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l. Cap. von den Evang. Luth. Lehrern.
hold dlsputirte er ve l->:rl8 publicis clebira rcveren-rj, colenäi?, und diesem hälfe er auch die starckeNeigung zu danken, die er hernach zu den Alter-thümern und Kirchengeschichten durch sein ganzesLeben bewiesen. Nach dessen Absterben ging er nachCoppenhagen um bey den Söhnen eines Herrn vonAles'eld einen Hofmeister abzugeben, hielt sich einJahr lang deshalben zu Friedrichsburg auf, verliesnach desselben Verlauf Dannemarck, und begab sichwieder nach Wtttenberg. Hier zeigte er seine Gcschicklickkeit durch verschiedene gelehrte Abhandlun-gen. Durch so schöne Proben machte er sich in kur-zen dergestalt bekant, dasi er A. 1697. zum Rekto-rat nach Schneeberg berufen wurde. A. 170z. zogman ihn aus der Schule zur Kirche, berief ihn zumDiaconus undStadtkirche.
scn. Man sahe die grösten Werke beysammen,die man wohl in öffentlichen Vibliothecken zugleichvergebens suchet. Die Bücher der GriechischenChristen hatte er mit grossen Kosten über Venedigbringen lassen. Das Verzeichnis einer so seltenenBiblischer ward bey vorseycnder Auction A. 1742.in Leipzig auf 16. Bogen in 8- gedruckt, und wirb inseiner Art eine wahrhafte Seltenheit bleiben.
Ausser den gelehrten Sprachen, hatte er auchFranzösisch, Italiänisch, Englisch und Spanischgclernet. Wie er bey den grösten Gelehrten ausser-halb Deutschlandes, insonderheit bey dem berühm-ten Affemann und Fontaniniin Italien in un-gemeinen Ansehen stund. Also suchte er allen den
Leuten in ihrem Studieren fortzuhelfen, bey denen1708- zum Arch.diaconac dasigcrler so viel Fleiß uud Geschicklichkeit fand, daß erNachdem erden schon erlangten sich künftig von ihnen einige Hofnung machen konte.
Ruhm, durch verschiedene gelehrte Untersuchungen,>E,n armer Student gieng selten unbeschenckt von
die er hieselbst anö Licht treten lies, gar ansehnlichvermehret, ward er Ä. »711. nach Leipzig, als Dia-conus an der S. Thomaökirche berufen, an welcherer nochmals A. 1714 Vesperprediger, und 1750.nach Herr D. Larpzovs Abzüge Archidiaconus,A. l/Z9- aber nach Herr D. Schützens Absterben,Pastor wurde.
Bey so mühsamen Aemtern unterlies er nicht,die gelehrte Welt mit solchen Schriften zu erfreuen,darinne man eine seltene Gelehrsamkeit, uud grosseKcntnis der Alterthümer der Kirche sahe. DeSwe-gen machte man ihn A. 1715. zum Professor derKirchenalterthümcr, welches Lehramt vorher auf da-siger hohen Schule noch nicht gewesen war. Die-ses munterte ihn auf, sich noch mit grösser» Fleisseauf gedachte Wissenschaften zu legen, und er brach-te es darinne so weit, daß er darinne wenig seinesgleichen, und billig, als der andere Irrig angese-hen wurde.
Als er noch den heiligen Abend vor Pfingstensten 1741. Beichte gesessen, ward er die Nacht dar-auf von einem Schlagflusse befallen, daß er dieSprache verlohr, und den rechten Arm nicht brau-chen konte. Ob nun gleich die gebrauchte Arzney-mittel anfangs einige Würkung thaten; so war dochdas Übel nicht gänzlich zu heben. Es schickte sichalles ie länger ie mehr zum Tode an, bis dieser denls. Iun. auch sein Recht würklich an ihm aus-übte.
Verheyrathet hak er sich niemals, dafür seinen M-,, hatte.Zeitvertreib in Studiren gesucht, und die Beschwer-den der Einsamkeit durch seine vortrcfliche Biblio-thek erleichtert, die er gröstentheils durch die Frey-gebigkeit der Herren Leipziger gesammlet. In der-selben war gewiß der Reichthum der alten Kirchen-denkmale aus Orient und Occident zusammen geflcs-
ihm weg, wenn er die Probe aushielt, und bewies,daß er griechisch konte. Verschiedene, welche beyder Kirche aniezt ansehnliche Aemter bekleiden, ha-ben sowol seine mildthätige Hand, als hülfreicheGüte zu rühmen, welche ihnen mit Wohlthatenzum leiblichen Unterhalt, und mit guten Rath undVorschub in ihrem Studieren gedienet.
Auch die kleinsten Schriften dieses Mannes zeigenvon einer ausserordentlichen Velesenheit. SeinFlcis drang in die entferntsten Zeiten und verwor-rensten Puncte der Geschichte ein, daß er von we-nig, oder gar nicht betanken Dingen ganze Bücherschreiben, und auch denen, so sich in diesen Wis-senschaften vor die erfahrensten hielten, immer et-was neues vorlegen konte. Schade ist es, daßviele von seinen besten Ausarbeitungen noch nicht andas Licht getreten, ob sie gleich zum Abdrucke ganzfertig gewesen. Von den gedruckten sind folgendeanzumercken.
!. I)e IVlol^ Hermen? kerb» 169s.
2. Oe ckscu» dtemnonis ksllo creälr» sä 'lkrclr.l.. II. c. 6 l. 1699-
z. Oe lubils:o ^csäemi«: I-iplienlis 1709. darinne eräe excellemis läpsiL, und sonderlich äe l.ix>lisnlcbu5 sec.XVI. clsri;, gehandelt.
4. Dc Lollsnbv? Llericvrum rubulsni Lc plsnls, 1709.?>err Sieber wüste damals nicht, daß er bald diese Trachtin Leipzig selber dragcn solte.
5. Oe sguL beneälLtre poru bnins nan äenegsnäo k?!?.die Gelegenheit dazn gab ihm eine Geschichte, da ein Bocksich in eine Capclle geschlichen, und vom Weyhwasser ge«
6. l)e Ooäelcbslds 171;.
7. Ide ^Idsn; »71z.
8. Os 8. I^eleipdor« ?onnk. kom. 1714.
9. krolegomens sä Uittorism meloäorum OrLLorvM
1714-
,0. I)s lsnÄi; columnsnvu» »714,
Kkkk» n. vs