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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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xvn. Zaculum. IV. Op. Von Ketzereyen und TrettttUttgen.

4-5

Es haben sich dicsir Art Leute sonderlich viel in Franckreich sinden lassen, welche sichLisiiirs for» genennet, undsich über andere als leichtgläubige Canaille mocquiret.Man giebt vor, sie wären gleichsam aus der Asche vz-mul schon iüz2. entstanden, und hätten die Leute nurscheinbarer und listiger, als jener, Hintere Licht führenkönnen, i)

Die l^mvvld^RII stammen sonderlich aus En-gelland Her, wiewohl sich dergleichen Leute zu alle» Zei-ten und an allen Orten gefunden. Sie werden also gc-nennet, weil sie eine ausgebreitete Freyheit in Politici;und Religions - Sachen vorwendeten; daher man sieauch Liberrmer betitelt. Sie eröfnen allen Aeyern,Heyden mrd Juden deir weg zur Seligkeit.

Der vornehmste, so in diesem L-tück bekannt worden,ist 881^8 8cVV8IbIV8, welcher 170z. verstorben, undPrediger bey der Wallonischen Kirche zu Utrecht gewe-sen. Man inuß ihn sonsten vor einen tief-gelehrtenIbcologum und erfahrnen?biIolopbum patliren lassen;er hat aber zuweilen allzyfreye principis, welche er ausFranckreich mitgebracht, und, wie es scheinet, aus derCartesianischen Philosophie cingesoge» hat. ScinHaupt-^Ntg»onist war IV8.I8V, Prediger -er Frantzösi-scheu Kirchen zu Roterdam, welchen man aber in seinenComroueeilett, gemeiniglich einer allzugrossen Hitze be-schuldiget. m)

Diesem kan man beyfügen den Englischen Kleüicum1810X1^^ LltOV^dl, welcher das verhaßte Buch :Kelißio kleclici genannt, geschrieben, und sich dadurchin die Opinio» theils eines Lceptici, theils eines 8yricrc-tiilse universsli;, welcher nach Art dcr l^riniclinsnorum,keiner Religions - Sekte in der Welt zuwider ist, gese-tzt. n) Ingleichen werden die Arminianer unter demNahmen der Uaticuäinanocum begrisscn. 0)

Vlll.

Was ist von den Naturalisten und Athei-sten zu mercken ?

Durch die Vlaruralisterr werden diejenigen verstan-den , welche die Natur zur Richt-Schnur der Religionsetzen, und meynen bloß durch die natürliche ErkänncnißGOtteS, und ein nach derselben eingerichtetes vernünff-tigeS Leben selig zu werden.

Woltc man diese Materie etwas tieffer einsehen, sowürden wir die gantze christliche Welt (denn von den

die Grund-Steine zu dem schädlichen Gebäude des neue-sten l>!skursliür>i gelegek harte, so kam in diesem 8eculoder Englische Baron 8OV.48.OV8 NLK68KTV8 vonLM8.8V8^, welcher das 8/üema in völligen Standzu bringen suchte.

Er war sonst des GrafenS svii.iri.bil I. von s)em-brocke Bruders Sohn, Hatte wohl studiret, und 'sich un-ter den Königen iäco«o I. und c/caoi.0 l. in StaatS-Verrichtungen gar verdient gemacht. Er schrieb in En-glischer Sprache das Leben bkenrici VUl. ferner cle eic-peciiciorie inKkeam insiilam ; clerLl>Z>orieI.3ici ; 6e re-ligions Cencilium ; äs causi; «rrorum, und äs verirrn«,prouc clisiinguieur a reuclarionc äcc. p)

Seine Nakuralisrischen Lehr-Sätzc betreffend, so giebter vor, es kämen alle Heyden darinnen mit denChristen überein, daß ein einiger GOtt verehretwerden müsse ; wie sie denn anet) in den HauptsArrickeln des Gocces-Dienstes gleict)stim«nig wä-ren. Denn solche bestünden in folgenden 5. Puncten:

1. Es sey eine höchste Gottheit.

2. Diese Gottheit müsse man verehren,z. Die mir dem Glauben und der Liebe zu GVtt

genau verbundene Tugend und Frömmigkeitsey der vornehmste Theil des GDrres-Dienstes.

