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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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M. Fortsetzung von 174 t. bis : 74 z.

Nischen, von der c.rtcholischcii Barche bewähr-ten', und in derselben bishero .rllczeir gebrauch-ten Uebcrsctzung, mit gnädigster Bewilligungdes hochwürdigsten und gnädigsten Fürjieund Herrn, Herrn Philip Carl, des heil.Stuls n« N7 rynz Erzbijchoisen , des H. Römi<scheu Reichs durch Germanien ErzcanzlerS, und

Über das, was wir oben von den zeitherigen Be-mühungen der GotteSgclchrten gedacht, hat manbesondern Fleiß darauf gewendet, theils das Daseynund die schuldige Verehrung eines bewundernswür-digen Gottes aus dem Werken der Natur, theilsdie Wahrheit und das schöne der christlichen Re-ligion der ungläubigen Welt recht vor Augen zu

Ehurfürstensrc. nach dem 66r in Maynz gedruck- legen. Dergleichen Schriften werden hernach unten,ten Exemplar, mit besten Flcis übcrsehn. Erfurt! als Waffen wider die Atheisten und LWiturali-1742. in 4. Der Vorredner widerlegt nicht mussten von uns angezeiget werden. Bey den Strci»den sonst bey der Römischen Kirche angenommenen tigkenen, die w«r hernach erzehlcn wollen, wirdman

Satz daß der gemeine Mann die Bibel nicht lese»dürfe, selbst mit bündigen Gründen: sondern manhat auch nur Bewilligung der Obern die Verfügunggetroffen , daß die Eatholischen Herrn Prediger sol-ches, als eine bequeme Handbibel selber »unter derHand recommendiren sollen. <l)

Bleibe Sorge hat man getragen, daß der Eate-chismus Luther«, der den Kern der EvangelischenWarheiten" aus GOttes Wort in sich fasset, theilsin fremde Sprache übersetzt, e) theils bey uns Deut-schen durch öftere Auflagen in vieler tausend Hän-de kommen. Die symbolischen Bücher haben wirso wenig bey Seite gelegt, daß solche vielmehr beyder Kirche noch in ihrem Werth, als theure Bey-lagen und sichere VerwahrungSinittcl vor schleichen-den Feinden stehen, und vorsichtig bewahret wer-den. Haben eine Menge Leute, welche eine halb er-lernter Philosophie zu ihrer Religion erwehlct, sichvon dem Anbruch des so hochgcrühmtcn Lichtes ihrerVernunft den längst gewünschten Untergang derEvangelischen Lehrverfassung versprochen, so sehen

gewahr werden, daß die Waffen der Gottcsgclchr-ten noch nicht so stumpf sind, wie die Gegner glau-ben, daß man sich derselben nicht mir Vortheil vordie reine Lehre bedienen konte. D>e Jubelfeste,so man hin und wieder zum Andenken der wieder-hergestellten Wahrheit gefenrct, und in dem zwey-ten Capitel vorkommen werden, sind neue Zeug-nisse, daß man bey dieser, als einem göttlichen Ge,schenk und theuer erworbenen Gut, zu bleiben ge,denke.

IV.

Was hat man von den Fehlern und Irr-thümern m der Lehre zu merken?

Man hat acht, auf

1. Die Fehler und Irrthümer bey denEvangelischlukycrische

2 . Auf die Fehler und ^ rrrhümer bey denRLinisch^rl^ lisct en.

z. Auf die Fehler und Irrthümer bey denReforinirrcn.

v.

sie'noch bis dteseStunde, daß sie in ihrer Meynung — ^ reinen

geirret. Auch solche Gottesgelehrte, denen selbst ^Zaö vor Heyltr lllw ^;l rri)lIMtr ZcistkN s,<y

der Freygeist Einsicht, Unparteilichkeit, und Liebezur Wachen zutrauet, halten über den theuren Bc-kentnissen der Lutherischen Kirche. Als daher derberühmte Herr D- Ba unzarten in Halle im Nah-men einer ganzen Geselschaft ersuchet wurde: Ermöchte doch sowol seine Bwche chyborie, alsOog-m.:c«c recht unparchenisch, und ohne Sectirereyoder Anhänglichkeit an die symbolischen Bücher

bey den Evangelist lutherischen?

Wir haben diese oben so ausführlich geschildert,daß, da sich in den paar Jahren, welche seit jenerZeit, da wir schrieben, versicffen, nichts merklichverändert hat, wir gar woI unsere Leser wirdcrdrauf verweisen tönten, ohne im geringsten etwashinzu zu thun. Die Nachkommen werden aus jenemschon juvcrläßige Zeugnisse genug stndcn, daß man

ausfertigen, antwortete er unter andern , als ein, den Schaden Josephs in unsern Tagen crkant, undächter Lehrer seiner Kirche. „Er würde alsdenn sich nicht gescheuet habe, ihn anzuzeigen. Die Leser,„sehr varcye»' sy oder sect:r.,ch handeln , wenn welche die damals gemachte allgemeine Anmertun-

,,er in der Kirchengerichte die vorgeschlagenen„Schriften Arnolds «um Muster der Unpartheylich„kett gebrauchen , oder bey Abhandlung der Hlau„<'ns ek»re von d n lymboi s >.u B 1 Hern wider„seine eigene Ueberzeugung abgehen wolte f)„

ä) ^Arikiüon«, HccleüiMicL 1*. VNl y. »7Z. 1°. IX

p. 400.

e) Eben dieselbe 1'. Vllt. y. 60 ;. "r. IX. p. - 23 .5-.Kaumgarl. theol-Ledenk. drille Saml. in der Vorrede.

gen wiederholen, werden selber noch manch Exempelaus der neuesten Zeit hinzu setzen können. Dochwollen wir das Zeugniß eines berühmten Mannesvon der gegenwärtigen Zeit beyfügen, und hernachden Beschluß der Antwort noch Mit ein paar neuenAnmerkungen machen.

So schreibt jemand von dem neuesten Zustandder Kirche, und den Quellen be» darinne sichtbaren

Feh-