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ll. Fortsetzung von 17^6. bis 1740.
stock: Dre plettjr»rey in, Frsu bemcecke, 1756in 8- darinne man vornemUä) auf den Zustand zuKönigsberg zielte, und allerley harte Dinge vor«brachte, l) Nicht besser machte es jemand, den wirzu nennen Bedenken trügen , wo er sich nicht selbergemeldet hätte. Hckr Johann Simon L>uchkahatte m einem sonst wohl gesetzten Gedichte auf eineMagisterpromotion 17^1. die Pietistercy recht leb»haft abbilden wollen, und dadurch sich selber einsolches Brandmal in sein Gewissen gemacht, daßer nach.seiger erfolgten herzlichen Bekehrung einenöffentlichen Wiederruf that. Er ließ beydes unterder Aufschrift zusammen drucken: Evavg UjctxBustthränen über die Sünden seiner Jugend,und besonders über eine Sctnifc; die manMuffel der neue Heilige betitelt, nur pocrileh.rFeder entwsrff n von dem Verfasser des so genannten Muffels; oder b.sser M. (Dussle,Bavceuck, 17z 7- 8« welche Schrift sich nicht ohnesonderbare Bewegung lesen last. m)
Vlk.
Was sind wegen der Collegiorttm Pl'etatl'svor Streitigkeiten geführt worden ?
Eben dergleichen geschahe zu Hannover, wo nichtnur der seelige D.Mcn-er sein Wort der Bemal'-nnng wieder die Privatzusammenkünfte 174o.audas Licht sicllete, p) sondern auch ein anderer her»ausgab : Jurlsilsi^e Rrfl. xloms i bcr die Lon,vcncicula der ptcttffen und Neulinge zu Papiergesezt von bk. b. II. l. V.< 7 . 1742. Waren diePie.listen in dieser Schrift als höchst gottlose und gc«fährliche Leute abgemahlet, so waren di, Eonvenli-cula noch gehäßigcr vorgestellet, g) Eben dahin ge«gehöret die kleine Schrift, so Herr Lonrav Hcrn.riet) Völksen, >loc. publ. L-rl. schon 1746. herausgab, und >741. wieder austegen ließ. Erläutern»de Gedanken über den s? cclsmum. r)
Hingegen wurden in Dänneinark zu Anfang des1741. Jahres den Predigern dergleichen Versamm-lungen zu halten erlaubt, und d>e Einrichtung der»selben genauer bestimmt 5). Das vornehmste, sodabey solle beobachtet werden, bestund darinne, dieordentlichen Lehrer köntcn in ihren eigenen oder an»drrn dar;» bequemen Häusern zu weiterer ErbauungVersammlungen halten, woselbst die heilige Schi istgelesen und erkläret, Nutzanwendungen daraus-ge-zogen, an das Herz gelcget, oder sonst nach vor-DaS meiste , so hieher gehört, ist entweder vor/A^ugigeu Beten und Singen eine gctriclige Unter»hin bey der Geschichte des Pietismi überhaupt va "düng von geistlichen Dingen angcsteticl würde,gewesen , oder wird hernach unten bey den Herren- 2) Der Prediger muffe allzeit, oder im Nothfallbritischen Anstalten vorkommen. Denn daß der ei" frommer und geübter Studiosus, vor dessenHerr Graf Zmzendorf die Privacversaminlungei, Unternehmen doch der Prediger abemal sieben muffe,
vor schlechterdings nothwendig angesehen, aber vonHerr Mosirn selber disfals widerleget worden,hat man schon in der vorhergehenden Zeit crzehlrt.Der Streit der hieher eigentlich gehöret, ist vor-
nemlich , ob die Privatzusammenkünfte um Gottes», fleißig vorhalten und dahin sehen, daß ße durch
dienstlicher Uebung willen so sehr nothwendig und
dabey seyn. z) Die Zusammenkünfte selten nichtlänger dauren, als höchstens bis Abends 8. Uhr-.4) Der Prediger soll daben denen sich vcrsammlcn»den die Nothwendigkeit des öffentlichen Gstteedien»
jenes nicht von diesem abgezogen würden, z) Prc»
Frage beantwortet. Zu den Verboten sind meisten,theils besondere Gelegenheiten gewesen, n)
Äls man in der (Dbeclaufuz an einem Orte sichdie Privakversammlungen von den Gerichten dasi»gen OrtS nicht wolle verwehren lassen , so ertheiltedas schon oben angeführte Leipziger Respsntümdie Antwort, daß man gar wohl Strafen und ge»walksame Mittel gegen die Uebertreter gebrauchenkönne, 0) und bey Gelegenheit der Anstalten zuHerrenhut, wurden 17Z7. alle Privat Zusammen-künfte, wie schon oben gedacht, überhaupt verboten.
nützlich sind oder nicht ? Nachdem man sich die d'gcr sollen aus diesen Eollegiis kein Hauptwerk ma-> Sache vorgestellet hat, nachdem hat man auch die chen, n.cbtS nothwend.gcrs in ihrem A-me darüber
versäumen, vicltveniger jemand darzu nöthigen, daßer sich dabey einfinde, oder gar darrnne öffentlichseinen geistlichen Zustand entdecke. 6)Sie sollenauchd»e Zuhörer unterrichten, daß sie die Art des Pri»vat' Gottesdienstes nicht nothwendig, vielwcnigermit Versaumniß ihres ordentliche« Berufs, Nah»rung oder Dienstes, oder ohne Einwilligung ihrerretff. Männer, Eltern, Herren oder Frauen ab,»»warten sey. 7) Auch die Tatecheten haben Erlaub-niß dergleichen Versammlungen zu halten, sie müs-sen aber nicht alzu zahlreich seyn, und dem Predi-ger
l) Unstk». Nachrichten »740. p. rrg.
m) Verbesserte Sammlungen auserlesener Materien;um Bau deS Reiches GoltcS.k. IN. p. Z49. leg. Walchl- c. x. , >;.
n) kiiLor. kccles. III. p. Z80.
0) Frühaufgclesenc Früchte 17Z7. p. 196.
l>) Eben dieselbe>74» p. «',8-g) tlill. llecles. 4 'om. V. p. 71z.r) Nachrichten von den neuesten theoi. Tüchernp- L17.
;) ll.lk. I^eclek. I'om V. p. 674.