Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

,Z2

I. Fortsetzung von 17z». bis 17z;.

Im Jahre >7zo. meldete sich zu London e»neziemliche Anzahl Pfälzischer Resornnrter Familien,um sich in dem Mittäglichen Carolinicn nieder-it-lassen, welches man ihnen zusiunv, es warben au <in London 4. schwarze aus Iamaica getauft, g)

nauk/, dem Prinzen Cooanakswy, seinen Feld-i)err„ ^»tlii pltp und fünf andern vornehme India-ern Mit sich, welche, nachdem sie bey dem Königeand der Königin in Engelland Gehör gehabt, vonidcm Erzbischofe zu Lanrerbury zur AnnehmnngIm Jahr 17ZZ. schrieb das o^eiupt der in Äme- des Christlichen Glaubens ermähnet wurden. Sierica neuangelegten Englischen Colonie in Ameri-'reiseken endlich im November, mit einer Anzahl

ca, Vglerhorpe, vem 20. Juni« aus l 7 !eu<öeorktien, wie die Beschaffenheit der dasigen Indianerbefunden worden, daß sie den Ehebruch und d»eVielweiberei) verabscheuten, Raubcreyen und Diebstale bey ihnen unbetonte Sachen wären, daß sie kei-nen Todtschläger unter sich litten, ausgenommen sol-che, die ihre Feinde erlegten, welches sie vor e«neunentberliche Tugend im gemeinen Wesen hielten.Die Rache belegten sie mit dem Namen der Ehre,und hätten in ihrer Sprache nicht einmal ein andersWort, damit sie dieselbige andere benennen tönten.Sie hatten keine ordentlichen Gerichtsbarkeiten un-ter sich, daher sey es nach ihren Gewohnheiten er-laubt, daß man demjenigen das Leben nehme, dereinen beleidiget hatte, es würde aber nichts für eineBeleidigung gehalten, als Todtschlag und Ehebruch.Der nächste Anverwandte des Entleibten mnste denTod seines Befrcundten rächen, und wenn er es un,tcrlieffc, so müste er sich gefallen lassen, Zeit seines Le-bens vor unehrlich gehalten zu werden. Die Machtihres Königes bestehe in dem Rechte die Unterthanenzu ermähnen, und die Berathschlagungen anzuord-nen, dabey denn noch unterschiedene Nachrichtenvon ihrem Lande ertheilet wurden. Dieses Schrei-ben würkte so viel, daß der König, das Parlament,und die ganze Nation alles mögliche anzuwenden amsiengen, ihre Herrschaft und ihren Glauben zugleichmir feiste zu setzen. Man Höfte diese Gegend sofruchtbar zu machen, als irgend eine Englische Pflanz-stadt, es giengen viele Schisse vol Männer und Wei-ber von London aus, dahinab, um die Landschaftum den Fluß Savaima zu bevölkern. Man sende-te Arbeiter und Werkzeuge dahin, um den fruchtbarenBoden anzubauen, und versähe flc mit Geschenkenvor die Wilden, und mit Gewehr sich zu vertheidigen.Es wurden auch auf Kosten der Narion von Lon-don einige gescheckte Prediger dahin abgeordnet,und mit reichlichen Besoldungen versehen, um daeme ordentliche Christliche Gemeine anzurichten,undden benachbarten Wilden die Lehren der geoffenbar-ren Religion vorzutragen und beyzubringen. l>)

Als eben gedachter Dglerhoepe »m Iulio desJahres 17)4 wieder zurück nach Engelland reiseke,

Salzburgischen Emigranten, wieder nach Americgzurück, i) und als darauf im Oktober 17Z5.(Pglerhorpe mir andern Colomsten auch dahin rei-fere, giengen zwey Englische Prediger von der Bi-schöflichen Kwche, als Mißionarien mit, nemUchJohann Mcslev, Mitglied des Lincolnische» Col-legn zu Oxford, dessen Bruder Laxl LVeoley, dcrdie Theologie studirc harre, als Serretarms »hmGesellschaft leistete, und Benjainin Ingham, derbisher in dtr Gemeine zu Matching in Esiex Curat-roder Sclsorgcr gewesen war. Es waren auf denSchiffen, unter ander»» Colomsten, viel Mähren, dievon den Papisten wegen ihres Glaubens waren ausihrem Vaterlands vertrieben worden.

Sie waren kaum in dem Hafen Tvbe an demMunde des Flusses Gavannah den 15. Febr. ,7;^.angelanget, als schon den 24. Februar» Nachmit-tags einige Indianer auf das Schis kamen, sie zu be-suchen, und sonderlich der gedachte König der LreksToms Lhachi. Sie bezeugten eine besondereFreude über ihre Ankunft, und die Mißionarien cm-pfiengen sie in shrcn Priestcrröcken. Dcr Königredete sie durch eine Dolmetscherin Namens Lst stuo-grave, also an: „Seyd wilkommen hier, ich bin„erfreuet, euch hier zu sehen. Ich habe Verlangen,„das grosse Wort zu hören, denn ich bin darin un-wissend. Da ich in Engclland war, begehrte ich,„daß mir jemand das grosse Wort sagen möchte,,unser Volk war -aurals willig zu höre», seit dersel-„bigen Zeit haben wir viel Unruhe gehabt. Die„Franzosen an der einen, die Spanier an verändern„Seite, und die Handelsleute mitten unter uns, ha-„bcn grosse Verwirrung verursacht, und unserm Vol-ute das Anhören des grossen 'HortS zuwider ge-wacht. Jener ihre Zungen sind unnützlich, einer„sagt dies, der andere das , es ist mir aber beb,„st>aß ihr gekommen seyd , ich wil die Vornehmsten„unsers Volks zusammen -bringen , und hoffe, daß„unsere Streitigkeiten nach und nach sollen beyge-leget werden, denn ohne ihre Einwilligung,kan ich„das grosse Wort nicht hören. Jedoch will ich mich„indessen freuen, wenn ihr Mich in meiner Stadt„besuchet, und unsere Kmder unterrichtet. ^ Wir

brachte er den König der 4 .xeks,einerA>nericanische»l, wollen sie aber nicht zu solchen Christen gemacht

Nation, Tomo Lhachi, nebst seiner Gemahlin Se-

tz) Eben diese »7;-». p-§. ,r»z.b) Gtlehrte Leipziger Zeitung. -714. x. 60.

,,wissen, wie die Spanier «hre Christen nmchrn,

„ denn

i) Europäische Fama ;6s. Therl. x. logr.