7. Cap. IV. Abth. von den Awistigkeiten.
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gor Zeit 11,id Ort angezeiget werden, daß er seiner viele etwa einbilden x). Und was der Herr Air-
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'Aussicht gemäß, dieselbe auch dann und wann besuchen kan. 8) Es können sich auch andere Erbau-ung suchende Personen zu dem Ende zusammen thunsich untereinander zu erbauen: aber es dürffen nurihrer ganz wenig seyn, so in aller Stille auf eine kurzeZeit zusammen kommen: doch Mannespersonen undWeibespersonen besonders: und die letzten niemalsohne Direktion eines Predigers oder eines andern,den er dazu bestellet. Keine aber sollen überhauptangestellet werden, ohne dieselben genau dem Prcdi,ger anzumelden, daß er sich zuweilen zur Aufsichtdabey einsmdcn könne. 9) Haußväter können alle-zeit GotteSfurchtsübungen in ihrem Hause anstellen;
cheura h stypriau im der Gorhaifcheu Haußkir-che, so 17 9. an das Licht trat, eigentlich widerdie Hcrrenhutische Brüderschaft 'von den eigen-mächtig : eformren Haußverfammlungen schrieb,gehöret gewisser maßeu auch hieher 7). Ausser demkämt die Sache fast in allen den Schriften mit vor,welche den PietiSmum überhaupt angehen.
VIII.
Was sind wegen der Wissenschaft und Theo-logie der Gottlosen vor Streitigkeitenentstanden?
Wir kommen auf die Frage, welche von dem An-
jedoch sind keine Fremde ausserhalb des Hauses,, fang dieser Streitigkeiten bis hieher das Schibbo-es sey denn von ohngefähr, zuzulassen: und dieser lech gewesen, bey welchen man aus der Sprachedürfen in dem Fall nicht mehr als zwey oder hoch- den Jünger hat erkennen wollen. Daß man einem
stenS drey zugegen seyn. ich Niemand, dem esnicht zukommt, sowol von Manns-als WeibSper
Unwiedergebornen die Erleuchtung und eine wahreErkenrniß göttlicher Dinge absprechen müsse, dar-
sonen sol in der Versamlungpredigen oder die Schrift inne sind wohl alle Vertheidiger des so genanntenerklären. 1 r) Man sol keine fremde, unapproblr- Pietismi einig : doch pfleget sich immer einer etwas
bequemer oder milder dabey auszudrucken als derandere. Die heftigen Redensarten derer, so sichbrauchen. 12) Niemand sol im Lande hin und her gar absondern, gehören nicht hieher.
te, auf fanatische, socinianischc und andere grobeIrrthümer abzielende Bücher und Schriften dabey
ziehen um Versammlungen zu halten, oder densel-ben beyzuwohnen, sondern ein jeder sol seinen Be-ruf zu Hause in der Stille abwarten, die aber, sokeinen Beruf zu lehren haben, sich dergleichen anallen Orren enthalten u. s. w.
Es gehöret auch hieher, daß in der bekantenMagdcburgischen sonst erbaulichen Monatsschrift;Tbeologia kaüorsljz praötica genannt, so mit demJahre 17Z7 seinen Anfang genommen, und bishieher fortgesetzet worden, gleich vom Anfange andie Privatversammlungen nicht nur angepriesen,sondern auch das sammlen der Lcclcllvlarum in Lcclclia, als dasjenige LRirrcl, wodurch der Kirchekönne geholfen werden, vertheidiget und behauptetworden i); welches auch in einer andern stückweiseherausgekommenen Schrift: Erbauliche lAach-rlchren von göttlicher Führung der Seelen,davon das erste 17Z9. an das Licht trat u), mit vie-lem Eifer wider die, so die Privatversammlungeiverwerfen, geschahe. Herr D. Baumgarrcn inHalle aber stcllete sein Bedenken aus,, in welchemer zwar dieselben nicht schlechterdings anrathen oderverwerfen wolte, aber doch so viel wichtige Erinne-rungen und Einschränkungen dabey machte, daßman sehen konte, es sey mehr Behutsamkeit beyAnrichtung oder Abstellung derselben nöthig, als sich
r) Unsch. Nachrichten 17;? p. >'-4.u) Frühaufgelesinr Früchte 1742.. p.Hi. Theil.
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Au Aerbst hätte die Sache bald zu einer grossenBewegung ausschlagen können. Der Rector derStiftsschule zu St. Bartholomäi daselbst M.Deuzer lies 17zs. ein Programma drucken, darinneeinige Stellen vorkamen, daraus man schließen wol-te, er sey in der Lehre von der Theologie der Un-wiedergeborneu und der Rechtfertigung nichtrichtig r). Das Programma wurde ordentlich con-sisciret und dem Rectori und Buchdrucker alle nochvorhandene Eremplaricn heraus zu geben anbefoh-len, und dabey die weitere Distraction derselben bey50. Thaler Strafe verboten. Herr M. Denzererbot sich mit dem Herrn Archidiacono Töpfer überdie Sache zu conferiren, und wo er überzeugt wer-de, etwas unrechtes geschrieben zu haben, solchesselber wieder zurück zu nehmen. Allein er erklaretesich allemal dahin, daß er alle wahre Erkcnrntßm VXrjcande ohne Besserung und Heiligungocs willens schlechthin leugnen und den bln-wiedergebornen nichts, als nociciam ümpliccm einge-stehen wolte Man verlangte deshalben auf einenoder andern dabey vorkommenden Punct eine nähe-re Erklärung von ihm: Er weigerte sich aber solche
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x) Baumgartens Theologische Bedenken: Erster Theilin der Vorrede und p. > 74 . Nachrichten von. den neuestenTheol. Büchern 1?. l. ? 44».
7 ) rliik. Lcclet'. 7^. V. p. 286.r) Eben dieselbe V. IV. Iir. 1'. V. x. 4?s.
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