I. Cap. von den Zwistigkeiten.'
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aus d-.m Evaugelco herzuleiten sey ? so liefet der Evangelischen Lehre bestehen könne, wenn mMman freylich noch hin und wieder die Eintheilungisagen wolle: Ein Mensch werde eben nni des-in die gesetzliche und evangelische Reue, K) wel- willen ein Gerechtfertigter, weil er Gerechtche vormals die theologischen Faculcätcn an den rigkeir würcke. Es sey sehr unrichtig geredet,Silchmüllerrschen Eatechismo ausgesetzt. Herr D. wenn man auf solche Weise etwa die Heiligung
Balrhasw zu Grrifswald« suchte es bey Herausgäbe seiner Historie des Torgischen Buchs ausden symbolischen Büchern zu bestätigen, daßman ohne Zuthun des Evangelii die Sündeaus dein Gesetz allein nimmermehr recht er,kenne. >) Man hat in andern Schriften mehr dasEvangelium als ein ordentliches Mittel mit ange.geben, woraus der Sünder zu Erkentniß seinesgrossen Elends müsse gebracht werden. Ic) Man hatauch wohl unter der Hand von einem verdächtigenVerzagen in der Busse geredet. I) Es ist auchbey Gelegenheit den unrichtigen Meynungen, undunbehutsamen Ausdrücken in der Sache wider»sprechen worden, m) und dabey ist es geblieben.
X.
Was ist von dem thätigen Glauben imWerck der Rechtfertigung bemercketworden?
Wie sich der Streu hierüber von Dortmund indas Mecklenburgische gezogen, und in den unarti-gen dargunischen Krieg geflochten worden, haben
oder Erneuerung mit in die Rechtfertigung ziehenwolle. Es sey auch durchaus nicht zu billigen, wasHerr Hecht in den Noten spreche: „Ein erwach,„jener Lhrist kan nicht anders gerecht seyn, als„durch die wercke des Glaubens, weil die„Gerechtigkeit des Glaubens so viel„hat, so vrel der Glaube Wercke thut, undwo keine wercke, da ist auch keine Gerech-rigkeir, nach Jacob» Zeugniß, und ist als„denn solcher Glaube eb n fo beschaffen, wieder Teufel Glauben „ o) Da er hingegen vorhervon den Kindern gesprochen „Ein Ehrtstcnkmd„ist gerecht, durch dre Zurechnung der Gnade,„m einem solcher, Alter, welches unfähig ist,„sowol der /«/?,>,<e , als Es
sey an dem, daß der rechte wahre Glaube sich beyaller Gelegenheit, wo er nur könne, durch guteWercke thätig beweise: er sey todt, wenn er nicht,wo die Zeit da ist, gutes zuthun geschäftig ist; aberdaß ein Mensch durch die wercke des Glaubt»,svor Gorr gcrcht sey, müsse man als einen höchstirrigen Satz ansehen. Denn auch in der fortge.
wir oben angezeiget. Seit der Zeit ist die Sache! sezten Rechtfertigung müsse der Mensch durch dennicht grcs rege gewesen. Als der Herr Inspector Glauben allein die Gerechtigkeit bey sich haben undHecht, der sich zeither durch mehr neuerliche Mey- - - ,
nungen betank gemacht, seine Historie des Trudentimschen Loncilii herausgab, hatte er unterandern die Frage auf gemorsten: st>b der Menscherst ein Gerechter seyn müjje, ehe er gerechtewercke würcke, und folglich ebendeswegen ein
Gerechtfertigter werde, weil er Gerechtigkeitwürcke? Mau darf mittelmäßig in der Lehre vonder Rechtfertigung unterrichtet seyn, um zu erken«nen, daß die Frage jehr verwirret, und zweydeutig
besitzen. Ein anders sey: durch die Wercke dar«thun , daß man gerechtfertiget ist; ein anders '.nichtanders gerecht seyn, als durch die Wercke. Sowohl ^ÜU5 als 8tsruz luülLcakiom; lasse keine Wer»cke einmische,«.
Dieser lezten Entscheidung war es zuwider, wasHerr D. L^.el„!rard in seiner Theologie doch inganz andern Sinn, als Herr Hecht, geschriebenhatte. Er theilte die Rechtfertigung in die ersteund andere ein. In der ersten , da der Mensch
sey; und Herr Hecbr schien dre wahre Meynung^ug t>,lnStand des Zorns in den Stand der Gna»<Larpi,, ganz unrecht verstanden und übel angewen. ^n übertritt, selten nach seiner Entscheidung, k t-det zu haben. Unterdcß harre er die Frage für gurr „wercke zugegen seyn, weil die gurrneine Hauptfrage gehalten, deren Schwierigkeit so!Bewegungen, so vor desselben in dem Sünder sichle.cht mcht aufzulösen sey. D.e Verfasser der mutige«, te.n, gute Wercke zu nennen. In der an-fchn d.gen Nachrichten beantworteten n) dahcr^dbrn aber, da der begnadigte Sünder im Standd.cjclbe , und erinnerten, daß es unmöglich m.t^ Gnaden erhalten wird, wären zwar die Suren
"'"7 ' - -- -Iwencke da, aber also, daß sie in der Rechtferti»
1>. «"V "tmgfl-n Einfluß nicht hnb-n. »>
^ Eine neue Anmerkung über die Frage liessen die
Verfasser der Unschudigen Nachrichten A. 174 )-
ein-
p- 837-
K) Eben dieselben 1'. II y. §,5.
1) Dieselbe I' II. p. ; 15.w.) Ebendieselbe l'. u. p. 2,9. Fortgesetzte Sammlungenvon A. und N- A. >740 p. 71n) Fonaesevrc Sammlungen von A. und N- A. 1742.k- 75^- sog.
0 ) Hechts Hiiioi-ie des Tridentischcn Concilii p. >8Z.k) Nachrichten von den neuest, throl. Büchern 1. U-k- rzy.