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4 . Fortsetzung von 17 z r bis 17 z 5 .
Ihm denn ausführlich geantwortet, solches bekräfti-get und dabey berichtet habe, daß er das Manuskriptvon gedachten« Eollcgio auf Rath des sel. AbtDreirhauprs verbrant habe, er verwundere sichauch, daß es Leute gäbe, die davor hielten , eS seydem Herrn Rolfen zu viel geschehen, rc.
Als Herr Wolf hiervon Nachricht bekam , ließer in die Leipziger Gelehrten Zeitungeir >)einnicken , daß «hm der Grernberg , welcher ausseinen Colleglis e«n Atheiste solte geworden seyn, we-der dem Namen, noch der Person nach bekant seyUnd überhaupt falsch , daß er priuarillima collezsiabey ih«n gehalten, indem er in Halle keine colbgispriuatillima, als über die Mathematik, sonderlichArchitektur und Fortificakion gelesen habe, berührteauch die Sache kürzlich in seiner ranone prselcäi^num, die er damals neu auflegen ließ. Es kamauch zur Vertheidigung des Herrn wolfens voneinem Studenten r) in Loppenhagcn heraus:>kpistala aä illustrem virum , gus rciuk^rur b,.>icenbcrgcri Lpistola, in gus VV^ollium in collcgiiz lui-Icepliciimum 6c AlkestmuM äoeuilks craäir , ex lin-zus Oanicz in k-arin^m kranckska 17 jz. Weil nunder Verfasser der Gamlnng anoerlestner Mar -rien zum Bau des Reichs GDrres, Herr 1^1.Ierichovius, schon gestorben war, so sck)ricb HerrJohann Daniel Grernberg, unterm 2 Decembr.I7Z4> auf Erfordern, einen Brief an den Verlegerder gedachten Samlung, welcher auch mit eingerücktwurde, H darin er nachmals bekräftigte, daß erHerrn wolfcns Unterricht genossen habe, und da-durch auf verzweifelnde Atheistische Gedanken ge-rathen sey.
Diese Sache machte ein grosses Aufsehen, daßauch 17g;. zu Berlin, wegen des Laitenbergeri-fchen Vergebens, als wenn Herr Sternberg, durchden mündliche» Unterricht des Herrn wolfens,zur Atheistcrey gebracht worden, eine allcrgnädigstcEommlßion niedergesetzet wurde, da Herr DanielErnst Iablonsky und Hcrr Johann GustavReinbek, die nachgeschriebenen Vorlesungen desHcrrn wolfens, auf welche ßch Hcrr Stcrnbergberufen hatte, durchgehen sollen , und davon anIhre Königliche Majestät in Preussen Bericht er-statten. Zu dem Ende wurde der Regierung zuMagdeburg anbefohlen, Herrn Srernbergendahin anzuhalten, daß er die gedachten Eollegiader Regierung einhändige , welche denn von ihmdrey dergleichen nachgeschriebene Eollegia bekam,ncmlich über die Metaphysik, Mcral und Phystk,wiewol er eins, wie gedacht, auf Rath des sel. Abt
Breirhauprs bereits verbrant hatte, es wurde aberin diesen noch übrigen nichts anstößiges und gefähr,liches angetroffen, b) Der Studente hingegen,auf welchen ßch Grernberg beruffen hatte, Bar-tholomäus Richter, ist bey seinem Zeugnisse sowol als Hcrr Grernberg geblieben, und weiter des-falö nichts erfolget.
Daß Herr I). Lange aber von neuen die Federwider den Herrn Wölfen zn führen angefangenbatte , sahe man am Preußischen Hofe nicht gern,es wurde dann dieserwegen ei» allergnädigsterBefeblunter dem 29. Iunii 17Z4. an den l). Lange aus-gefertiget , des Inhalts , weil Ihre Majest. miß,fällig vernommen, daß er wieder von neuen einBuch, wider die sogenante Wolßsche Philosophie,herausgegeben habe, worin die Universität Jenaangegriffen wäre , daraus aber nichts, als neuerLern, und unnöthiger Streit entstehen könne , so>würde ihn, hiennt befohlen,von allen Streitschriftenwider die Wolßsche Philosophie zu abstrahiren, undseine Funktion in fleißigem Lesen und Unterrichte derdrucholnriim Hicologisc, auch Volführunq seinerbiblischen Werke, zu verrichten, c) Er war alsoruhig , bis ihm das Werrheimifche Äibelwcrk,welches er als eine Frucht der Wölfischen Philosophieansähe, 17z;. von neuen Gelegenheit gab, die Federzu schärfen, da er seinen pbilosopbtfcj en Reit-glonsfportcr herausgab , wie wir unten bey dieserMaterie mit mehrcrn gedenken wollen. Endlichthat er in« Jahr 17^6. den letzten Versuch,dieWöl-fische Philosophie zu stürmn, doch weil darüber eineweitläuftige Unruhe entstand , deren Erzehlung hierin diesem Periodo zu lang fallen würde , so wollenwir solche bis in den folgenden Zeitraum verspüren.
Wie die Ienaifche Universität mit in diesenStreit gezogen worden, kan man im andern Theilefinden, ehe wir die Erzehlung davon fortsetzen, istnur noch zu gedenken , daß unter dem Namen desIdirpii, der zuerst das Buddeische Bedenken her-ausgegeben, nach einiger Meinung Herr JohannFriedrich Bertram , nach anderer Meinung nochwahrsch-inlichcr, Hcrr Johann David Hänicke,Eonrector zu Lößlin in Pommern, ä) unter demNamen des Arini, Herr kck Balrhasar HeinrichTilefius, e) verborgen sey. So hat auch nochlM Jahr 1724. der sel. Herr I). Bnddeuo eineEinladungsschrift, stc auöia per incarnarionem Lkri-sti bumani gericri; -liznicale, welche nachgehendSseinen kckcä.k-tionibur lacri, einverleibet ist, amWeinachtfeste drucken lasten, darin er sonderlich
wider
'7Z4- p. 684.
r) Ludoviti l. c. ?rrr. N. 4. 62;. 64-.
-) Im r;te» Beytrage im 8. Stücke 17z;.
t>) I.mlnuici I. c 7 . §. 479. II. 6;z. 6;?. S71.c) Eben diese prrs« II. §. ^ 48 -6) Eben dicic t'rrr. I. K. 265 II. - 21 54?.e) Eben dieser krere I. L. 197. 2;o.