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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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1 /. Fortsetzung von 1745. bis 1752.

in jüngern Jahren Angefochten ; er habe sie aberlMitlagS von n. bis ,2. Uhr, und Abends von <s.nicht zur Herrschaft kommen lassen, und noch viel, bis 7. Uhr, und wurden daselbst mehrenthcils l>».

weniger sich unerlaubter Wege zu ihrer Erfüllungbedienet. Er sehe das, was er in gelehrten Arbei-ten gethan, als Wohlthaten GDtteSan, der ihnoft unvermuthet darauf kommen lassen. Die -rs-wkönne ihm nicht schuld gegeben werden.Denn alle, die ihn kenneten, wüsten, daß er um seinesStudirenS willen seine AmtSverrichrungen nieversänmet, vielmehr dasselbe so eingerichtet, daß er vieles

ökica getrieben, zum Dienst und Unterricht derör,so bald inS heilige Lehramt befördert werden sotten.Des FrcrtagS von i. biS 2. Uhr Nachmittage, warendie Eatechismus-Eramina in seinem Hause, da dennvon den fünf Armeiischulrn stetsei:, Präceptor mitseinen Kindern da seyn music. Herr D. Löscbersing den ersten Freytag das Eramc,, au, und über8-Tage und so fort musten die Seminaristen, de.

davon in seinem Amte nutzen können. Er habe ei- rer ordentlich ncune waren, nach der Reihe j stj,ne'gesunde und starke Leibesbeschaffenheit von GOtt'ner Gegenwart das Eprnien hatten. Wenn die

^ 'Reihe herum war, fing Herr D. Löscher wieder

selbst von ferne an. Bald ward hicrinncn c»,Hauptstück des Eatechismi, bald eine turze EpistelPauli, Petri, oder Iohann»S, bald eine Sam,lung der Psalmen u. s. f. genommen, und es warein» Lust, seinen vortreflrchen, deutlichen und faßlt,chen Vertrag im catcchifiren anzuhören. Der Herr

empfangen, und also habe er seine Samlungen zurGemüthSerquickilng und Veränderung bey denAmtösorgen angestellet. Eine Samlung habe viel-fältig die andere erleichtert, und zugleich mirderselben können vorgenommen werden. Da-mit er aber nicht gar zu viel thäte, habe er vieleswieder liegen lassen, u. s.w. Das merkwürdigstewar, daß er sich auf den Augenschein berufte unt^D. Grulich b) hat unrein Verzeichnis von den ineinem jeden den Vorrath zu zeigen versprach, den-Dresden von Herr D. Löschern gehaltenen Ccsic-«r von den versprochenen Werken gesamter; da manlgiis gegeben; die Anzahl derselben belauft sich aufdenn finden würde, daß noch manche Samlungen^o. und sie handeln von lauter höchstwichtigen ,

ausser jenen bey ihm vorhanden, davon er nie etwasgedacht. In der That sind verschiedene gelehrteMänner selbst durch ihre Augen davon überführetworden. Er hat auch viele von seinen versproche-nen Sachen der Welt wirklich geliefert. Was aberdie gar zu weitläuftigen Werke, z. E. Niüoriamlicrerariam vniurrlam, ?anäeÄa; eruciitionir inkeriori, u.d. m. betrift, so gestund er zwar, daß erdieselbe nicht ausführen könne; unterdessen hat erdoch noch immerfort dazu gesamlct, und des»wegen davon mit Meldung gethan, we,l er mit sei-nen schriftlichen Samlungen vielleicht andern, diedaran arbeiteten, dienen tönte.

Von seinen in den folgenden Jahren angestellten

zum theil auch sehr euriöscn Sachen. Herr D.Grulich versichert auch, daß diese Eollegia alle un-ter den Manuscripten des scl. Verfassers rein abge-schrieben, nach den Jahren, darinnen sie gelesenworden, anzutreffen gewesen. Gleichwol sind die-ses blos diesenige Collegia, die zu der Zeit, daHr.D. Grulich sich in Dresden aufgehalten, sind ge-lesen worden, und die besagter Herr Grulich cnt,weder selbst gehöret, oder abgeschrieben. Wie vie-le mögen nicht vor seiner Zeit zu Wiltenberg undDresden, und wieviele nicht nochmals, seit demHerr Grulich Dresden verlassen, zu Stande ge-kommen fern? Gleichwol ist betaut genug, daß dersel. Herr D. Löscher neben diesen Arbeiten von

gelehrten Privakbemühungen hat man keine so ge-!Zeik zu Zeit die wichtigsten Schriften ausgearbeitetnaue Nachricht. Wenn man inzwischen blos die habe. Dcrerjenigen, die gedruckt werden, soll her-häufigen Vorlesungen erwäget, die er in DreS- nach gedacht werden; hier bcmcrkrn wir nur, daß

den neben seinen ordentlichen höchstwichtigen AmtSVerrichtungen gehalten, so siehet man zur Gnnge,daß er nie viel müßige Stunden gehabt haben müsse.

er im Jahr 17)4. die läitkrriam parr.lticam ange«fangen, mit welchem Werke er 2- Jahre zubrachte,indem er darinnen bis auf die Zeit der Scholastiker

Seit dem er in Dresden stund, war er gewöhnet,.ging. c) Dieses Werk ist im Manuskripte liegenalle Montage und Dienstage Sachen zu lesen, die^eg.^ben. Und wie sehr ist nicht zu wünschen, d.ßnicht zur Theologie, sondern zu andern Stücken verlese sämtlich m solche Hände kommen mögen, dieGelehrsamkeit gehöreten: Donnerstags aber und ^ für

FreykagS gingen die Vorlesungen blos auf die Thro^

logie. Mittwochs wurde vor diesem stets über die?anäcöka» rkeoloLicr; disputiret, und der Sonn-abend war den öffentlichen Ermahnungen und Erbauungen gewidmet, da auch Bürger Mit hinein zukommen Erlaubnis hatten. Im Seminario las e>alle Dienstage über dieses noch zwey Stunden, als

l,) Man leü dessen unter dem Name» rNacari» Grcga, her rusgekommoie I l

od.r um Wach-thun, in der geistlichen Äimeklugbtitausaefenigle Hirtenbriefe, und zwar den IV. Brief x. rg-25. t'gg-

c) Grulichs fünfter Hirtenbrief x>. r§.