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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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II. Eap. vom Kirchenregiment. , 807

/okn Lousto, in 8. heraus kam, i) dabey eine ziem-lich vollständige Historie der Inquisition überhauptbefindlich war. k)

VII.

Was hat man vor andere Anstalten zumerken?

Man hat hier Achtung zu geben

1. Auf die Schulen

2. Auf die Academien und Gesellschaften

Z. Auf die Rlöster

4. Auf e.nige andere nützliche Verordnun-gen.

Vllk.

Was ist von dem Schulwesen der Römisch-cathoHschen zu merken?

Man har vlbher so wol in Deutschland alsItalien den Mangeln abzuhelfen gesucht, welchedie katholischen Universitäten druckten. Insonder-heit hat man zu — alzdurg, Nlürzburg, paduund anderwärts mehr, die Einrichtungen verbessert. I)In dem Erzherzogtum Vesterr. ich ob der Ene istdas Stift und Kloster Erelnbs-Ntün *er, BenedictinerordenS, welches auf zwey hundert Jahreeine gute Schule gewest, nunmehro von der Köni-gin von Ungarn zu einer adelichen Akademie erho-den worden, m)

IX.

Was ist von den Akademien und gelehr-ten Gesellschaften zu gedenken?

Man hat dergleichen in » .r.ten, zrunkreichund andern Gegenden noch mehr angerichtet. B--nedicrus stiftete gleich nach seiner Gelanguug aufden päbstlichen Thron drey solche Akademien, odergelehrte Geselschaften, davon die erste die e -HrstouAchie andere die profMigeschtchte, die drilte^die inone;, Loncili^, und vecrera der Päbste unter-suchen solte, n) wozu hernach noch eine vierte solgekommen seyn. 0) Diesem Exempel ist die Re-public tteimck gefolget, und hat ebcnfals eineGeselschaft von 17. L>.clelia1tic,z leculaeibu, undregulai-ibu, niedergesetzt, welche mit Untersuchungder Kirchengerichte beschäftiget seyn sol, und imMonat May i 42. ihren Anfang genommen.

Au Ende des 1744. Jahres ward m Woreineine neue Akademie gestiftet, die ihre Bemühungen

i) Lldliorbeauo Itailonnes "V. XXXV. p. 46z.

k) Krafts thcol Bibliothek 1*. I. p rv-

l ) Len/elii 8ynrngML »lssei-r. in Kappcns'Vorrede,in) Neue Europäische Fama V. X p. « 44 .

n, Leben dcS jehrregierenden Pabsts p >;«p) Uillor. ekelst'-1'. Vllt. Vorrede.

auf die Verbesserung der praktischen kNoraltheolo-gic richten nnl: p) Zu Patoju aber haben JhroMas.der Römische Kayser, als Großherzog von Florenz ei-neandcrezu Anfang des 1745. Jahres errichtet, wel-che sich auf keine gewisse Art der freyen Künste, sondernauf die Gelehrsamkeit überhaupt, und auf alle THU-le derselben legen sol. Die übrigen Akademien inItalien, deren sonst Erwehnung geschehen, habenihre Bemühungen fortgesetzt.

In Frankreich sind bey nahe so viel Akademien,als berühmte Städte gewesen. Man hat von denBemühungen der Akademien zu Paris, Soistoiis,Lyon, Oijon, Bouröeaux, Toulouse, u. a. m.gehöret. Doch hat man zu Montauban 174z.eine neue gestiftet, welche p) ihr Absehen auf dieschönen Wissenschaften, und auf die christliche Mo-ral gerichtet hat. Von diesen sind gewisse Arbeitenden Gelehrten jährlich aufgegeben, und der auf diebeste darunter gesetzte Preiß ausgetheilet worden.

Zu Dresden haben die Römischcakholischen un-ter Anführung der Jesuiten eine Brüderschaft dersterbenden und Abgestorbenen nach dem Exem-pel der Römischen Fraternität äe bona kckorre A.l 29. angefangen, und der Pabst Benedictus XIII.hak hierzu allen Ablaß, der sonst bey einem Jubel-jahr in allen privilegirten Kirchen der Stadt Romerlangt werden kan, und sich auf viele MilionenJahre beträgt, überflüßig ertheilet. Die Erlösungder Seelen aus dem Fegfeuer, und die Erlangungeines seeligen Sterbestündleinö ssol derselben Ent-zweck seyn. r) Die schreckliche Locjecaz blobillum,so in Ungarn zu Ausrottung der Protestanten gestif-tet worden, sol unten vorkommen.

X.

Was sind noch für andere nützliche Verord-nungen bey den Römischcatholischmergangen

Was der Pabst wegen der Fasttage geordnet,ist droben da aewesen. Als die liederlichen Eheschei»düngen in Polen dergestalt überhand genommen,daß manche wohl zur andern , dritten und viertenHeyrath geschritten, da der erste Ehegatte noch ge-lebet, schickte B- n Oicnrs XIV. an alle Erz - undBischöfe des Königreichs ein Breve, um die Mlß-bräuchs, welche dabey aus gewissen alten Gewohn-heiten und Privilegien der Polnischen Nation bis-her entstanden, abzustellen. Die Polnischen Prä-

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x) Ltipz. gel. Zeit. A-k> 74 §. ?. 9»'. 7Z7-g) Leipz. qrl. Zeit. A 174Z. p- 8;S. A. ,744. p. 72t!.r) Fortgesetzte Sammlung von A. und N- A. -74;.e- 47 --