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II. Fortsetzung von »7Z6. bis 1740.
tlg, nicht so verstehen,daß sieGOtt,in so fern er ein'slben gesthenktt kindliche Art, solle im Gegen»rechtfertigender GOtt sey, gegenwärtig waren, und theil hrrworkomiuen, gestärkct und gcnchrctmithin einen Einfluß in die Rechtfertigung hat- werden. Die Herren Theolog» in Leimig merkten
ten. i) Weil er aber sehr anzüglich von M. Lugcrngeschrieben k) und geurtheilct hatte, dieser habesich durch seine Philosophie der Fähigkeit zur richti-gen Einsicht in die göttlichen Wahrheiten beraubet,und aus müßigen Speculationen, ohne Busse undGlauben, ohne E'sahrung und Er!er»chtui»gdes H. Geistes von Busse, Rechtfertigung und guten Werken dispukiret, so trat folgendes anS Licht:Sendslhcrlbcn nn G . Motstchrw. Hru.H. C.Ehrenpfock zur Vertheidigung seines Briefesvon der Verwand schuft der guter» Werke mitder Rechtfertigung aufgesetzt von M. ThomasChristoph Lugee, 1740. in 4. I) Der Verfasserwiderlegte damit nochmals die Meynung von derGegenwart guter Werke überhaupt, und wolle in»sonderheit aus den Satze: LkaraÄee pra-leinir clloperativ , augenscheinlich darthun, daß wenn man,mit seinem Gegner rede, nothwendig ein Einflußder Werke in die Rechtfertigung in der Sprache ver-borgen sey. Sonst brachte man auch noch cinAeugnißaus des seeligen Rambachs Schriften bey, darinneer die Gegenwart der guten Werke in der Recht-fertigung ausdrücklich zu verwersscn schien m).
XIII.
Was ist über der Redensart: Ich binChristus, oder von Christo m uns ge-stritten worden?
Daß die Schwärmer und groben Mystici beydiesen Redensarten so viel Weisheit suchen als sieviel irriges einnisten, ist eine bekante Sache, undman fand vor nicht langer Zeit in den sreynrüthugen und christlichen Dtscursen r>) auch derglei-chen Redensarten: Die inwendige Plecäc seyChristus rn uns: das Cenreum der Seelen,oder das, was sie nach den» Fall, noch aurcebehalten, sey die Mutter, wo der neue Menschempfangen werde u. d. m. Allein dergleichen Dm,ge sollen hernach unten vorkommen.
Sonst ist in diesem Zeitlauf eben nichts, so die-sen Streit beträsse, merkwürdiges vorgekommen,ausser daß bey den Dargunischen Streitigkeiten HerrEnveupfort in seiner Predigt von der heiligenTaufe die Worte gebraucht hatte: Der neueMensch, Christus IEsiro, und die durch den-
h Eben dieselbe l. c. p. 6L5.
Eben dieselbe I. c. ^ 66?.
!) Frübaufgclesme Fruchte «740. p.
m) U. Nachrichten >742. p. 779.
n) Eben dieselben 17z7. x>. 94-
in ihrem Rcspcnso dabcy an, daß auf solche ArtChristus der neue Mensch in uns sey, und daßChristus in uns solte gestärket und genehrct werden.Darauf antwortete Herr Ehrcnp orc in derSchutzschrlsc wider das gedachte Rcsponsmn:Er versiehe durch den neue,» Menschen mcheerglNtllch den Hct-rn IEsuni, sonder»» viel,mehr die durch denselb n geschenkte k»ndlict)eArt u. s. w 0) Wir wolle» wünschen, daß wirauch diesen streitigen Punct künftig nicht mehr zuerwchnrn Ursach flnden.
XIV.
Wie ist der Streit wegen der Vollkommen-heit der Gläubigen m dieser Zeit fort-geführet worden?
Auch von diesem Streit hat man eben nicht vielbis hieher gehöret. Daß Herr Vlähmzoviuv zuGoßlar ehemals wider den Herrn tNund einenandern Prediger daselbst einen kleinen Streit in derersten Hitze erreget, ist schon vormals gemeldetworden, p) Herr Mund lies auch seine Erklä-rung gar bald darauf bekant machen, g) darinne erfolgende Puncte bestätigte: I. Dass Christen dieGebore GPcres mchk halreu dmfr.n, oberstenicht schuldig wären zu halten, werde ihmfälschlich beygemessen. II. Dass kein VAcdevgebor,ner die Gebote GGkttS haltt,» könne, bekenneer mit allen aufrichtigen Lutheranern u. s. w. womitder Streit, den sein Gegner aus Privatursachensolte erreget haben, auf einmal sein Ende hatte.
In den Dargunisshcn Streitigkeiten ward auchdicser Punct berühret. Herr Schmid hatte inseiner Predigt von dem unverbrüchlichen Haltendes Taufbundes geredet, dabey die Herren Theolo-gen in Leipzig verschiedenes erinnert und gesetzt! hat-ten: co sey niemand, der nicht je zuweilenseinen Tausbund übertreten solte. Es verwarfaber Herr S.Hniid diesen Satz und gab vor: dieGnade sey es, die uns halten müsse, diese abermüste entweder auf solche Weise nicht können odernicht wollen, r) Bey dieser Vertheidigung wurdenaber von einem andern auch bald Erinnerungen ge-macht: dergleichen auch hier und da beyden Schrif-ten anderer geschehen, wo die Sache noch ohneStreit abgegangen »st.
XV.
0 ) tlill. 5ccle5. 1° »V. p. «6,.p) Frühaufgclrfme Frücbte >7»5-p-SA- lei-g) Eben dieselbe p, 2' 0.r) -E? billor. ecclet. 1'. IV. x. 66z