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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Cap. IV. Abtheil. von den Zwistigkeiten.

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Werke verworfen hätten: so beschwerte man sich ss,den Unschuldigen Nachrichten darüber, und thatverschiedene Erinnerungen 7) gegen dessen vielfälti-ges raisonniren.

XV k.

Was ist wegen der Mitteldinge noch ge-stritten worden? 1

Vey dieser Frage findet sich mehr als eine Sache

.. L... _-l. -- . —

-vv.

Was ist von der Nothwendigkeit der gutenWerke zur Stetigkeit etwa noch vor,gekommen?

Daß die Irrgeister sich noch mit allerhand Wiederspruch und irrigen Meynungen hier tragen, be-stätigen ihre Schriften, wie denn in den bekannten

ausdrücklich behauptet

wurde:

das Gesten und ore gut

Allein unter den Gottesgelehrten haben sich wenige!jetzo nicht zu gedenken, IN welchen bey Gelegenheitmehr dieser unbequemen und in den Glaubenöbüchernldaö Tanzen, Spielen und andere dergleichen Din-

' derN 1 -M>, M>M schl-cht-rdings.urch.an^m-rk«». Mm> ha, »ftlich mch üb-r da-r-in.

^ Ed-ny-i;-» g-lr-i«-». D-r°,->-n m°-°I,sch.» Buch-- °°r>

verworfenen Redensart wegen in Streit eingelassenDoch ist zuweilen, wenn man von der Gegenwartder guten Werke in der Rechtfertigung disputiret,dieser Punct mit berühret worden. In dem heftiggen Schreiben aus Däirnem.irk, das wir oben bey

ge entweder verworfen, oder nur in seinem Miß-brauche verdammet und sonst gebilliget worden, sshielt Herr Zopf zu Essen 17z;. eine Disputationcle pseuciaciiapboris saltarorich, darinne er dem HerrnD. Laugen zu Dortmund wiedcrsprach, der

der Historie des Pietismi angeführet haben, gab'17)2. in einer kleinen Schrift auf den Sontagman unter andern auch einem Prediger Schuld,daß,Iubilake das Tanzen vertheidiget hatte. Das

er öffentlich gclchret habe, der Mensch werde auchdurch die Werke mit gerechtfertiget r).

Es scheinet übrigens, daß die Frage, so auchhieher gehöret, wieder wölke rege werden: Mbma.r zwischen dem, was eine,! Chrtsseu «nacht,und zwischen dem , was erneu Christen bewei-set, nicht cine.rUnterscheid machen müsse? undöb die guten kVerke Stücke öden Theile des

Jahr hernach sahe man noch eine andere SchriftSchlüssel, zur Erkentnis und Tderabscheuungdes heidnischen Tanz - und Lustwesens in derChristenheit, aus überzeugenden Gründen der Heil.Schrift rc. mit Vorhergehung einer kurzen Historiedes eingerissenen Tanz-und Lustwesens in der christ-lichen Kirche im Druck gegeben von Martin Heir-sel. Erster und andererTheil Zülllchau 1757.17a 8-

.... in «c Bogen. Der Verfasser war Prediger zu

wahre,r Christenrlmm HerrnNcu-^Zalkenstem bey Landsberg in der Neuen Mark,

Sachen sind m emerSchr-ft des 3 H nomineiund mahlte darinnen Tanzen, Schwelgen, Saufen,inerstcrs unter dem g-ttul «ne Spielen und Wohlleben als eine abscheuliche und den

Oariüiani, duiuügue origme ec nocione, f . unanständige Sache ab r). Eben so eiferte

Herr Bohnstävr in seiner sck)riftnrasilgen underbaulichen Erörterung rvichtiger Gcwrssens-frageir, 1736. in einer^esondern Erörterung dar-widcr, und bewies insonderheit, daß Lehrer undPrediger keine Freyheit haben den heutigen weltüb-lichen Tanz mit zu machen 2). Und eben dieses hatman in den Rambachischen b) Schriften, so nachdessen Tod herauskommen, und andern mehr gele-sen. In der Reichsstadt Essen merkte man dieVeranstaltung an, daß ein jedes Kind, wenn essein Glaubensbekentniß ableget, ehe es zum Heili,gen Abendmahl gelassen wird, öffentlich dem Tan-zen entsagen muß c).

Doch hat es auch nicht an solchen gefehlt, diees zu den Mitteldingen gerechnet und jenen bey Ge-legenheit widersprochen haben. Dieser ihre Grün-Ggg 2___ de

Disputation zu Rostock «739. vertheidiget wordeninsonderheit wider die beyden verstorbene Gelehrtenseltner» und Bertram, vorgetragen und untersuchet worden.' und wofern der -ringe Herr Neumci-frcr, wie versprochen worden, den andern Theil dazn herausgegeben hätte, so dürfte eine kleine Gele-genheit dazu gekommen seyn, daß der Streit vonneue» da wäre u). Als Herr Salig den drittenTheil seiner vollst'ndigeu -Historie der Augstpur-ttt/chcil Loilfeßisu herausgab, und bey Erzeh-lung der alten Streicigketten x) D. Majors undAmsdsrfs verschiedene Anmerkungen gemacht hatte,nach welchem er sich nicht nur über die Aufführungder GottcSgelchrtcn selbiger Zeit ziemlich aufhielt,sondern auch hinzusetzte: die damaligen Gotteöge-lehrten hatten besser gethan, wenn sie einen thäti-gen Glauben und rechtschaffenes Christenthum ein-gejchärfet, als daß sie die Nothwendigkeit guter

r) Frühaw'geleseuc Früchte >7?6- p- rv;.r) Eben dieselbe 17z;. p. 15°.u) Eben dieselbe 17Z9. p riy.x) WalchS Einlninnz l c. L. tV. p. 214.

y- Unsch. Nachrichten i?z6. p. ;;6.r) Ftühaufgclescne Früchte l?;6. p. 2:4.ssDohnstadls Erörter- wichkizerGewissenöfragcn p. 2;;.

b) Unsch- Nachrichten «759. x>. 74z.

c) KÄa IlNl. Laclos. 1 . IV. P. 950.