I. Cap. von den römischkatholischen Lehrern.
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nicht als Pabst, sondern als ein Privatlehrer geschrie-ben. Sodenn wird angemerket, i) daß die Gelin-digkeit gegen die Protestanten, die man sonst anBeneblet XIV. rühmet, aus diesem Briefe nicht zuersehen sey, indem er die vornemsten Häupter derprotestantischen Kirche eines vclirü beschuldige undLurhermn einen impium nenne: 2) daß oftmalsleere Blendwerke einer affectirten Heiligkeit gemacht,und von Seelsorgern aus besondern und bisweilennichtgar richtigen Absichten gepriesen und ausgebrei-tet würden, gestehe zwar der Pabst selbst, sage aberkein Wort davon, daß sich der Beichtvater der Cre-scentia dieses Verbrechens verdächtig gemacht habe:z) der Pabst lobe zwar den Bischof, daß er seineGeistlichen anhalte, ausser der scholastischen Theolo-gie auch die Kirchenhisione und das kanonische Rechtzu treiben, thue aber des biblischen Studii gar keineMeldung. Der Verfasser erinnert ferner, die römi-sche Kirche habe uns noch nie tüchtig erkläret, oderentschieden, was sie eigentlich durch einen Heiligenverstehe und was zwischen einem He»ligen und einemandern Himmelöbürger für ein Unterschied sey: obdie Verehrung derselben schlechterdings nöthig, odernur nützlich und gut sey: ob man sie nur als Fürspre-cher, oder nur als Mittler anrufen müsse. Da Be-nedictus XiV. heutiges Tages so viele Behutsamkeitund eine so genaue Beobachtung gewisser Regeln, andie man sonst nicht gedacht, erfordert, wenn ein neuerHeiliger soll gemacht werden, so wirft der Herr Ver-fasser die Frage auf: Ob nur diejenigen für wahr-hafte Heiligen zu halten und als solche zu verehrenseyn, bey deren Canonisirung alles das, was hier der
Am päbstlichen Hofe hat man diese Anmerkun-gen des Hrn. von wmdheim sehr ungnädig auf-genommen, und den alten Probst Murarori ver-mocht, daß er zur Vertheidigung des Pabsts die Federergriffen und damit seine noch übrigen Kräfte Er-schöpfen müssen. Diese Vertheidigung erschien imJahr 1749. zu Lucca unter folgendem Titel: venaeui, in reli^ionem incurreiuibux, liue TlpologiaLpiliolse, a Lancrilk. O. Lenecliälcr XIV. »äLpilco-pum ^ugulkanum IcripkL. Oillerrario
in 8- 12. Bogen. Man siehet aber ausselbiger zur Gnüge, wie sehr sich die Kräfte undMunterkeit des Geistes bey diesem grossen Mannezuletzt verlohren haben müssen, da man weder Ord-nung, noch Bündigkeit in den Schlüssen bemerket.Die ganze Schrift bestehet aus zwölf Capiteln, wor-innen die Beschuldigungen des Hrn. von Windheimwider den Pabst, und seine Gedanken von der Cano-nisation der Heiligen, den Bildern des heil. Geistesund der Dreyeinigkeit geprüfet und beurtheilet wer-den. Zugleich sucht der Verfasser darzulhun, daßdie Eatholiken selbst die in ihrer Kirche eingerissenenMißbräuche ganz wohl erkennen, und daß dieselben,so heilig und richtig auch sonst ihre Lehren wären,niemals getilget und abgeschaft werden köntcn. 7)Der Hr.Prof. Wmdheini, hat darauf zu antwor-ten versprochen. 2)
Der letzte Theil des päbstlichen Schreibens vonden Abbildungen der göttlichen Personen hat auchdem Hrn. Eanzler pfaff in Tübingen Gelegenheitgegeben, im Jahr 1746. eine Disputation zu haltenäc eo, gnvä licirum eli circa piÄursm imachnum 8 . 8 .
" Diniracis er perlonarum äiuinarum, 4!. Bogen in
Pabst ordnet, sorgfältig beobachtet worden, oder ob
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worden? Worauf der Katholik antworten mag waser will, es kan nicht fehlen, er muß immer dabey zukurz kommen. Zulczt wird auch dasjenige kürzlichgeprüfet, was in dem päbstlichen Schreiben von denBildern des heiligen Geistes und der Dreyeinigkeitvorkomt. Hatte der Pabst die Regel gegeben: GOttkönne nur in solcher Gestalt gebildet werden, in wel.cher er sich in der Schrift einmal sehen lassen, so zeigetder Herr von Windheim, daß der Pabst hier von dem
mand darauf geantwortet.
Wir beschließen diese Geschichte Benedicti XIV.mit der Abbildung, welche man uns vor kurzen vondemselben in einer bekanten und beliebten Monat-schrift
Bibliothek D ». p. z;o.iqg. Berlinisch. Bibliothek DU. x.,? 4 - sgq. Leipz. gel. Zeitung. >748- ?. Z>6.igg.
I 7) 8koria lecreraria 6' Irali» 1749. p- ;8- FortgesetzteGebrauch der römischen Kirche abgehe, da man GOtt Saml von A. und N. rheol. Sachen >749.9.11?. Leipz. gel,nicht nuraufdieArt,wie ersich in der H. Schrift sehen Zeitung.,!?*?. 674. Hamburgische gelehrte Zeitung. -749.
lassen, sondern auch, wie er andern Heiligen erschie-nen, ja auch in der Gestalt solcher Personen abzubil
im 41 Stück-
r) Strodrmanns Beyträge zur Historie der Gelahrheit,IV. Th.x. 24».lg. Hamburg, neue gelehrte Zeitung. 1749.
den pflege, mit denen er sich verglichen habe, und ». 42.daß also dieses Argument wider die Erescentia nicht, ^ Einen Auszug davon liefet mann, den vollständigenu,.. ^ ^Nachrichten von dem Inhalt kleiner academych. eschriften
statt haben kenne, bevor man nicht eine Menge andc-j^^ ^ >8^.5; und in den gründlichen Auszügen aus theo-
rer Bllecr. ur der Kirche weg t hue, x)_log.und Philosoph. Disputat. »746. p. z;> igg.
») lütlvr. Lccl. I. Xl. x. 897. sgg. Rrasts theolog?