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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Fortsetzung von i7Zi. bis 17z;.

Wölfischen Philosophie wären eingenommen gewe-sen, rc. wurde dieses in einer Schrift genannt:Ig»uvcII «5 ?iecer iur ler crreu» prcrenäuc; clckkilolopkis 6c k^lr. Wolf, Lc. unter andernmit bekant gemacht. Zugleich aber sahe man auchdabep, die Antwort des Herrn wolfens, der,was diesen Punct anbetrift, sich folgender gestalterkläret: „Der Grund, welcher Herrn Lange»„beweget, die Wcrtheimische Bibel zu verwerfen,„ist dieser, weil dic/enigen, so daran gearbeitet, die„Stellen, welche von dem Meßia handeln, dcrge-„stalt verändert haben , daß wenn man den buch-„stäblichen Verstand dieser Übersetzung zuläfset, man„den Meßiam nicht mehr darin erkennet. Dieses„haben »rotius und ^imon lange Zeit zuvor ge-„than, ehe ich geboren worden. Der Verfasser die-„ses Werks gründet seine Übersetzung nicht auf mei-„ne Philosophie, sondern auf die Ebräische Spra-„che, wenn er einige Erklärungen anwendet, die„aus meiner Philosophie genommen sind, so findetsich keine darunter, welche der geringsten schlimmenFolge unterworfen wäre. g)

In Wiktenberg schrieb noch im Jahre 17g;.Herr l). Abicbk ohne sich zu nennen: Anmerkun-gen über die frc^e Übersetzung des ersten Theilsder göttlichen S chrifren, welche zu Werthen«gedruckt worden, wsrinnen die Gesetze derIsraeliren enthalten sind, zu dem Ende auf-gejetzt, dass man des Übersetzers Absichc erken-nen könne. Er zeigte dem Verfasser dieser Über-setzung verschiedene wichtige Fehler, die er in Anse-hung der Hebräischen Sprache begangen habe, inglei«chen wie irrig es sey, wenn er verlange, daß mandie göttlichen Wahrheiten mit sich und mit andernausgemachten Sätzen vorhero erstlich verbinden müs-se, ehe sie vor göttliche Wahrheiten tönten angenom-men werden, da sie ohnedem schon also unter einan-der verbunden wären, daß keine die andere aufhebeund ihnen die Philosophischen Wahrheiten nicht wi-dersprächen, wie LerbMtz schon erinnert habe. r)In Jena aber grief der Herr v. Rnss in den Wech-nachtSprogrammate, so den Titel hatte: Xleäicacinnacaliria, exbibenr breuc; in kemaceucbum VVcrcbci-

in seiner Übersetzung befindliche Freyheit, und rettetesonderlich das erste Evangelium, 6e„. III, ,5. ,)Kurz nachher läse man z» Anfange des i7z6tcnJahres in den Hamburgischen Berichten einenAuszug einer Rechtfertigung des werrl eimi-scheu Bibelwerks, von einem, der sichAlerhäumEusebiumnenncte, und versicherte, daß in der Vor-rede kein einziger Begrif mit den Sätzen der Hölli-schen Nachrichten des I) Lanoens eine Achnlicbke»thabe. Man sehe aus den Verfolgungen der Pro-pheten, daß die göttlichen Schriften ihr Ansehen mitgenauer Noth unter den Iüden erhalten hätten, siewären aber doch unter den schärfsten Untersuchungender gelehrtesten Nationen, in den folgenden Zeilenerhalten, und hätten daselbst algemeinen Beyfall gc»

Ifunden, daraus vorläufig ihre Göttlichkeit erhesie.Die ganze Vorrede bestehe in lauter abgesondertenBegriffen, weil sie um der Feinde der Wahrheitwillen geschrieben sey, und wer diese Art von Leutenkenne, werde dergleichen Schreibart nicht tadeln.Die Übersetzung selbst gebe dem Sinne der göttlichenScribenten ein weit Hellers Licht, als viele weitläuf-tige Auslegungen, man müsse nur die Stellen gründ-lich und nicht nach Vorurtheilen untersuchen. Esfolgeren aber so gleich eben daselbst, eines berühmtenHamburg. Ge ehrte Anmerkungen, über vorigeRechtfcrrigun *, darin dieselbige verworfen und ge-zeigt wurde, daß in der Übersetzung die Begriffe nienach den Gedanken des Schreibers, sondern nach denGutdünken des Dolmetscher« erkläret und ausgedru»cket worden, welches au« blum. Vl, rz erhelle, e)In den Leipziger Gelehrten Zeitungen, wurdedes Übersetzers Vertheidigung gegen Herrn v. Tan-gens Religionsspötter, die nnr vorhin angeführethaben, unter dem Titel der vestgegrünberenWahrheit, als eine gründliche Schrift gerühmet,darin sich der Übersetzer wohl verantwortethabe, wobey zugleich Herr v. Lange nicht ge-schonet wurde. Man lobte des Übersetzers Art gründ-lich zu denken, und zu schreiben, mgleichcn seinGlau-bensbekentniß,und entschuldigte seine scharfeSchreib-art, der er sich wider v. Langen bedienet hatte. »)

In der auserlesenen theologischen Bibliothekmi-nsi-m-l-prauamm siriälura- Lc praccipuorum guo^ wurde die Übersetzung rccensiret, aber die dabey ge-

di-s-llberünnnal brauchte gro„c Lreyheik verworfen, der sel.HerrLs-

runäam locorum cieklellia vinclici», diese Übersetzung', . , - ^ ^ .

Naiim, d-m Mns-tz-r °-,sch>-d-n- s°-b-r s-m b-d d«-uf ,rf°>g!kr

- -' " hinderte, x) Allem ,n den fruhavfgclelenrn Fruch-

ten der rhcologijchcn S-rmlung, fällcte man da-von

Sätze, als zum Exempel: das Dose gehöre zu demThun GOttes, und G-)tt gebrauche das Böse alsein Mittel das Gute zu unterhalten, widerlegte die

;) Thüringische Nachrichten 17z«. p. tltttorico-

Lccles. I. c. p. «.

r) Hamburqische Berichte p. 9. 12,u) Gel. Leiv;. Zeitungen >756. p. 2«.x) Im Zoten Theile,p-L;6.

g) billor. Lcclek. l. e. p.r) Ibiä. b» XK.