XVII. 8-culum. IV. cap. Von Ketzertyen und Trennungen.
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so war derselbe im Anfange dieses 8eculi ziemlich glück-lich. Sie breiteten sich ungemein aus; wvrzu theils ihredem Willen des Fleisches und der Vcrnuufft gar anstandi«Lehren, theils ihre scheinbare Lebms-Ärt nicht wenig
durch die Gnade des Alten, nicht aber des NeuenTestaments,»der durch den Glauben an Christum,selig worden.
Die prseclclbnscion sey unter der Bedingung des ge , , .
Gehorsams geschehen, doch wisse GOtt nicht ohn, Anleitung gaben,fehlbar vorher, wie der Mensch leben werde, weil Die Schule zu Rackau, welche 160-. aufgerichtetes mfällige Dinge wären. jworden, Hat offt mehr als r»«o. Studenten g zählet.
Die Rechtfertigung, sagen sie, werde durch den Umchas Jahr 1610. sind über looo.von den PolnischenGlauben und die Busse erlanget; Der Glaube aber
ben und die Busse erlanget; L)er Giauve aoersey ein Vertrauen aufGOrt durch Lhristun,,durchwelchen wir ihm unter derHossnungdes verspro-cherren Heils Gehorsam legren, wegen diesesGlauoei.s würde man vor GOtt gerecht
grossen Herren phorinianer gewesen, r- welche unterdem Nahmen der villiüemen, wodurch sonst die Luthe-raner, Kriechen und Rcformlreten in Polen verstandenwerden, frey paßireten.
___ ^ erkläret, Endlich aber wurden sie den Papisten verhaftet, nach,
nicht aber, daß rmtz die Gcrechrigtvir und der Ge- demdieRackauischeu Studenten Anno i6-z8. ein Höltzernhorsam Christi zugerechnet wurde. Crucifix mit Steinen entzwey warffen. Es ward also
Sonsten bereden sie sich, daß nur die Gläubigen, mach dem Reichs,Tags-Schlusse kurtz hernach die Schu-nicht aber die Gottlosen auferstehen würden; wie le und Buchdruckercy zu Rackau c-i!>r t, die kaitore» unddenn auch drs unstr Fleisch und Blut der 2 luferste- kr^eceprvre« aber muste» das Land räumen,huiig nicht rheühafftlg wäre. Die Gottlosen, so Es meyneten zwar die meisten Versagten zu Kisselin,ani Cage des Gerüchts noch lebeten, würden nur welches nicht weit von Rackau gelegen, sicher zu seyn:deinTeussel ins ewige Feuergeworssen, und ver, allein sie wurden 1644. mit Gewalt äepolleUiret, fol-brannr werden, nicht aber ewige pnn leiden, weil gends auch an andern Orten verjaget und todt geschlagen,solches der Liebe und GcrechriAeit GOrres nicht bis endlich 1658. von dem König Idh. Castmir dasgeniäß seyn könne. jEdict zu ihrer ewigen Verbannung Heraus kam, daß
Nach dem Tode giengen die Geister der Men, nach Vcrsiiessung 2. Jahren, in welcher Frist ein Lederscheu und Tlstere wieder zu GOtt, der sie gegeben, seine Güter verkauften fönte, sich kein Socinianer beydie Leiber aber würden in nichts verkehret. Die Leibes-und Lebens-Strafe im Polnischen Reiche antreffen
Seelen harren auch zodenn weiter keine Empfindüng oder Bewegirng, weil sie nicht mehr selbst-ständige Wesen waren.
Die Mnder-Tauft sey zu nichts nucze, und sonsthabe man die Tauffe überhaupt nur vor einMittel-Dlng anzuschert, weil Christus dieselbe nur vor denAnsang des Christenthums eingesetzet.
Das H. Abendmahl habe weiter keine Rrassr,als daß es nur en,Gedächtniß desTodes Christi sey.
