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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Eap. von den evangelischluther. Lehrern.

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aus den ältesten Schriften und sonderte davon dieeingeschljchenen pythagorischen und platonischen Ir-thümer ab, welche Arbeit nachzehendö zum Druck be-fördert ward.

Nachdem er 1700. Doctor der Theologie worden/hielte er wegen Beschaffenheit der damaligen Zeitensonderlich die Streitigkeiten zu treiben für nöthig, undarbeitete daher mit mehrcrm Fleiß an der allgemeineu Polemik; stellte auch von derselben, von seinerbiblischen Phraseologie und gereinigten My-stik einen kurzen Entwurf in deutscher Sprache ansLicht. g) lieber dem steng er an, die dlofio, cheolo-xicu5, aber die schwersten Puncte in der Theologiezu samlen, und setzte diese Arbeit hernach immer ausLesung der sprtz.gsten Widersacher fort. Da er auchd. mals die schonen Wissenschaften und die Philoso-phie wiecerholte, und bey beständiger Betrachtungderselben und fleißigem Lesen sonderlich auf die nütz-lichsten Seltenheiten derselben achrete, kam er auf dasBorhaben ^rcanz liccer^ria in sieben Theilen zu be-schreiben. Es sind aber solclw so wenig, als seine ich,

!< N'pkia gencralis und die philosophiere,

biKoncx er pkilojoxicre anS Tagelicht gekommen.Ein gleiches muß man von seinem Kanone n^lhojo.xico sagen, darinnen er die griechischen Scribenrenmir den römischen verglichen, und den Ursprung dermythologischen Sachen untersuchet hatte. Damalstheilte er auch guten Freunden eine vemonstra-tittnem cusngclicom empsccliz. noKri leculi oppolirsinschriftlich mit; brachte die jüdischen Fabeln, welche diebiblische Historie betreffen ordentlich zusammen; ver-fertigte eine Schrift,darinn er zeigte, wie die Vernunftdem Glauben diene; und versuchte eine Historie derso genanten barbarischen Völker aufzusetzen.

Im Jahr i>7Q sing er die bekante monathlicheSchrift an, welche anfangs den Namen des 2 > Iren undNeuen, hernach der Unschuldigen Nachrichten,und ferner der fortgesetzten S mmlungen führete.Denn er hatte bisher viele anstößige und irrige Büchergelesen, und hielt es doch weder für nöthig, noch fürmöglich, allen denselben eine besondere Widerlegungentgegen zu setzen, daher fand er rathsamer, in dieserMonathschrift durch eine kurze Bemerkung der vor,nemsten Irthümerihnen zu begegnen. Zu diescmEndevereinigte er sich mit einigen Predigern und sieng« sol-che Arbeit an, die auch nach zehends bis ietzo fortgesetzetworden. Es gab dieses Werk die schönste Gelegenheit,der Welt oftmalige Proben von seinen Samlungen zugeben. Denn die setzte er beständig fort, und wurdensolche durch jeneArbcit zum Theil nicht wenig beför-dert. So trug er damals hinderlich zusammen eineHistorie der Streitigkeiten unter den Nömischkatholi-

g) Alt- ».Neues 1701. p. 70. i/or. p. 216. lgg. Bsrmithcolog. Schatzkammer 1 '. I- p. L-». 5 g. .

scheu, die Alterthümer der Einsiedler und Mönche,eineHarmonie der Evangelisten, deren Entwurf im Altenund Neuen 1701. ^164. befindlich, woselbst erauchp. z;.sc>. von einem neuen Lyclo compuri saori seineGedanken eröfnet.

Im Jahr 1702. kam er nach Delitsch als Superin-tendent,wo er fortfuhr unterschiedene Schriften theilsauszufertigen, theils zu unternehmen. Zu den letzter»gehöret das weitläufige Werkcie originibu; religiösgenriuns cngn rsrum, davon sich 2z. Proben in denunschuldigen Nachrichten A. 1702. p. 848- ig.finden.Gleichwie er in der alten biblischenHistorie selbstallerley bisher übergangene Puncte entdeckte, dadurchdieselbe deutlicher gemacht werden kan, also zeigte erauch, wie man die Lücken in der alten Historie über,Haupt aus der Bibel füllen und sie daraus verbessernkönne Davon sich in den unschuldigen Nachrich-ten von >7or. big 1707 viele Proben finden. Nach-mals untersuchte er die caballistlsche Philosophie ge-nauer,und suchte dieselbe in ein gewisses System» zubringen. Zugleich legte er die Tugend der Heidenauf die Waage, und brachte erschreckliche Erempel vonder Gottlosigkeit der Griechen und Römer zusammen.Von der damals angefangenen dlilkor>o oriencsl» rs-concürs kan man die unschuldigen Nachrichten>702. p. 1 lO2 sehen, in welchen auch einige seiner An-merkungen über die Offenbarung Iohannis und denDaniel sich finden.

Im Jahr t7oz. nahm'er die Historie 'der mit-ternächtigen Völker vor, und ward dabey auf dieUntersuchung des Ursprungs aller Völker von Noahgebracht. Gleichergestalt untersuchte er den Ursprungder Grafen in Deutschland, und fing ein Buch an,das den Titel bekam: 'koxici fanacicoi-um scacuri-gn, darin er zeigen wolle, daß derDeismus in al-len Irthümern der Schwärmer stecke. So fing erauch damals an, eine Widerlegung der neuestenenglischen und französischen Schriften der Socinia-ner zu verfertigen.

Im Jahr 1704, wandte er mehrern FleiS aufdie hebräische Sprache, weil er den Nutzen dersel-ben in Erklärung der heiligen Schrift aus der Er-fahrung immer mehr erkante. Insonderheit unter-suchte er den Nachdruck eines jeden Wortes, be-'mühece sich die Zweydeutigkeiten und von den Re-igeln abgehende Dinge zu heben, und also dieZier-! de dieser heiligen Sprache zu erreichen. Daher ar-beitete er ficißig an dem obgedachten Uexico Ana-logico er Llnph«kico Lbraico. Er setzte dabey dieMeinung, daß die Stamwörter aus zwey Buchst«'den bestehen , zum Grunde, verglich damit dieSramwörrer anderer Sprachen,-und bemerkte die

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