4. Von Sunden müsse man sich bekehren.

5. LTlach diesem Leben habe man Belohnung oderStrafe zu gewarten.

Durch diese gemeinen principia, folgert er weiter, ha-be GOtt der Seligkeit aller Menschen nach seiner allge-meinen krauiöenr rathen wollen, und Hiernach könne dieonkocloxe Religion bester, als nach den Pgrcicular-Oc-clarskionen, wie er die Heil. Schrifft nennet, lkabiliretwerden. Endlich bringet er solche Argument-, an, wel-che die H.Schrifft bey den Unbesonnenen verdächtig ma-chen, und ihres göttlichen Ansehens entsetzen können, g)So sehr sich aber 8188.8881^8 einbildet die Sachegetroffen zu haben, so wenig Stich halten seine 5. Sä-tze, weil von dem Mittler und Versöhnungs-Wercke,auffer welchen niemand das Heil zu hoffen hat, r) nichtdas geringste darinnen gedacht wird. Seine acgumen-w gegen die Schriffk bestehen auch auf lauter argwöh-nischen Muthmaßungen und praciuisicjj;, welche läng-stens widerleget worden, davon andere nachzusehen, r)

1 Gleichwie aber der Baron Herbert ein besondererHeydcn, als welche nichts anders , als Naturalisten seyn Freund des HM1^8 8I08SL8H war : also kan mankönnen, ist hier nicht zu reden,) voller Naturalisten an- nicht umhin auch diesen in die Rolle der LTkaturalisteutreffen. Doch, dis ist hier meines Zweckes nicht, und^u setzen, ohngeachtet ihn viele gar den Atheisten beyge-ich will bloß zeigen, wie sich der dlsmraiilmu; in diesem selten wollen, i)

8scu!c> bey einem und andern auf eine Merck- und offenbare Weise zu erkennen gegeben.

Nachdem nun ?8.ädlLI8CV8 PVCCIV8, dessen imvorigen 8ecuic> paA 20;. leg. gedacht worden, gleichsam

l) IN summa contrcmsrs. /.uÄor lidelli !

(^uekiuns rarer 6c curieuler a^. L^I^OVIV^Vl 8^k. "rlieol. 1°, 2.P. HZ. m) Lrullic. s6 au. 97. p. Z 5 -;Y 7 - aliiri. klklO.

in clencli» cnncroucrs. sä kn. Benthem IMHolland. Kirche»! und SclulenrStaate P.429. n)

LUrOUl mcmor-d. eccl. v. 3. p. 55. Lruä. 8upplem.1 '. I. P.286. 0) IV8ILV äs relißiane

riorum.

II. Theil.

Es war aber 1110^1^8 H08888IV8 eines Predi-gers Sohn von Malmesbury in Engelland, welcher sichnach aktoluireten 5ku6ii;,wie man redet, feit seinem 2s.Jahre mehrentheils in der Familie des Grafen von ve-vombirc als Informakor und Hofmeister aufgehalten.

Sein?

p) ^ 81 °. s XVOOO lrik.Sr i-nri^u. Oxon. LttXIS'ri/lUVSKOkx'rtiOl.l'VS äe rrillu; inipoltoribui MSANIS lj) LUKK-öVK'r äe reÜAione Lsnciiium Lc. r) Vill. icjV 8 > 1 KV 8 ir»äisserr. peculirri contra ULKLLKI'VLI r) l^L6LKV8 in kik.ecc!. t-c. 17. llcccnn. t. r. 2. paß. 22. lec,. r) Viä. VVO-VLVS in rkekbu, äs ^rkeilmo Sc (uxerUicione x. 187. sey,,.

(hhh)