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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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diesem fünfjährigen Zeitlauf von 1746 bis 1750 in dem ersten Capitel dasmehreste, das sechste und siebende ganz ausgearbeitet; auch einige Zusätze undVerbesserungen bei den vorhergehenden drei Fortsetzungen gemacht/welche ge-hörigen Ortes angebracht worden. Eine K^pocllonöriacL,

damit-er überfallen wurde/ verhinderte die rühmlichen Bemühungen, daß erdas Werk mit einem gewünschten Ende nicht selbst krönen können. Den Resthat deswegen Herr Johann Christoph Mylills 6) vollends zu Standegebracht. Sind es nun gleich verschiedene Gelehrte/ welche diese Kirchenge-schichte ans Licht gestellet, so haben sie doch die Fuötapfcn ihrer Vorgänger/ soviel die Eintheilung des Buchs und die Ordnung der Sachen betrift/ insge-samt auf das genaueste betreten. Das Verlangen des Herrn Verlegers undder vermuthliche Wunsch der Meiste»/ denen diese Kirchenhistorie gefällig/wollen eine solche Gleichförmigkeit haben; ja es schien eine nothwendigePflicht zu seyn, den einmal gebähnten Weg zu laufen. Denn Klugheit undBilligkeit erfordern bei allen Fortsetzungen fremder- Arbeiten/ daß eine iedeSache an den Ort hingestellet werde/wo der Leser/so sich an die Ordnunggewöhnt/ solche am ersten und vermuthlich zu finden gedenket. Blos seiner

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eincm bei Weissenfels gelegenem Dorfe geboren, wo dem Jahr 1749 erthcilete ihm die hochlöbl. philoso-dessen Herr Baker, kk. Johann Paul Becker, der phische Faculrät dieMagistcrwürde umsonst und oh-ietzo in Weiscnsec Archiv iaconus, damals Prediger ne Unkosten; doch zog er sich auch durch anhaltendwar. Von Jugend auf hiest ihn sein Herr Vater Nachrsitzen und steisiges Skndiren ein heftig Blut-nicht nur zur wahren Gottesfurcht an, sondern un- speien zu, wovon ihn doch damals Herr Hofrath

terrichtete ihn auch bis in das dreizchcnde Jahr inden schönen Wissenschasteu. Im Jahr 1740. kamer in die Schulpforte, und genes der Unterweisungeines Frcyrags, walrhero,Ain -Ende, Trubelspeucers, Hemsthcls, Hayinaimsund Hübschensbeinahe sechs Jahr. Auscr den nöthigen Schulstu-dien war die Vücherkcntnis und Gelchrtcnhistorieschon damals sein Vergnügen, dabei ihm die Schul-bibliothec und der vortresiiche Büchervorrath desHrn. K. Freitags wohl zu statten kam. Den zo.Nov. 174s. nahm er hier in einer lateinischen Rede circonscribeiula InKaria poesco5 critica Abschied undbrachte den Winter über milWicderholung der auf derSchule erlerneten Wissenschaften zu Hause zu. ImJahr 1746 an Ostern ging er auf die UniversitätJena, und hörete in philosophischen und mathema-tischen Wissenschaften den Herrn Hofrath Daricsund Herrn kvl. tSchram, in den morgenländischen'

Baltschnnedr wieder befreyete. Im Jahr >751.wurde er in die öffentliche lateinische Gesellschaft, alsein Ehrenmitglied aufgenommen. In dem MonatAugust eben dieses Jahres erhielt er durch Recom-mcndarion des Herrn Pros. Müllers, ohne iemalndaran gedacht zu haben, den Ruf zu denSchulrecto-rat nach Tännstädt, welches er auch den 29. Nov.mit einer lateinischen Rede cie cxegeü 58ee lckolssti-ca antrat, und bishieher rühmlich verwaltet. Ausermancherlei Beiträgen zu verschiedenen Journalen,als den genealoaisch-historr'schen Nachrichten,zu den fünften Band der Nachrichten vonrkeol.Büchern u.d.m.hat er ,) den sechsten Band derNachrichten zu den neuesten theol. Büchern,r) den theologischen Büchcrsaal, zwei Bandeunter dem Beitrag einiger gelehrten Prediger,z) eine neue deurschlateinischc Ausgabe deschristlichen Concordicnbnchs verfertiget undsei-

Sprachen und jüdischen Alterthümern Herrn Pros. ncn FlciS und Geschicklichkeit satsam bewiesen.Reckcnbereer und Herrn Adj. Zickicr, in den Kir-I cl) Von dessen Leben und Schriften S-daschengeschichken und theologischen Wissenschaften ei«!blühende Jena S. 214. ft uud m den§>u,a^en vomneu Malch, ^,allbancr, Reusch und oülich. InlIahr 1745. S. 146,