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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I. Fortsetzung von 17z r. bis 17,;.

hat doch solches nicht hindern können, daß an deren idieserwegen an die Rußlfche Kaysenn, und srlluge

Slat die Römischcakpolischen Geistlichen, unter anderm Vorwande, sich im Jahre i zz. bis an 2vo.der Protestirenden Kochen mit Gewalt bemächri

nahm sich auch ihrer an, weil auch d>« von derGriechischen Kirche bey diesen Verfolgungen leidenKnusten» allein «S ist nicht betank, ob deswegen ev

get- Da nun die Niederunganschen Stände, «einige Aenderung und Besserung gefolget sey. <<

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che dieser Brief am meisten beeinträchtiget, vornöthig erachtet haben, dieserhalb eine Deputationnach W»en abzuordnen, welche in Abwesenheit IhrerKayserl. Majestät, bey Dero Conseil die Wieder-«inräumung der abgenomnienen Kirchen suchen sollen,so haben sich selbige mit der betrübten Antwort müs-sen abspeisen lassen, daß ihr Suchen den UngarischenReichsconstitutionen entgegen laufe, t)

Au den ReligionSangclegenheiken in den Kayser-lichen Ccblandcn gehöret auch, daß einige unruhigeKöpfe, welchen das wüste Wesen, so aus der Päbst.lichen Bulln l.lkiig'.'nmrs in Frankreich entstanden,treflich Wohlgefallen, hin und wieder Anstalt ge-macht haben, ein Nachspiel der Welt vorzustellen,und so wohl in Klöstern als bey Layen, auf die An-nehmung derselbigen dringen wollen. Allein Kayserl.Majest. so einen solchen, der Vernunft zuwider lau-fenden, Gewissenszwang höchsterleuchtet verabscheuen,haben allen Gouverneurs und Befehlshabern inDero Landen ernstlich anbefohlen, ein wachsamesAuge auf dergleichen Practicken zu haben, und mitder Landesverweisung, wider diese Art von Secti-rcrn zu verfahren, u)

Von der Verfolgung in Ungarn hat im übrigenEmamtel Bolzen, ein bedrängter Lutheraner, wel-cher zu lB.rlicudo-f m >t)derutig.ri',r aus dem Ge-fängnisse entronnen war, in seiner Widerlegung dervon dem P. sN-ikhart zu NXen, zum Nachtheilder Evangelischen, gehaltenen Controvcrspredigt,in eurer Schrift, genant: der aus seinem Gesirag-ttiste glücklich entwischte procekkante, rc. Cop-penhagen 1734. unterschiedenes ausführlich erzeh-

lct. x)

wurde zwar schon «714. zu rBten wegen derhäufigen Klagen der Ungarischen Protestanten, »mAugust eine Commißion niedergesetzet, die aus fol-genden Personen bestand i.) dem Cardinal vonAoUoniksch Erzblschofe zu N)»cn, 2.) dem Car-dinal von Slnzcnoorf, Bischof zu Brcpiau,z.) dem Obristhofcanzler Grafen von Smzendorf,und 4.) dem Kayserlicben Beichtvater s). Tönne-inaun, wobey der Päbstl. Nuncius paßionei zu-gleich mit zu Rathe solre gezogen werden, allein e<ist leicht zu erachten, daß die Evangelischen daherschlechten Trost werden gehabt haben, a)

Bey allen Religionsbedruckungen und Verfol-gungen, ist überhaupt dieses in dieser Zeit das aller-merkwürdigste, daß aller Orten die bedrängten E-vangelischeu zu emigriren angefangen haben, wiesonderlich bey den ^atzburgcrn, sich auf eine aus-nehmende Art, dergleichen noch nie erhöret worden,igewiesrn hat, davon wir unten ausführlich handelnwollen. Dergleichen Emigration ereignete sich auchin den Kayscrlichen Erblanden, daher Ihre Kayserl.Majestät vielen zu emigriren verstatteten, aber ihnennach 'Aiebeublirglir, dahin sie zwar anfänglich nichtgern gehen welken, und zum Theile mik Gewalt hin-geführet wurden, zu ziehen erlaubten. Von der-gleichen Emigranten aus uXfbcl'rcici) ob deuEms,gewesene Salz-Kammer»GutS-Arbeitern, kamen imSeptember 17)4. über z;o. bey Hermminfku-tin Siebenbürgen an, von welchen die ihnen mitge-gebenen Catholischen Comnussarii öffentlich ruhnvten, daß sie nie andächtigere und tugendhaftere Chri-sten gesehen hätten, als diese, maßen selbige die sie-ben Rcisewochen durch, von ihnen kein böses Wort,

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Au Wicn fiel inzwischen l7Zf. für eimge Gemei-sim Gegentheil aber nur singen und beten gehöret

den in welche der Religion halber,

insonderheit aber zu ^rjcmark, wegen eines be-rühmten Gymnasii angefochten worden, die hoheResolution dahin aus, daß alles in dem Standegelassen werden soltc, darin es sich jetzo befindet. 7)Und da vor wenig Jahren, Ihre Kayserl. Majestätim Königreiche Ungarn, wegen der daselbst be-drängten Protestanten, eine hohe Verordnung be

hätten, b) Sie schrieben an Ihre Kayserl. Ma-jestät e,n allcrunterthanigstes Dkemorial, darin siesich theils entschuldigten, daß sie nicht gleich an-fange als gcborne Teutsche, bewilligen wollen, inein fremdes Land zu ziehen, dessen Einwohner undSprache ihnen unbekant wäre, da man ihnen chreBücher genommen, theils auch beoankten vor dieKaiserliche ihnen dabey erwiesene Gnade, und ba,

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kaut machen laße"- 5 '^ """ eine Nachricht,!ten sie bey ihrem Glaube» zu schützen, densiesolaa,

wie wenig man sich Cachol>scher Scirs daran gekeh-jgc verhcler hätten, aber endlich frey bekennen müssen.

rft habe, daß also der Austand der Evangelischen da-selbst »Mine'' schlechter wurde. S>c wendeten sich!

r) Eden diese l. c. a. u) lUä p. ;6S.

») Zortgrschkc Saralung «7;;. p. 8,^.

liiüoiicv-L^cu-iiasite^ !. c. p, 4,r.

r) chben dit'e >. c. p. 7S0. 7^7.

d c:wa!r>n''cher ArchirariuS I 7 Z 4 - x.6;4Uitt».>:c-. - i.c >- ». 40g.

d) Hüir.burgrsbe Serrchte -7-4 p. 72s.