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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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72S

IN. Fortsetzung von 174t. bis 174;.

ponunrur. len- >744. in 8- von welcher man anederswo ausführliche Nachricht finden kan. r)Diejenigen, welche einzelne GlaubenS-oder Le-bensleyren also ausgeführet, würde alle zu erzehlen,viel zu weitläuftig fallen. Doch dürften die beyde,Herr Aklwarvk und Schubert: darunter die merk-würdigsten seyn, weil ihre Arbeit mit der Zeit etwasganzes ausmachen soll. Jener u) hat sich der Fortsctzung der Rernbccklschcn Betrachtungen überdie Attgspurgischo Lonfefiion unterzogen, welcheder rechtmäßige Verleger unterdessen dem berühm-ten <Lanz aufgetragen, also daß wir seit der Zeiteine gedoppelte Fortsetzung der Reinbecksschen Arbeiterhalten. Dieser hingegen gerieth bey dem gutenAbgang seiner einzelnen Abhandlungen von denenHöllcnstrafen, den» ewigen Lcbrn, dem jung-skcn Gericht u. d. m. auf den Anschlag, die ganzeTheologie nach der weitläufcigcn, und fruchtbarenLehrart deutsch abzuhandeln, x) Es find auchschon verschiedene Abhandlungen wichtiger Glau-benslehren heraus : doch hat der Verfasser'.dabeykeine Ordnung beobachtet, und die Zeit wird e«lehren, ob er sein weirläuftiges Vorhaben ausfüh-ren werde.

Bey allen diesen Schriften ist cS öffentlich ebenzu keinem sonderlichen Widerspruch gekommen.Was Herr Larpov etwa noch auszumachen gehabt,soll, wenn es merkwürdig, an seinem Ort gedachtwerden. Man hat ja wohl bey Gelegenheit etwaswider die herrschende Wrltweisheit geklagt: manbat den Mißbrauch derselben nicht leugnen können :man hat hiervon den Schaden in der Kirche beseuf-zet ; aber dabey ist es mehrentheils geblieben. Wiedie Universität Leipzig bey der Veränderung derphilosophischen Wissenschaften überhaupt etwas kalt-finniger , als viele andere gewest, und dem Streit

immer mit einer ruhmwürdigen Unparthcylichkeitzugesehen: also legt man noch dann und wann ein

unsers Wissens wenig erhebliches , oder nicht« dar-auf geantwortet, r) Eben derselbe trug »n einemProgramm,» von der Frage : An cum l.,,ckcro reäienex-ri polNc , iäcm verum eile in kkiloiopluain l'keologiL? 1745. die Grundsätze zu richtigerEntscheidung der Frage vor : wie welk die Glau-benslehren nach der Vernunft bewiesen undbeurtbetlce werden tollen? welche bisher fastder gröste Stein des Anstössen-' bey diesem Streitgewest. ->) Man hatte die Frage bisher oft vonbeyden Theilen mehr mit Schreyen, als mitGründen abgehandelt. Ein Theil gab dem andernimmer Dinge schuld , die dieser nicht auf sichkommen lie«: und beyde Partheyen liefen sich wohlangelegen seyn, Dinge mit vielen Worten, Aus-schweifungen und Klagen zu beweisen und vorzutra-gen , die kein vernünftiger Mensch geleugnet hatte.Wie viel Büchern hat man, zu Verherrlichung derVernunft Vorreden vorgesetzt, die doch am Endenicht« mehr beweisen, als daß die Vernunft eineGabe Gottes sey, und daß iemand, der die Theolo-gie aus heil. Schrift lernen will, nicht unvernünf-tig seyn dürfe? Und wer hat das jemals qeleugnet?Aber die Grenzen der Vernunft und Offenbarungzu bestimmen, und aufrichtig anzuzeigen, wie es zu-gehe, daß »nS die Vernunft, die man mit so präch-tigen Nahmen belegt, nicht allemal den gehörigenWeg führe, daß hat man bey den meisten, so in derSache gestritten, vergeblich gesucht. Doch hatdas letzte ausser dem'Herrn Professor Crusen nochiemand gethan, den man den Vorwurf nickt ma-chen kan, daß er ein Bcstreiter der WölfischenWeltweisheit, und Feind der Vernunft selber sey.Es ist solches der Herr Pastor Jacob» zu Hanno-ver, welcher, so weit er auch die Gründe der Ver-nunft selber in seinen Schriften getrieben, doch in

der Vorrede zu den zwenten Tbeil seiner Benacb«nrngen über die weise,» Absinken Gorrcs b)

öffentliches Zeugniß ab, daß man daselbst eclectisch 174;. in der Sache ein Zeugnis abgeleget hat, das

zu philosophiren gewohnt sey. Insonderheit hat diej—-" ^ '

Wölfische Weltweisheik an dem Herrn ProfessorLr»»ftn einen Gegner, der in der That nicht zuverachten ist. Er grif in einer Disputation ?L.r 74z.ve ulu 8c limmbu« principii rrrioni; äecerm'lrumcii,

vulxn iuKcienr» , eine Hauptstütze der Wölfischen lichsteiVedeukirng des Worts Übergängen. Siesol-Welrweisheit «»»,7) und zeigte, wo man den Satz „ eine wahre Einsicht in den Zusammenhang derniäst gehörig rinschräncke, dessen Gefährlichkeit. — - - . ^ .

Sie ist auch in das Deutsche übersetzt, und man hat

würdig ist, hier aufbehalten zu rverden.

Er spricht unter andern: die manckerlen Bedeu-tungen des Worts Vernunft hat zu so vielen Ver-wirrungen unter den Gelehrten Anlaß gegeben.

aber die allergewvhn-

0 Nachrichten von den neuest, cheol. Büchern, 1 °. IV.p. 8 ,. i'-q Zuvrrl. Nachrichten 1 °. Vl. x. 454.

u) Nachrichten von den neuest- theol.-Büchern 7 °. U.n. z-75. M. p. ,6z. 7-. IV. i>. 414.x) Dieselbe T'. Ul. p ?r6.

Philosophischer Düchrrsral 7 °. I. x. 54z,

Welkheiten seyn: und man nimmt ste mehrentheilsvor seine eigene Einsicht in den Zusammenhangder Warheicen, sie »nag nun richtig, oder un-richtig

r.) beip;. gel. Leitung A >744 p- S»»-») Ebenbies. A. >745- p.' 59. Nachrichten von den neuest,»heol Büchern 7 . IV. p. 656.b) Nachricht, von den neuesten thevl. Büchern 7 °.IV.p. 2