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I. Fortsetzung von'i-zi. bis 17z5.
gewiß wissen könne und müsse, und ob, wenn
er solche nicht wisse, es ein Zeichen seines nochunbckohrtLtt Zust.rndcs sey, und wie man dieSache zu beurtheilen habe? zumal wenn mancin öffcnrlickwr Lehrer ist , und von dem imnrrlichen Zustande seiner Zuhörer, um ihnene-chr rächen zu können, zu urtheilen hae^ Ersuchte darin zu behaupten, ein Bekehrter, der rük-fällig worden, müsse wissen, ob, wenn, wie, undwo er bekehret sey, ja auch diejenigen, die denTaufbnnd nicht gebrochen hätten, körnen wissen undsagen, zu welcher Zeit, wodurch, von wem, undwie sie erwecket, auch zu mehrerer Lauterkeit undKraft gebracht worden, g)
Ausführlicher aber wurde die Sache vorgetragen,>n der lchriftmässigcn Beantwortung der Fra-Ne: ob es nothwendig, die Zeit seiner Bckeh.r :ng zu wissen, oder sonst ein Acnzcichcn ei,» s »«bekehrte,» Zustandes daraus zu nchnren?
jteller von Samiicl Lau, Hofprcdigern und«s -irsijtorialrathe zu werniger-oda. Jena 17)2.c. dlukt bev Peter FickclsMeriM. Darin der-> crr Verfasser erstlich den streitigen Punct deutlichkt.rtertc, hernach, den Grund der Bejahung dieserFeagc anführte, und dann zeigte, wie ein öffentli,cher Lehrer auf dieses Kenzeichen bey seinen Anver-t> Uten dringen müssen. Ob er nun wol diese Fra«gc bejahrte, so schränkete er doch seine Entscheidungsehr ein , und walte solche von denen , so in ihremTa'.fbunde von Kind an geblieben waren, nichtverstanden noch auf Angefochtene angewendet, oderauf Stunden und Minuten feste gestellet wissen,und seine Schrift kam 17^4. das andere mal in 8-an eben dem Orte heraus, b) Schon lange zuvorhatte auch Herr XI. Ad7.n1 Bernd in Leipzig einePredigt über die Frage : ob ein bekehrten ChristSie Z'ic und das Jahr wisse» könne , in wehchem er bek'hcec worden und Busse gethanhabe, gehalten, die hernach seiner volständigenPoststle einverleibet worden, aber gezeiget, daß vieledie Zeit wüsten , viele aber nicht; i) inzwischen ister der erste, der diese Frage in öffentlichen Schrif-ten berühret hat.
Wider Herr S imuel Llurn kamen also heraus:Theologische Beantwortung zwser Fragen,die eigentlich: Zeit und Beschaffenheit derbeyden Stücke, Bekehrung und Bußkanrpf,betreffend, nemlich l. Ob man die eigentlicheZeit müsse angeben, weitn man bekehret wor-
x) A- Theologische Bibliothek 7^'. Theil i".?. 479.
Uz Eben daselbst p. ggac Fortzesezte Sainlnnz von A.und N. T. S- I7i4 86 ?.i) A. Theologische B.bsiothek. I. c. x-x- 4 x 1 ..
den, und wenn man dieses nicht kan, ob dasein Ä »»zeich u sey, daß man noch nicht besteh,ret sey? U. Ob man in den, Bußkaiupfe denhöchsten Grad der Traurigkeit haben und em-pfinden ,nüsse, und ob ohne denselben die Bu,fe nicht rcctiesctiassc»» sey? Aus heil. götkli,cher Schrift den EvangeltjchluthcrischenGlaubens Syinholis irnd Zeugnissen reinerLehrer gestellet von einem der nach Zachar.Vlll. 19. nichts mehr liebet als Wahrheit undFriede. Frankfurt und Leipzig. 1712. in 4.Von bkybcn Fragen urchnlcte derVerfasftr, daß sienicht zum Wesen der Busse gehörcten, und sey da«hero, wenn eines von beyden, oder auch alle beydenicht da seyn, kein untrüglicher Schluß zu machen,daß die Busse noch nicht rechtschaffen sey, weilGOtt bey den Gnadcnhandlungcn, als der Er,lcuchtung, Bekehrung, Rechtfertigung und Erneu,rung, nach und nach winke. Er erinnerte auch,daß die Wörter Bußkampf und Durchbruchnicht Schriftmäßig, gewisser Masse einen Wider-spruch in sich hätten, und entweder einen unnörhi,gen Wortstrcit oeranlasseten, oder einen falschenSatz zum Grunde setzten, worauf er den streitigenPunct fest stellen, die deichen Fragen vcrncinete,mit Zeugnissen der Gottcsgclchrten seuie Meinnngbestärken, und auf die von dem Gegentheile ange-führten Schriftsiellcn, sonderlich wenn Paul»-- dieGläubigen auf die Zeit ihrer Bekehrung führte,antwortete, auch so wol aus der alten als neuen Got«nsqelehrten Schriften, als aus den SymbolischenBüchern erwiese, daß die eigentliche Zeit kein we-sentlich Stück der Busse sey. 4 )
Im folgenden Jahre gab Herr XL. IokanttHermann Becker seine -zncbropologiam kkxstco-ItiealoZicam, oder Betrachtung des Geheim-nrsscs der Wiedergeburt, nach Anleitung undGleichnis) der Lerblicin n Gcbl»rc crn s Men-schen , rc. zu Rostock und Lciozict. heraus in 8-darin er zu den irrigen Meinungen rechnete, diebey dieser wichtigen Lehre auf ein gar unrichtigesund unzureichendes lcrciuM o mpar^cioni;, zwischender leiblichen und geistlichen Geburt, gegründer wä»rcn, auch nicht einmal in Anqebung der natürlichenUmstände, einen richtigen Begnf zum l'lrunde ge-habt hatten, als E. die Lehre von» grossem Büß«wcgc, von Erlangung eines neuen göttliche» Wesensin der Wiedergeburt, ingleichen daß dieselbig: alsomerklich und mit dergleichen kündbaren Umständengeschehe, daß ein Mensch, der auf ßch Acht habe,
den
ic, Elen diese 71?, 4?r- FortgcsejktCamlung von A- undvr. r S. »754. k, 120.