I. Cap. von der Lehre.
eZr
retman viele Exempel an, von solchen, die sichren Jüdischen Gemeine sein Vekentniß ablegen.
wiircklich zur Bekehrung gemeldet, und nachsattsamen Unterricht haben taufen laßen. K) Doch dadie meisten Nachrichten davon ohne Benennung derZeit, Menschen und Oerter gemeldet worden, soerwarten wir billig -die Zeit, bis sich dergleichen Din-ge mehr aufklären, und zuverlässiger erzehlen lassen.
Ausser diesen Veranstaltungen hat man auch öf-tere Exempel bisher, denn sonst gehabt, daß Iu-den an sehr vielen Orten Deutschlandeö durch Le-sung der heil. Schrift, oder durch die Bemühun-gen anderer rechtschaffenen Leute zum christlichenGlauben gebracht worden. Es sind derselben soviel, i) daß man ein eigenes Buch davou schreibenköntc, wenn man bey jeden nur einige Umständeangeben wolte, daher wir uns dieselben besondersanzuführen nicht entschliessen können. Doch eineiniges können wir nicht vorbey gehen, nemlich daß
und so dann von ihnen ausgehen wolle. Diß ge-schahe den 22 May 1721. den andern Weynacht-feyertag 1722. ward er getauft und bekam, da ervorher Iostra Den Abraham Leb geheißen, setz»den Nahmen Augusti. Nachdem er noch einigeInformation hieselbst genossen, bezog er das Gym-nasium zu Gotha, allwo er viel Wohlthaten genoß.Von hier gieng er auf die Universität zu Leipzig,hörte die berühmtesten Lehrer daselbst, disputirteunter dem seel. Rlausing, und kam nach zurückge-legten Studiis wieder nach Gotha »zurück, wo erauch nach einiger Expectanz zum Eollaborator beyder dritten Classe desGymnasii bestellet wurde. A.i7Z4- machte man ihn von daraus zum Substitu-ten des Pastoris zu Eschenberge, nach dessen 1749.erfolgtem Tode er das Pastorat ganz erhielt. K)Diesem fügen wir noch ein Exempel eines gräflich
ein bekehrter Jude jetzo in unsern Gegenden daS>Hohentohischen EammerrathS zu wilhermsdo.f,evangelische Lehramt verwaltet. Es ist solches der, Herrn Philipp Ernst Lhristfels bey, welcherHerr Pastor zu Ejchcnberge im Herzogthum (60^1671. von jüdischen Eltern gebohren, nach empfan-rha, Friedrich Albrecht Augusti, welcher 1696 genen hinlänglichen Unterricht 1701. zugedachtenzu Franckfurk an der Oder von jüdischen Eltern ge- LVilhermsdorf getauft, und nachdem er sich in
bohren wurde. Sein Vater war ein gelehrter Jü-de, und unterrichtete ihn in seiner Jugend selbst injüdischen und talmudischcn Schriften, daß diesersein Sohn >m neunten Jahr den hebräischen Psal-ter nebst den Büchern Mosis von Wort zu Wortauswendig tonte, und im i2ten Jahr ansieng,öffentliche Reden und kleine Disputationes nach derIüden Art zu halten. Als er nach verschiedenengethanen Reisen die hohe Schule zu Prag bezogenhatte, übte er sich abcrmal im disputieren und Le-Er wolte so dann aber mal auf Reisen gehen,
verschiedenen ihm anvertrauet gewesenen Aemternrühmlich verhalten, zu der Würde eines GräflichenCammerraths erhoben worden. Er hat verschiede-ne zu Bekehrung der Iüden abzielende Schriftenherausgegeben, und sein Sohn ist anspachischerPfarrer zulMechintten. I) Daß der bekannte Me-dicus, Johann Rayser zu Stuttgard m) eineneue Übersetzung des N. Testaments nach MeisterJacob Böhmens Mundart verfertiget, umdadurchIüden zubekehren, ist schon das vorige mal da ge-wesen.
XX.
sen.
und Gott fügte es wunderlich, daß er nach Son-jdershausen kam, und theils durch einen betrübtenZufall, theils weil es ihm sehr wohl gefiel, sich da,! Wie hüt MÜN Hit BekehtÜNst dtt MuhüMtzu verbleiben entschloß. Er war gleichsam , wie düNkk bisher Versucht?
ein l Schulmeister in dem Hause des Hofjuden,sieng an, einen Commentarium über die ganze Bibel
Wie der Herr Prsfeßor u.uucnoerg bey seinensüdlschen Anstalten schon zugleich mit auf dieBekch-
zu schreiben, und ward durch eine besondere Ver-irung der Muhamedaner gesehen; also ficng er 2 lo.anlassung mit dem dasigen Superintendent D.I i 7 Z 9 . an, bey Erweiterung der letzteren Veranstal-Remharden bekant. Dieses wurde ihm nach und tungen, auch davon eigene Berichte unter dem Ti-nach zu einer gesegneten Gelegenheit, den Irrthum tul herauszugeben: D. I.H. Cullenbergs LTlach-zu erkennen und nach der Wahrheit zu forschen, recht von eurem Versuch die verlassene Muha-Endlich, nachdem er eine völlige Überzeugung von mcd.mcr zur hciisirmen Erkenntniß Christi an-den christlichen Grundwahrheiten erlanget, bat er zuleiten: wovon A. 1745. fünf Stück zum Bor-
den seel. D. Reinhard an einem gewissen Tag indie jüdische Schule zu kommen, wo er vor der gan
l>) klistorlco - Lcclcti ll. eec. 1 '. IX. p. y; 6 .X. p.ß/r.i) Man sehe nur. j. E. Ilislnrico-Lcclcs'. 1. vl-p. 0Z7. -r. VII. x. 904. C. VLll, x. 6 ri.. 1 -., IX. x.!9Z-. p. X. x. 878. i
schein gekommen waren. Er hat durch den Abdruckverschiedener kleiner arabischen Schriften, so man un-ter die Türken hin und wieder gebracht, den gutenSss 6 2 Samen
k) Ilillori'co- LccI. 1°. VI. p. yzz -rooo.
l) HlC LccI. 1°. V. p. 9 ,^,.
m) Siehe diesen dritten Theil x>. 549.