der Lar-ineürarum chscglcestoruw, der Jesuit AI-O V8I V8 6OL--und andere.

Weil sich auch ein jedwedes PapistischeS Land eine be-sondere Ehre daraus machet, viel solche von den Päb-sten canomsirete Heiligen zu haben, so wurde 166;. aufinständiges Anhalten des Königs in Franckrcich<^l8cV8 8 ^I-L 8 IV 5 , dessen oben unter den PäbstischenLehrern gedacht worden, davor erkläret; ingleichen 1671.auf ernstliches Verlangen der Spanier, kLss Dirndl-VV8 III. König von Castilien und Leon, welcher dieMohren aus Lorüuba und Sevilien vertrieben.

Endlich Hat Ll.rxzx,okL VIII. Anno 1690. uochl-^V-klkblssiv>l 6 V 81 IdIl^I 8 IVXr, einen Mit-Stiffter desOrdens 8. 6eorZii 6s ä>u->, IObIA^dIi,XI 6sk/kLV^.OO einen Augustiner, lObl^NNL.vi c^ki8ssss^^VIck,einen Minoriten, u. a. m. dem Orden der Heiligen ein-verleibet. 0)

Sonst

8) Htst. Tiider-Saal I. c. p. 807- feg. ir. in -ppen6. p. 8

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