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l. Fortsetzung von 17z r. bis 17;;.
wil, fiüßig zu machen, r) Desgleichen hat sich derAberglaube gewiesen bey einem recht abgöttischen Ge-bete, r) bey einem Berichte von zweyen Gnadenrei-chen schlafenden IEsuökindlein zu Wien in dem Kö<nigl. Stifte S. Clara, r) bey derEanonisation undVeatification verschiedener Heiligen, der Anna vonS. Borromeo, des Bruder Joseph von Lapro,tino, u) bey dem Cörper der Gemahlin des Präten-denten in Rom, eines Layenbruders des Emanuelde la Lrup in dem Kloster des Arabidos zu Sembal, x) und anderwärts. In Spanien aber habendie Dominicaner, unter andern Früchten des Ver-derbens der Ordensbruder, zu Segovien mit denAolbedienten Handel bekommen, und derselbigenzwey erschossen, davon in folgenden noch etwas zugedenken ist.
Xlll.
Was ist von den geistlichen Versamlungender Römischcatholischen zu merken?
Zu Mayland wurde schon >729. in dem Klosterdes H. Engels ein Generalcapitul der Francisca-ner gehalten, dabey aus jedem Kloster nur z. Pa-tres erscheinen selten, und doch in die 5000. bey ein-ander waren, dergleichen Capitul zu Mayland seit400. Jahren nicht gehalten worden, 7) Sonstaber vertheidigten die Jesuiten in einer Disputationam 22. Nerz i7;o. zu Llermom in Frankreich denSatz, daß die algemeinen Concilia unnütze wären,welche Disputation von dem Parlamente zu parißals irrig verworfen wurde.
XIM.
Was ist von der Gewalt der Römischcatho-lischen Obrigkeit in Kirchensachen zumerken?
In Tentschland hatte 1726. jemand unter demNamen Sinceri, die all rbeft gegründete lurir-kliüittn kccles. katholischer Landesherren, rc. her-ausgegeben, welcher man verschiedene Schriften ent-gegen setzte, daß endlich eine merkwürdige Lollecrionv n der geistlichen Gerichtsbarkeit der Lachs-lischen Landesherren in Deutschland, über diein ihren Landen befindliche Evangelische Un-terthanen, zum Vorscheine kam. r) Im Jahre* 7 ) 4 - tam von Ihre Königl. Majcst. in polen die
es wurden auch den Dißidenren »n polen ihre altenPrivilegien befestiget, und noch einige neue hinzu,gethan, aber die PP. Arcelli und Salaroli ausdem Reiche verbannet, welche vor den Sranislaumgearbeitet hatten. 2) So gaben auch Ihre Durch!,der Herzog von Würremberg Dero Landschaft ei-nen Revers, zur Versicherung der Evangelischen Re-ligion, welches von dem Evangelischen Corpore zuRegenspnrg mit Danke angenommen wurde b)
In Frankreich stritten der König und das Par-lament um die Obrigkeitliche Gewalt in Kirchensa-chen, da der Kömg diesem solche gänzlich nehmenwolle, wie aus den Constitutionshändeln erhellet, sogar daß da im August 17z;. der Erzbischof wegendes nassen Wetters ein 40. stündiges Gebet verord-net und dazu vom Parlamente einen Befehl ausge-würket hatte, solches eben da es angehen solle, von«König» verboten wurde, weil dem Parlamente nichtzukomme die Hand in Kirchensachen und bey demGottesdienste zu gebrauchen, mithin alle Anwesendemit Bestürzung und unvernchteter Sache nach Hausegehen musten, davon in der Franzöischcn Kirchrnhj-storie vielleicht kein Exempel vorhanden ist. c)
In Spanien brachen die Aolbedienten zu Se-nsoren in das Dominicanerkloster, als man ihnensolches nicht in der Güte eröfncn walte , conkrebandtWaaren zu suchen, darüber die Dominicaner 2. Aol-bediente erschossen, hernach aber in dem Kloster selbstein Gefechte entstand und etliche Geistliche getödet,und die Contrebanden hinweggenommen wurden.Hierauf epcommunicirte der Bischof da« Aolbedien-ten, und legre auf die ganze DiöceS ein Interdikt,schrieb auch deswegen nach Hofe, dergleichen auchdas Zolcollegium that, doch der SlaatSrath billigtedie Aufführung der Aolbedienten, der Bischof be-kam einen scharfen Königl. Befehl, den Bann auf-zuheben, und die Dominicaner wurden auf ewigaus dem Königreiche verbannet, auf einem Schiffenach Marseille in ein Kloster ihres Ordens gebracht,ihr bisheriges Kloster aber mit allen Einkünften con-fisciret. Der Bischof und die Geistlichkeit in besag-ter Stadt schickten zwar Abgeordnete nach Ksm,bey dem Pabste darüber zu klagen, der König aberschickte einen Courier an den Cardinal Aguavivanach Kom, woselbst die Sache mit den übrigenStreitigkeiten des Pabsts mit Spanien , viel Be-
erneuerte EhursächsischeReligionSassecuration heraus, wegung verursachte, endlich auch mit denselbigen
labgethan wurde. >l) So ist überal zwischen demgeistlichen und weltlichen Regimente, wie aus dem
r) Europäische Fama, Z4?. Theil, p. 74 «.
,) Fortgesetzte Samlung >7r«r. x- 5Z9-r) Eben diese p- 47s.
u) ttiilorlco-LccletiLstic». I. c. p. 688- 6yi.
x) Europäische Fama, ,Z7. Theil, p. ?- Neue Europ.Fama, ;. Theil, ?- sv 4 . rs. Theil, p. 512 .
v) Fortgesetzte Samlung 1729 p. z;g.
r) fortgesetzte Saivlung >7-^9- k- Z44- t7-r.k- 944- !
Leben
,) kkillorico-kecle/i^i. l. c. z». IZZ. 588- Spi.
b) Eben diese p. 156.
c) Eben diese p. 69!,.ä) Ebe» diese x. 704.