I. C«p. von den Reformirten Lehrern.
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rmn, ^ornngern und Lavarerum hörte. Ueberdieses besuchte er auch die Schulen zu Bern, Lau-sanne und Genf, lernete das Französische vollkom-men, und machte sich mit vornehmen und gelehrtenLeuten betank. Als er in sein Vaterland zurück kam,predigte er zwar verschiedene mal, es kam ihn aberso sauer an, daß er sich lieber der Academie als demPredigcramte widmen wolle. Er war auch in die-sem Vorsatz so glücklich, daß er 1684. zum öffent-lichen Lehrer der Logic, und bald hernach zum Pro-fessor der griechischen Sprache bestellet wurde. Alsihn hierauf eine Lust zu reisen ankam, so trat er >686in Gesellschaft des berühmten Güberr Burnets,damaligen Bischofs zu Salisbury in Engeland, dieReise würklich an, ging durch die Niederlande, unddurchrciseke den grösten Theil Deutschlandes. Nachseiner Zurückkunft wurde er 1687. Professor der Be-redsamkeit, und nach Zwingen Tode 1696. Pro-fessor Theologiä. Anno 1701. ging er nach Frank-reich, machte sich in Paris bekant. besuchte unterwegens die Gelehrten zu Lausanne, Genev und Lion,und trat darauf nach seiner Rückkunft seine gewöhn-liche Verrichtungen wieder an. In seinen Vorle-sungen laß er fleißig über die Heil. Schrift, undprägte seinen Zuhörern insonderheit ein, daß sie mitder Erkenntnis der Wahrheit auch die Gottseligkeitverknüpften müsten. In den theologischen Strei-tigkeiten war er sehr moderat; wider die Atheistenaber, Deisten und Freygeister disputirte er fleißig,und nahm aus den Streitigkeiten mit den Papistennur die wichtigsten heraus. In seinen letzten Jah-ren machte er sich mit den theologischen Streitigkei-ten noch weniger zu thun. War er durch sein ganzesLeben ein grosser Freund vom Kirchenfrieden unterden Protestanten gewesen, wie seine Schriften zei-gen, so war er zuletzt dergleichen Streitigkeiten nochmehr felnd, und suchte seine Zuhörer und Leser mehrzu einen glückseligen und christlichen Leben, als zueiner weikläuftigen Gelehrsamkeit anzuführen. Un-terdessen hat man es ihm vornehmlich zu danken,daß man in dasigcn Gegenden die Theologie in einerfreyen und ungezwungenen Lehrart, ohne scholasti-sehe Grillen und subrile DistinctioneS, vorzutragenangefangen hat. Weil er mir einer gründlichen Ge-lehrsamkeit eine ungcmeine Liebe zur Frömmigkeitund eine grosse Erfahrung verband, so hatte er durchden ganzen UmkreyS der rcformirten Kirchen inEngeland, Deutschland, Frankreich und den Nie-derlanden Freunde und Verehrer, so mit ihm inBriefwechsel stunden. Die letzte Zeit seines Lebenswandte er blos auf die Kunst wohl zu sterben an, undhielt mit dem berühmten Herrn Oste wal^ undpercr Roques öftere Unterredungen deswegen,
bis seine Auflösung in einem sehr hohen Alter er-folgte. l) Er war sonst ein Mitglied der Engli-schen Societät von Fortpflanzung des Glaubens,und der Königl. Preußischen Societät der Wissen-schaften. Wir merken von seinen Schriften an:
1. Opulculs pllilnlopllicr, kbeologicr Lc pbilologics, 6e-nsvse >7;y. Tom. l. K 1 l. Man hat in dieser Samm-jung 60. Dissertation«- und andere kleine Schriften'zusammen gebracht.
2. 8ermon, lur Siverll-r verieer äe 1- Religion cllrerien-
ne, ,71;. Amsterdam. Diese sind nach derzeit insDeutsche übersetzet worden.
z. tionllllenuionL generaler kur 1» Reurüon äer krorell-iN«rer »70z».
Andere Abtheilung. '
Von den andern .Christlichen Scri-beiite».
i.
Welche sind die andern Christlichen Scri-deuten?
Man merket:
k. Die Röinischcatholifchen Scribenten.ll. Die Evangelifchlurherischen Scri. euren,IN. Die Refoinirren Scribenten.
II.
Welches sind die noch merkwürdigen Rö-mifchcatholischen Scribenten?
I^cOLV8 I 08 Li>»V 8 VV6VL?
Ein französischer Abt, gebohren »647. starb den »5 Och.»7-3-
Er war den 9 Decembr. >694. zu Montbeijongebohren, wo sein Vater Königlicher Advocate war.Anno 1667. trat er in die Gesellschaft der ?.?. Ora-corii zu Paris, studirte eine Zeitlang zu Saumur,und lehrte die Philosophie zu Troyes drey Jahr.Hierauf kam er 1674. wieder nach Paris, wurdeDiaconus und Priester, und lehrte die Theologiemit sonderbahrem Veyfal. Er war ein grosserFreund des ?. ELuefnels m), und dieses war dieUrsach, warum er von 1685. an, keine bleibendeStätte hatte, sondern sich bald zu Brüssel bey Ar-naldo, bald wieder in Frankreich, bald wieder an-derwärts aufzuhalten genöthiget sahedochstarb er zu Paris in einem sehr hohen Alter. 0)Von seinen Schriften merken wir an:r. I.errre! äe viere er äe worrle. 4 Voll.
r.Reku-
l) ^Äs billoistco ecclellsllicL'kom. Vl I. p Z§8> AircheN-historie tl. Theil ^81». Xvlii.
m) Kirchenhistorie il-Thctz p. 991.
n) Fortsetzung des allgemeinen histor. kexici, Art. l>—xuer. u> Nachr. >759. ?. 7V8 .