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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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n. Fortsetzung von I7z6.b,'s 1740.

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nöthigte Beantwortung, unter Censur berHochw.Thcol. Facultät, nebst einem historischen Berichtvon denen in den Dargunischen Streitigkeitenbisher gewechselten G«?riften, ans Licht gestelletvon M.Joh.Henr. Burgmann, ->) Rosteck 1740.2 Alph. i Bog- 8- Das merkwürdigste, so darin-nen gemeldet wurde, war, daß die Theol. Faculrärzu Aönigsberg in einem Schreiben an die Durch!.Prinzeßin ju Dargun ihren Predigern in dieser'Sache Beyfall gegeben haben, welches SchreibenM. Burgmann hier beydrucken lassen. b) Sonsthat man ausser dem, was in oben angeführterSchrift: VVrlelüu; illustraluz genannt, noch gemeldetworden, und eigentlich in den künftigen Zeitkauf ge-höret, bisher nichts merkwürdiges von dem fernernVerlauf dieser Sache angemerket, die wir gern derVergessenheit übergeben wollen. Von der hitzigenSchreibart des Herrn Ehrenpforrs gedenket HerrNeostr noch, daß sie weder von ihm, noch von sei-nen damaligen Herren Eollegcn in der Facultät zuFrankfurt sey gcbilliget worden, c)

Das ist es, was man etwa zur Fortsetzung der Ge-schichte des PictiSmi hat anführen können. Hättedie Unruhe zu Dargun denStreit nicht erneuret, mitwelcher selbst diejenigen, welche man vor Freunde des-selben hält, nicht alle zufrieden sind, so würde manmit Vergnügen angemerket haben, wie um einen gros-sen Theil diese betrübte Streitigkeiten verringertworden. Und wir haben das Vertrauen zu demErzhirten unsers Evangelischen Häufleins, daß,nachdem man nicht nur Schwärmer und Separati-sten, sondern auch die Herrnhuthischen Anstaltenmehr und mehr davon, wie es billig ist, unterscheidet,und diejenigen, die man sonst einer allzugroffen Ge«lindigkeit gegen dieselben, oder wohl gar Freundschaftbeschuldigte, sich hier und da selbst den kühnen undunbedachtsamen Unternehmungen solcher Leute kräf-tig zu widersetzen anfangen, auch vielleicht dieseWunde der Kirche, ehe denn wir es glauben, gehci-let werde. Unterdessen haben wir vermuthlich das-jenige hier zusammen getragen, was Leser, so an dieseKirchenhistorie gewöhnet, an diesem Orte zuerst suchenwerden.

V.

Über was vor Puucte ist bey den pietisii-schen Bewegungen insonderheit gestrit-ten worden?

Die Heftigkeit der ersten Streiter hat bey diesenZwistigkeiten dergestalt nachgelassen, daß, wenn dieDargunischen nicht darzu gekommen wären, und man-

s) Unschuldige Nachrichten »740. p. 815.

d) tutlor. ecciell 'I*. IV. p. 669.

c) Mosrr? Lrxicyst der EKttrsgelehrtrn l>. 456 .

chen streitigen Punct erneuret hatten, man wenigedergleichen Puncte mehr anführen könte, worüberzu unsern Zeiten gestritten wäre. Der Herr AbtMoshcim ä) urtheilcte vor kurzem gar, daß alles,was von diesen streitigen Puncten noch übrig sey, aufdie Frage von dcrvOlssenschafr und Erleuchtungdes Uiiwiedergebohriien hinaus lauffe. Dochdamit dürften andere nicht zufrieden seyn. Ist'gleich nicht über alle sonst in dieser Kirchenhistoriegemeldete Puncte der Streit gleich fortgesetzet wor-den, so hat man doch bey einigen derselben gleichsamvon neuen angefangen: bey andern hat man nurangemerket, wer noch der gegenseitigen Meynungzugethan sey; und bey noch andern können wir demLeser mit Freuden ankündigen, daß sich der EtreitzuEnde geneiqet habe. Wir wollen daher die sonst gc«wohnlichen Puncte auch vor dicsesmal behalten. Auf-merksame Leser werden ohne unsere Erinnerung ausdem heutigen Zustande der Theologischen Gelahrheitanmerken, daß man in der Zueignung dieser streiti-gen Lehrpuncte behutsamer als iemals gehen müsse.Nicht alle, so man vor Freunde des Pietismi hält,sind allen denen in solchen Puncten, der orthodoxenLehre entgegen stehenden Meynungen beygethan.Mancher erwäget eins oder das andere von densel-ben nur an andern; oder hält cS für Worrstreite;oder erkläret sich besser, oder widerspricht demselbengar. Manchen Satz bemühet» man sich so zu erklä-ren, daß der reinen Lehre so wenig, als der Gettsee-ligkeit dadurch Eintrag geschehe, und überlast das gro-be davon den Sonderlingen und Schwärmern.Mancher Sache, so durch eine unbequeme Redens-art anstößig geworden, hat man gerathen, und dieMeynung erträglicher, als bey dem Anfange undin der ersten Hitze des Streits vorgestellet. Unddadurch ist es geschehen, daß beyde Partheyen ein-ander in manchen Stücken etwas näher gekommen.Ja man wird in den Schriften der Goccesgelehrtenzuweilen gewahr, daß solche, die es höchst empflnd«lich aufnehmen würden, wo man sie nicht zu den Or-thodoxen zehlen wölke, etwa eine bey diesen Strei-tigkeiten sonst verworfene Meynung annehmen, ent-weder besser erklären oder sonst auf eine Art behaup-ten, den übrigen hiehcr gehörigen Meynungen aberallen wider sprechen, deß man also den Schluß nichtmachen dürfe, wo man eine dergleichen Meynungflnde, daß man sogleich die übrigen alle da suchenmüsse; es sey denn, daß man noch mehr Gründe alsozu schliefen bey der Hand habe. Findet sich also im-mer noch iemand, der diesem oder jenem hier berit-tenen Satze bcytritt, oder ausbessert, so werden wirnoch immer eine kleine Nachlese bey den sämmtlchen

Puncten

ä) dlorkenül laüiluüvne, Uiü. Oulü. recenr. 76».