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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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V. Cap. *on Ketzereyen und Trennungen.

Weil er nun in der ersten Schrift dieGnungthuungChristi anföchte, sonst von der Sündlichkeit desFleisches Christi ärgerliche Meinungen hatte, auchvon der heiligen Dceyfaltigkeit irrig lehrete, undunter andern die Worte lud. XX, rg. 6cc. recht So»cinianisch erklärete, so widersetzten sich ihm nicht nur

dieDerf.isserdrr ior ge, yc,» -^an,iu»v,sondern es . - , ^ ^ , . < . , ...

schrieb auch ^zo.Herr kl. Man» Hecror Orcz gesucht habe, ,st aus den oben abgehandelten Umons-

fals tönte beygebracht werden, so ist es schon ausden oben weitiäuftig vorgetragenen Zwistigkeiten be-tank, ausser daß die betanke Spaltung der drey imRömischen Reiche gewöhnlichen Religionen gebliebenist, und durch allerhand Streitschriften Unterhaltenworden. Wie man solche durch allerhand Bemü-hungen zu heben und eine Union herauszubringen

wider ihn , R.rcung der Evangelischen Hauptlehre von ocr wahren Gottheit Christi, widerdie Anan sehen Irehümer und Schriftver-kchrung Herrn Christian Fenos, Halle, dazuHerr O. Lange eine Vorrede machte, und HerrJohann Ulrich Sch ren.rel schrieb unter demNamen Chrtstophili Mohlgenmths, eine Ret-tung der Unsu..dhafttgkctt der menschllchenl^.ltur Christi, auch gab Herr v. Z.idich inU)ittenberg ein Programma wieder ihn heraus, zuerweisen , daß die Redensart und der Satz falschund unschriftmaßig sey : Lkrillu; 6c bumanae nscurae 2c pcccsn proprü eib psrcice^».

Wider diese und andere Gegner suckle er sich zwarmit den angezogenen Schriften zu vertheidigen,und grif sonderlich in der num. 6. angeführtenSchrift den Hochberühmten Herrn KircheurathLyprurn , wegen der von den sorfgcjctzkcnSam-lungen gerühmten Sitte nehre Christi, dariner die reine Lehre von der Beschaffenheit des Glau-bens an Christum , und der Rechtfertigung durchdenselben ohne Werke vertheidiget harte , auf eineheftige und unanständige Art an. Allein es wurdeihm dagegen gewiesen, wie ungegründet seine be-

zwistigkeiten zu ersehen, daher ich die desfals hiergebrauchten Fragen vorjetzo übergehe.

Xl.

Was sind vor Abfälle vom Evangelio undReligionsveränderungen zu merken?

Carl Frieorich y^n Eichr<r gehöret noch hie-her, welcher zwar schon in den vorigen Zeiten zumPabstthume getreten, und wegen seines Abfalles 24.Ursachen herausgegeben, die Herr K1. JohannChristoph E chrei-, beantwortet hat. m)

Die Marggräfl. Bayreutlsche Princeßin, Chri»stiana Sophia Weihet,,rina , trat zwar zur Ca-thsliseben Religion, kehrete aber am ztenApril 17z Z.zu Cul.nbach wieder um. n)

Au Coppeahagi li war Jens petersons Gc-dclocke, Eurator des Armenhauses , gar zu denJuden getreten, und ward deswegen, nach seinemTode, auf der Juden Gottesacker begraben , davon17z r. eine Schrift: Glaube, Leben und erstau-renoer Tod, Jens petcrjön Gedclöks, heraus-gekommen ist. 0)

Der Abt LNacarti, ein zu Paris beliebter Ca-tholischer Prediger, der aber in einer entsetzlichenSpiclsucht gesteckt, hat gar zu Constantinopel die

sondere Meinungen wären, und wie er in grosser Maho,,,etanische Religion angenommen, dergleichenVermessenst und Verblendung die Socimaner a„ch der bekante Graf von Bonneval, und zweyselbst weit übertreffe , mit Chiliastischen und Fana- imd«^ liederliche Franzosen Ramfap und Moriraytischen Jrthümern behaftet sey. Sonst kam von g^ban haben, p)

seinen Freunden als C S huzen , I. p. Carlcirj Sonst haben sich hie und da einige von der Ca-und andern , eine Schrift zu seiner Vertheidigung rholischen zur Rcformirten Religion, sonderlich in

... ^ Engelland, einige von der Mahumetanischen zur

Christlichen, einige von der Lutheris6)en zur Catho-lischen Religion gewendet , welches hier alles zu er-zehlen nicht nöthig ist. g)

heraus , genant: Z ug,liste von der heiligenDreifaltigkeit, Frankfurt 17z 1. die aber dieSache nicht besser machte. Wider Herr D-zen er-klarete er sich in denTüblngischenRcl.rtienen vongelehrten ! 7 stnigkerten selbst ausführlich zu ant-worten , doch weiß ich nicht, ob es geschehen sey,es schien , als ob das hohe Alter und andere Um-stände , ihm an dem rechten Gebrauche seines Ver-standes, hinderlich gefallen wären. I)

Von besondern oder TnenmlN'7 n

«st hier nichks vorgefallen, und wenn ja etwas des-

Das V. Capitel.

Von dem äusserlichen Zustande derKirche.

Nn 2 k.

h AuSerl. Theoloaisthe Bibliorbek, 4 y- Theil, r>. 12).Theil, y. 47; ,1 Theil p. ;">4. Zottgeseyce Eamlung-

i?;'. p. 48 . 9 <f> 277. >7;;. p. 7 ^ 2 . 17Z4. p. ,1:4.17;;.

p. ne. Nicdenachsische Nachrichleu 1/Z2. x>. 690. Ham-bnrgische Berichte ,7;;. x. ,;z.

m) Fortgeftyte Samlang 17;:. x. 589.

n) tzdci, diese 17;;. y. 1210.

of Eben diese 17;r. 967. A- Theologische Dibliothek61. The,!, p. 8;. '

yz I ilgorico illccicsislllcL I. c. p. 42-.g) Jvrrgesctztk Samlang 1727. x. 124:. I7;0. p. ;;4 ZZ). z;6