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III. Fortsetzung von 174s. bis 1745.
die gemeine Erkentniß und Religion aller EinwohnerdiS Lindes.
Es ist wahr, man muß die neuesten Schriftenund Beschreibungen zu Rahre ziehen, wenn man wis.
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besten Einwchner,r ,n Ansehung der Religion maueren gehalten. Da man uns anderwärts einen Aus-chcs Licht aufgestecket. Blindheit und Aberglaube zug von den Lehren daraus verfertiget, so Herr Lütjenssind nicht mehr so allgemein daselbst, als sie in andern der heutigen Rußischen Kirche zueignet, so wollenGegenden wahrgenommen werden, wo die Kriechen wir uns destelben bedienen, und denseioen dem Leserihre Gemeine» haben. Allein man darf dabey nisst hiermit unverändert mittheilen, e)denken, daß schon alles helle geworden. Was diese- I. Die heutigen Russen nehmen die heil Schrift,niqen einsehen, die sich durch Fleiß, Übung, Reisen als das wahre von Gt)tt selbst eingegebene Wertund W>ssc>sscchsslen über andere erhoben, ist noch nicht GOtces an, und erkennen es als eine vollkommene
und untrügliche Regel des Glaubens und des Lebens.
11 . Die 7 >achi,k,nc; achten sie Nicht, wie man >b»nen schuld giebt, so hoch, als uiderRömischen.kucke,
, sondern ste lasten nur hilior-caz und rirual^r, keines»sen wilft was Rußland in Ansehung der Religionjweges aber 6»^,narua,gelten.
ietzo ist. Auster des oben erwehnten Erzbischofs zu« lil. Bon den EoncililS stehen nebst einigen beson»" ' - - dcrn, dahin j. E das 6^/>xrcnlc gehöret, die VII.
Concil., ßcncruii^, daS dl,c»nam I.(ll'.,num I.I-'plie-linum I. (chalce.ioiienlc, Llll^nun II. lll.
und das dLic.-rnu», II. (unter welchen das lezkcre billigvon u»S verworffen wird) bey ihnen ,n gröstei» An»sehn, und von den PatnbuS worden außer der heil.Schrift nur allein die i» den 4. ersten Jahrhundertennach Ehristl Geburt unter ihnen gebraucht, jedoch so,daß ste aus der heil. Schrift die «jecilm», aus denparribu;, nur llc^laririu^ ar^nment», nehmenI V. (^ö stehen bey ihnen die Bücher alten Testam.aller Reußcn, als Herzogen von Holstein, ded.circt. sowol als neuen Testam. in gleicher Hochachtung, und
si.ovogrod, D^eophanes Schriften, und des Herrnvon Haveiis Reise m Ru,I«n0, deren wir zurGnüge Meldung gethan, haben wirvor nicht gar la„.gcr Zeit eine acadcmiscke Abhandlung erhalten, darinnc uns die Religion der Russen ganz anders abge-bildet wird, als solche die Schriftsteller der vergange-nen Zeit ent vorssrn haben Herr Lügens einHelsteuner, Hai dieselbe vordem Jahr unter dem Vorsitz deglHnrn D Fcue leins zu Göttingen, unter dem Ti-,tul: l)o relig-"ne Kurbenc'rum bvä.crna, aus IO.Bogen, verlheidiget und dieselbe dem Großfürsten
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Er sucht nicht nur die von unserer Kirche unkrrschie.dene Meynungen der Russen, als erträglich, vorzu-stellen, und so viel möglich, zu verringern, sondern erwill überhaupt barthun, daß die heurige Religionderselben nach 0er Vorschrift göttlichen N)orrs,
len ist.
V. In der Lehre von GOtt, seinen Eigenschaftenund Werken sind ste ganz re»n, und stimmen auchin der Lehre -ie ?i-L. 1 rtk,n,lil>ne mit uns überein, beydem Geheimniß der Dreyeinigkeit aber behaupte» ste
nnö der Laurcrk it der «Iren christlichen R,r ^ . -v ^
che hergestellet sey. Er beruft sich auf ein gewisses allein und ^ ' Geistes von, Vawr
Zeugniß, so den Herrn D.Feucrlcw als Präses, be- ländischen Kirch/'ab^w"!^ abend»
kanr seyn solle, daß der gegenwärtige Rußische Hof'nichk als einen Fundn.»-. ^ ^
von dem Lehrsatz unsrer Kirche, wegen der Ansge-Isich haben ' ansehen will, und
hnng des heil Geistes von; Varcr und SoGi« „v e"""' Hülstm«nn,CLuenstädr
eben nicht sehr entfernet sey. -i) In dem ersten Ca. Ruß.sch Kayserl ^Hof in'd schern w,1l, daß der^ .. >. -i>ay,eri. Hos in diesem i^rnck gut evange-
prtel handelt er auösiihilick von den Schriftstellern,so die Religion der Russen beschrieben, und beurrhci,ler dieselbe. Vor die besten Quellen, daraus man den
lisch sey.
VI. Die Articu-l von der ewigen Seligkeit undVerdamniß, vorn Tode, der Auferstehung der Tod«neuern Zustand ihrer Religion soll erkennen lernen/len, jüngsten Gericht, und Ende der Weit, glaubenhak er 1) das geistliche Reglement Pekrl l. 2)jsie unverfälscht. Sie erkennen dabey kern Fegscuer,
Den in der Danzlger deursäien Edition desselben bey-gefügten Earcctusmum. z) Das vetändetre R uß-l«nö. 4) Des Tbo u. Eonselk l'ke prelenl 8r,.ieanll of ch- eburch of kGilla. 5) deS sa.n und nüjlich seyn möchten.'
Herrn von ^«vens, und 6) Theophanis Echris-' ' ^ »V -
doch halten sie viel auf die Verbitten vor die Heiligen,davon bber der Hevr Autor meynt, daß sie nicht servolden Verstorbenen, als vielmehr den Lebendigen heil»
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ll) l.ürie»i Oillerr,p- 45 -
äe Aelltzione kurbcaorum Kollier»,
Vlk.
e) Lkb, Ililior. Lceiek. 1 . X. x. >»l.