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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I. Cap. IV. Abtheil. von den Zwistigkeiten.

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„zehnten einen a^plauium sinken, und von dcnsel-„ben, als die vortreflichsten lumina unsers Seculi„ausgerufen werden, da sie doch alle diese Discipli-nen in der That rechtschaffenverhunzet,«.,, Leib-nirzens Theodicäam hielte er vor ein gefährlichesBuch, es sey eine Verwegenheit gewesen, daß Herr-Wolf unverschämt in einer öffentlichen Rede dielupiemiam Lonkuciansm herausgestrichen, über wel-che Thorheit er sich nebst seinen andern Herrn Col-lcgen sehr entsetzet habe, rc. Es sey eine gefährlicheSache mit den Jesuiten Freundschaft machen, undläge am Tage, wie durch sie sich ProtestirendeFürsten einnehmen lassen, von der Evangelischen Re-ligion zum Pabstthume zu treten. Solche Mathe-matici gäben mit ihren t-Lubtilitäten, da sie die ^b-Kraction L polllbili 6c imz-ollibili zum Hauptgründeihrer Lehre setzten, den Jesuiten Gelegenheit, ihreunvernünftigen Theologischen Lehren zu rechtferti-gen, rc. bey solchen Umständen sey es höchstnöthig,die Studirenden vor dergleichen MathematischeGrillen zu warnen, rc. n)

Herr I). Daniel Friedrich Hoheisel hatte auchdaselbst 1726 einen Tractat-le iciei; herausgegeben,und in demselbigen verschiedenes wider Herrn Wolfens Vernunftlehre erinnert, dcrselbige wurde alsonicht nur von den Verfassern der Teutschen

hcslich herumgcnommen, o) sonHern es schrieb auch Herr Friedrich PhilippSchlosser eine Disiercationem cpilkolicam acl V. L.U. vanielem kriclericum Uloheiselium, in gua amiceexpenciuncur nonnulh, guae in traälam recenr. 1726.cäiko cie icici! monuic contra Leleb. Wolsium, Glef-scil und Frankfurt (wireenberg) 1727). Je-nen antwortete er in gleichem und gröbern Tone ineiner Einladungsschrift, welche den Trtel hatte:Daniel Friedrich Hohcrscl B. R. und derWelcwcisheir v. auch der Löniglichen Berli-„rschcu Societät der Wissenschaften Mitgliedzeiget den Ungrund der Einwürfe, die nutzerfeinen Traccae -ie indem 122. Theile derLeipz. Teutschen ^o»-. vorgetragen

worden, rc. Diesem aber woltc er also antworten,daß er seine M'erc. cchllol. mit Anmerkungen wolledrucken lassen, und also widerlegen, welches abermeines Wissens unterblieben ist. p)

Im Jahre 1727. gab zu Halle Herr JohannGottfried Walther, der die Eleatifchen Grä,der geschrieben hatte, noch heraus, Gedanken überdie Philosophische Bigotterie, wobcy zugleich

n) Thomas« gemischte Handel im Anhange x. 144,c,) In dem >22. Theile.

l>) Vudovici I. c. karr. l. §. zzo. zzz. 565. karr. H.. 59Z 59'. k9S.

UI. Theil.

auf dasjenige, was der fogenante I. F. Mül-ler aus würremberg, oder vielmehr der HerrHofcath Wölfin der hcrausgegebenenKchrift:Wahres Mittel re. wider dessen Elatijche Grä-ber eingewandt, zureichend geantwortet wird,und wider dessen Syssema ner»c und umsioß«liche Zweifel gemachet werden, in 4. welcheSchrift lesenswürdig ist. Er meinte, Herr R-R.Wolf sey selbst der Verfasser der Schrift, die erhier widerlegen wolle, er habe auf seinen Einwurf,daß, wenn es dem Geiste nicht möglich sey, ei-nen Eörper in Bewegung zu bringen, so sey es auchGOtt nicht möglich, nicht richtig geantwortet, in«gleichen die Zweifel, wider den Satz, daß immer ei«nerley Kraft der Bewegung in der Welt erhaltenwerde, nicht recht aufgelöset, wie auch was widerdie Lehre von den einfachen Dingen vorgebrachtworden. Zuletzt beantwortet er die Schmähungen,'zeiget, wie ihn Herr wolfzu bewegen gesucht habe,wider Herrn Strahlern und Herrn L>. Buddeumzu schreiben, und führet einen Brief an, daraus erbeweisen wil, daß die Jesuiten dessen grosse Freun-de eben nicht waren. Als hierauf im folgendenJahre Herr Israel TheophrlnsLanz Philosophiel.ci'bnitianae 6c X^olüanae Vsiun in Tbeologia, her-ausgab, so meldete er in der Vorrede, daß der Dä-nische Lcgationöprcdiger mit ihm von diesem Briefedes P. 6ez Loste;, den ihm der P. Tourneminemitgetheilet, gesprochen habe, es laugnete aber je-ner, daß er den Brief geschrieben habe, daher sollesich Herr Walther rechtfertigen. Die Historien-schrciber der Wolsischen Philosophie haben diesenPunct mit Stillschweigen Übergängen, und ich weißnicht, was dcsfalü weiter erfolget sey.

Im Jahre 172 8 . gab Herr Johann Friedman»Schneider in Halle seine kunäamema kbiloloplüaerstionslix oder Vernunftlehre heraus, darin er ver-schiedenes an der Wolsischen Weltweißheit aussetzte.Eben daselbst kam auch von Herrn Johann Jo-achim Langen, in diesem Jtchre heraus kciuarcbllercationurn 60 immortalicacs animae, ex luminsnnrur^e «lemonstrata, darin er der vorherbestimtenUebereinstimmung widersprach, g)

Im Jahre 1729. gab daselbst Martin NagyBorosnpai ein Siebenbürger seine Disputation,die er unter dem Herrn Geheimden Rath Hofmanngehalten hakte, äe potenkia 6c impocenlia animaehumane in corpu; organicum, ob und wie weit dieSele in den menschlichen Cörper würke? in guaznimae in proäucenäi; monbu; voluntarii; pocentia,

l'pon-

g) Eben diese l. c.-rLcr.l. §. krir. ll. §. zz<.

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