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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.

Welk erblicket. A. 172;. den l i. April wurde er zumAbt erwchlet, und den »2.May 17z l. durch ein Di-ploma nebst allen seinen Nachfolgern von Kayser Carlden Vl. in des heil. röm. Reichs Fürstenstand erho-ben, welches der hohen Rcichsversamlung zuRegen.spurg durch ein kayserl. Commißionsdecret vom 24.Mark. i7z2.bekantgemacht worden. Er brachte seinAlter auf 66. Jahre, und hat sich durch folgendesWerk um die gelehrte Welt verdient gemacht:

kickkon» polincL kc. oder Staatisch'Klosttrlich-Kirchisch.und heiliges Regcnspurg 172-. in 4. mir Kupfern, b)

?. käkkLNIN.

ein Jesuit und Mißionarius in China, gest. den 27. Sept. 1741.

Der Mißionarius P. Lhalier hak in einem Schei-ben an den P.Verchere, Provincial der Jesuiten indcrProvinz Lyon, 6. ^.Peckingden 10. Octob. 1741.das in der 26ste» Samlung der von dem P. dtl Haldeherausgegebenen l-ectee; cliiüanccr p. 146. l'gg. stehet,Nachricht von den Beschäftigungen und Arbeiten desP. p-rreiüri gegeben, die zwar mehr eine Lebschrift,als eine eigentliche und aufrichtige Lebensbeschreibungzu seyn scheinet; inzwischen wollen wir das vornemstedaraus h«er mittheilen, c)

P. parremn war aus der Provinz Lyon gebürtig,wo er auch in den Orden der Jesuiten getreten. Mantrug ihm zwar vor seiner Abreise aus Europa wichtigeStellen an, wenn er aus diesem Orden treten und wie-der weltlich werden wolte; er schlug sie aber aus undgieng zu Anfange des Jahrs «698. nach China, woer nach einer Schiffart von sechs Monaten glücklichanlangte. So bald der Kayser Langhi ihn gesehenhatte, erkante er gleich die Gaben und Verdienstedes neuen Mißionarii, und gab ihm Lehrmeister, dieihn in der chinesischen Sprache sowol als in der kana-rischen klamckcou unterweisen musten. Bey.Erler- ^nung dieser beiden schweren Sprachen zeigte er seinglückliches Gedächtnis, und wie leicht es ihm sey,etwas ^zu fassen. In kurzer Zeit redete er das Chinesische bes-ser, als iemals ein Euroväer geredet hatte, und drucktesich in der tartarischen Sprache so rem und leicht aus,als in seiner Muttersprache.

Der Kayser Langhi, der auser den Eigenschafteneines grosen Kaysers einen besondern Eifer zu denWis-senschaften hatte, wolte seinen Verstand nicht alleinmit dem, was er durch die Lesung der chinesischen undtartarischen Bücher und durch die Unterredung mirden Gelehrten seines Reichs erlernen konte, sondernauch mit denenjenigen Wissenschaften auszieren, dieer von den Fremden erlangen konte. Weil nun derP. Parrenin von allem, was er wüste, sehr artig reden

K) Geneal.histor.NachrHV.p. 447-lq.1'.l'.VlIl.p.;;y^

c) Wir bedienen uns hierbey desAusmas, den der hock-!verdiente HerrHefperdlaerBarrdolomäi in denLee-yrrazenru Ven -VAi; kickor. ecclel'. 1'. I. p- rrz. shtj. geliefert hat. 1

konte, so unterhielt sich der Kayser öfters mit thu«, undmachte sich in der Geometrie, Botanik, 'änatoiUtc,Me-dicin und Chirurgie, darzu ihm die P ures Eerbtl,lon und Vouver schon Anleitung gegeben hatten,noch vollkommener. Er erlernte auch von ihm dasverschiedene Interesse der europäischen Höft, die alteund neue Historie der von Chma entfernten Landerund Völker, und ihre Sitten, Gewohicheiteu und Rc-gierungSarten. Dieses alles muste ichu der P. s?.rr,reittiinichtnurmündlich vertrauen,sondern er musteihm auch das neueste und curioscste, was von der Geo-metrie, Astronomie und Anatomie in den WerkenderAcadcmie der Wissenschaften und andern Schriftstel-lern vonderglcichen Macerrenvorkam, in larlarsschcrSprache aufschreiben.

Zwanzig Jahrelang folgte er dem Kayser auf denReisen, die er alle Jahre in die Tarlarcy that, undwenn er die Provinzien deS Reichs durchreiscte, ..derallezeit als ein Mißionarius. Er vermehrte überall diealten Misiioncn, oder eröfnete neue. Dieftiugen, woman die meisten Christen zehlet und den meisten Eifersiehet, und die in - und außerhalb der grosen Mauerauf dem Wege von PeckingS in die Tartarcy liegen,sind ein Werk seines Eifers.

Er hat den ersten Grund zu der Bekehrung derchristlichen Prinzen gelcget, die unter dem K-'yfer)sc»igTcf'tilg wegen ihrerStandhastigkeil im Glau-bey so viel ausgestanden haben. Verschiedene Pr.n-zen und andere Gros« des Reichs haben ihrem Bey-spiele gefclget. Mehr als iocxx). Kinder der Un-gläubigen hat er die Tauft err^c»lcr, und unter den-selben auch einem von den Brudern des ietzcregiercn->den Kaysers.

I Des JutritS bey dem Kayser bediente er sich, um denMißionarien, ohne Unterschied des Ordens und derNationen, Rccommcndalion und Schutz zu verschaf-fen; sie von den Verfolgungen übelgesinnter Man-darinen zu befreycn; ihnen Erlaubnis am uwirken,sich an einem Orte niederzulassen und neue Krchen zuerefnen, wo , noch keine waren; oder diese,i:gcn wiederzu verschaffen, die man ihnen nahm; und selbigen dieFreundschaft und Vckancschaft dcr Gouverneurs undanderer OsftcicrS an den Orten, wo sie sich aufhielten,zuwege zu bringen. Er verkündigte IEsum Christumden Prinzen, Grossen und Gelehrten mitten an einemhcidnischenHofe, und wenn er sie auch nicht alle gewin-nen konte, so machte er dcch Freunde und Beschützerder Religion aus ihnen. Selbst dem Kayser machte'er IEsum Christum bekant,und unterrichtete ihn sovon den christlichen Wahrheiten, daß er nicht alleineine neue Hochachtung für den Glauben bekam, des-sen öfftntlicber Beschützer er war, sondern daß manauch öfters glaubte, er würde, weil er durch die Reden

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