Ein Christ könne zwar obrigkeitliche Aemterverwalten, müsse aber niemand tödten; wie mandenn auch nicht Rrieg führen dürsse, doch mögeman Waffen zum Schrecken der Thiere und Fein-de tragen, p)
Ob nun wohl Hieraus die Summa der Socinianischen
lassen solte.;)
Ehe sie Anno 1660. aus dem Lande giengen, hielten siemit den Papisten aufdem Schlosse Uocrnouov noch einfünftägigcSLolioguium.worinnenstchHbMll.k^'^lT.
so wohlgehalten Haben soll, daß ein gewisserPrior gesprochen : wenn sie auch alle aus der Hölleherauskämen, könten ste ihre Religion nicht bessercj-scn6>rcn, als dieser eintzine Socinianer. r)
Indessen mochte bis nicht Hetffen,sondern sie mustcn fort,und begaben sich theils nach Ungarn u. Siebenbürgen, woannoch Gemeinen vonihncn zu finden, u) Andere giengennach Schlesien, da ihnen der Hertzog zu Brieg in demStädtgenCreutzburg aufrinige Zeit Sicherheit göneke.»)
Die andern verfügten sich anders wohin, da sie aberauch nicht lange gelitten wurden. Also wurden in En«
Irrthümer erhell t: so ist die Einigkeit derselben noch gelland ihre Bücher verbrennet, und scharffe Edicte gegennicht so groß, daß nicht vielfältige Spaltungen unter sie heraus gegeben, y) In Holland sind sie noch am mei-ihnen soltcu erwachsen seyn. Denn zu geschweige«, daß sten gelitten worden, wiewohl man ihre Bücher den»sie sich von den Arianern, mit welchen sie doch sonst unter und wenn dem Feuer aufgeopfert, auch r6)j.ein scharsseSdem Nahmen der Viucariorum einiggelebet, getrennet ha-jLciiöl gegen sie gestellet hat. r)ben, und daher Socinianer oder kNocunaner benennet! Übrigens werden die Socinianer noch mit verschiede«worden;auchdi.U»!cinigkciküberderAnbe1hungChristi/nenNahmenbeleget. Also heissensie in Holland gemei,
davon im vorhergch>.nden paß. 204. nachzusehen, die Ge-müther gegen einander erbittert, so findet man hefftigeZänckcreyen, dümit?U 2 V?L 0 VlOund andern vorge-gangen, wie denn auch viele, so zu reden, LclcÄic, indieser Religion sind, und die Lehren, so ihnen darinnennicht anstehen, als übcrflüßig, bey Seite setzen, davon dieNachricht n bey andern mögen nachgeschlagen werden. )Was den äusserlichen Zustand d r Socinianer betrifft,
niglich ^ 1 . 061 . auch wohl Monarcbianer, wie sie sichdenn selbst auch Prophetanren und Colleczianren beti-r ln. OssterS werden sie auch unter den Nahmen derwiedertäusser u. Mennonicen begriffen, a) IV.
p) Viä «'eizs-I'.r^sIV8 l.k. ? r. p. 8l6.leqq Ir.Lrreckekn ^couirnk. I. I.VO. ^oc 01.200^5. NI cer Christ Unterweis.
NV8tLHl(^IV8ii> t>. rekxi'm. pul. p, >>^. tIOO!^^bkLteiV8 iituinis. cunrr-r. ic. in iippuc-cu p. 44 . Üij3^.^.^>.S744'
II. Theil.
r) NVö V8 in kilk rekvrn>,r. kolon.tid. g.
c. 12. 8XkIllIV8 in bikliork p. 2Z0. r) NVk?>L^lLlV8 >. c.c. 17. p. -79. t) läen, ib.ä ^>. -8l- >». Vik, vvtLLO«' ^vll.u) Hartknoch äc eßno kol»,,. Ijb. 2. c. 2. P.Z7Z. i) I.VSIL-I. c. c. 18-7-298- 7) 'tke^rrumk r- p. 1°. 5. p. 1209.Venrhem im Engüs- KirLenrund Echulcn Ctaare r., m. imHvüänd. Kieann-und Sg-uleinStaat p.879-vrvL8S06äIt-OVS Xcrket. Nitt. k z. x. zv/. 88Z- 8-s- 8§Z- «- Gatts. Ar-
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