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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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lV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.

„jestät die erforderliche Expeditionen einlaufen wür-den. ,, Der Fürst von Schcfgotjct) deprecirte nunzwar hierauf aus vielen' angeführten Ursachen dieAnnehmung dieses von Sr. königlichen Majestätihm zugedachten hochwichtigen Amtes, welcher De-precakion denn auch das Domcapitul inhärirte undsich vorbehielt, diesfals annoch Sr. königlichenMajestät besondere Vorstellungen zu thun. Nach,«dem aber der Graf beiden betank gemacht, wie esSr. königl. Maj. zur höchsten Ungnade nehmenwürden, wenn es eines theils der Fürst mit unter.thäniger Submission anzunehmen sich weigerte,andern theils aber das Domcapitul das Wohl derKirche bey dieser Gelegenheit sich nicht mehr zuHerzen gehen lassen wolte, anbey verlangte, daßdie Schlüssel zu den versiegelten Zimmern herbey ge-schafr würden, damit solche dem neuen Bischof ein-geräumet und angewiesen werden tönten, so wur-den endlich solche geholet und von dem Grafen demFürsten überreichet, und selbiger nunmehro in denBesitz der Residenz sowol als des BiSthumS guoaärcmporslia gesetzet und eingewiesen. Hierauf wurdezu Entsiegelung der Zimmer geschritten, die darin-nen vorhandene Pretiosa und Baarschaftcn ein paarDomherren zu besondern Aufsichten anvertrauet, undder Graf von Münchow verlies das Domcapitul,

Breve 0) nach Breslau absendete, nach dessen An-kunft die öffentliche Installation des neuen Bischofsmit den gehörigen Solennitäten erfolgte, p) Umeben diese Zeit muste auch der Pabst vernehmen,daß hinführo ohne Landesherrlichen EonscnS diegeistlichen Stifter in Schlesien keine Immobiliaweder kaufen,, noch verkaufen, oder sonst alieniren,noch auch ihre Eapitalia ausserhalb Landes austhunsollen, g) Je unangenehmer nun solches Verfahrendes preußischen Hofs dem Pabste seyn musie, destomehr Freude verursachte «hm die Erbauung derkatholischen Kirche »n Berlin. Er hielt deohalberden Novembr. 1747. bey einem angestelltenEonsistorio an die Eardinälc eine Rede , in welcherer von dem Könige in Preussen sehr rühmlich re,dkte. r) Er hat auch darauf selbst nebst den Ear,dinälcn einen gar ansehnlichen Beytrag dazu her-gegeben.

Am allermeisten hat ihm bisher die RepublikXWiicdirz zu schaffen gemacht. Wir wollen jetzt derZwistigkciten wegen der Fcrranschen und Boloqne-sischen Grenzen nicht gedenken, als welche >m April1749. durch Vermittelung des päbstlichen Nuncii,Monsignor Laracciol» , in der Gute beygelegetwurden. 5) Weit mehr halten diejenigen Zwistig-keitcn auf sich, welche wegen des Patriarchats zu

nachdem er den neuen Bischof eine lange und ver-iAquileja entstunden. Diese sind an sich selbst nichtgnügtc Regierung angewünschet,womit dieser solenne neu , haben aber vormals eigentlich nur zwischenAcrus beschlossen wurde. Der König in Preussen lies der Republik und dem Hause Oesterreich obgrschwe,diese Wahl durch seinen Agenten zu Rom, den Ritter bet. Allein im Jahr 1750 ward der päbstlicheFrancolini, dem Pabste kund thun und demselben Stuhl in dieselben mit eingeflochten, da er zu der,zugleich versichern, wie die in seinen Landen befind- selben Beylegung einen apostolischen Vicarium ör-tlichen römischkatholischen Einwohner noch ferner al,Inennte , der die geistliche Gerichtsbarkeit in denen,lcS Schutzes zu gemessen haben sollen. Eö bewoglden, Hause Oesterreich zugehörigen , und in qeist-dieses den Pabst, seinem Nuncio am pohlnischenlliehen Sachen dem Patriarchen zu Aguileja unrer-und chursachsischen Hofe Befehl zu geben , sich nach,würsigen Landen haben , die Republik VenedigBreslau zu erheben und daselbst wegen der wahrender die Ernennung des PatriarchenS auf »nmer-Deschaffenheit dieser Sache genaue Erkundigung,dar behalten solte. Ehe wir die darüber entstaneinzuziehen, worauf nach Befinden der Umständesdene Mishelligkeiten zwischen der Republik unddie päbstliche Eonfirmatwn erfolgen solte. Diesem dem päbstlichen Stuhle umständlich erzehlen, wollenzu folge reifere den NunciuS Archimo den 19. Jan wir vorher etwas von dem streitigen Patriarchate

1748- von Dreßden nach Breslau ab, wo er zwi-schen dem neuen Bischöfe und dem Domcapitulzum Vergnügen der gesamten Einwohner eine voll-kommene Vereinigung herstellte und seine Eomnns.fion in wenig Tagen glücklich endigte. Der Pabsthielt hierauf den 4 Merz 1748- in einem geheimenEonsistorio eine gelehrte Rede wegen der Wahl desneuen Bischofs und bestätigte dieselbe. Den fol-

überhaupt gedenken.

Die

«,) Man findet solches lateinisch und französisch in denInNoi- eccl. 1 XIII. p. sg. ;rr. 'gg.

p) Genealog, hifior. Nachrichten ' 1 '. X. p. 106 «. sgg.1'. XI. p. >»o.

q) liillkir. eccles 1° XII. p. 870 . Fortgesetzte Samm-lung von A und N tbrol Sachen >748- p. V5.

e Genealog, bistor Nachrichten IX p >-, 7 ^ sg Diegenden Tag begab sich der Eanonicuö Daßiani, der^Rede selbst, welche zu Berlin lueinisch und französisch ge.des neuen Bischofs Angelegenheiten zu Rom be- ^ druckt worden, sind« man in lake.mschTr Sprache m ders.rarr, i» d,m Pabst-, In d-ss.u N-Hm-N Ihm s-mmlnn, °°» -I und rr ch-°b S-N..N

Dnnl -b,ustatt-u, worauf <r da«, «du d,m Pabst Guwrira blst-i. riaam-br-n 1. XII. ,.7,!. ri,u,rwegen der Bestätigung der Wahl , ausgefertigte, europ. EtaalSftcret. i'. l. p. 44 x.i 1 ,.