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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Cap. von den evangel. luther. Lehrern.

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gen Rector Grosser», dem M. Friesen und M.Stern sein Studiren weiter fort. Nach einemvierjährigen Aufenthalt daselbst war er willens, dieUniversität Leipzig zu besuchen; es wurde aber die-ses Vorhaben unterbrochen, als der Eammerherrvon Bodeilhailsen, auf Brandts, Radis, Wöl-singeroda rc. ihm ein Stipendium von Zoo. Fl. auf6. Jahr in Wittenberg zu stuoiren, freywillig an-bot. Aus dieser Ursache richtete er nunmehro alleseine Gedanken auf Wittenberg. Doch ehe er seineReise dahin antrat, gefiel es dem Höchsten, ihmerst zu zeigen, warum er ihm dieses schöne Hülfs-mittel zu seinem Studiren beygeleget, indem ihmeine betrübte Feuersbrunst in Brandts alle sein vä-terliches Vermögen nebst seinen Büchern dahinnahm. Er lies aber deswegen seinen Muth nichtsinken, sondern begab sich, getrost auf. die Gütedes HEern, 1696. nach Wittenberg. Strauch,XZHrensee, Schurzsieist', Ner rer, Dasssv,Bnorr, wlchMKttnshauscll, Gchröer, sonder-lich aber die damaligen angesehenen Theologen,Deutsch»,ann, Caspar Löscher, -Hanneken undWeltmann, wurden hier seine Lehrer, unter wel-chen ihm insonderheit Röhrenste, bey dem er imHause und am Tische war, viele Güte erwies.

Es waren noch nicht 2. Jahre seines akademi-schen Lebens verflossen, als er auf Anrathen seinerLehrer die Magisterwürde annahm. Er blieb bey-nahe 11, Jahre in Wittenberg, und genos alle Ar-ten derer churfürstlichcn .Stipendien, sonderlichdas gröste auf4. Jahre- wobey ihm zugleich einigejunge Herren von Ade! zu seiner Aussicht anvertrauetwurden. Seine Zeit brachte er mir beständigemstudiren» predigten, dlsputiren und lesen zu.

Im Jahr 1699. habilitiere er sich, unter gedach-tem Herrn Pros. Böhrenste, in einer öffentlichenDisputation är reli^ione vor,, dispmnte auch dar-aus öffentlich, als Präses, stc lacristcst;, an llnr iuri;naruralis. Als er hierauf noch verschiedencmal aufsolche Weise disputtret und in Eollcgns e,nen zwmlichen Beyfall gefunden, wurde er 1722. zum Ad>junct der philosophischen Fakultät erkläret. Ineben diesem Jahre fcyerke die Universität ihr zwey-teü Jubiläum, da er den» im Namen der sämtli-chen Alumnorum eine öffentliche Rede halten mu-

zug nach Lübben, vacant gewordener, Superinten-dentensielle in Baruth, ohne sein gerinsics Suchen,gnädigst berufen. Vor der Abreise aus Witten-berg, suchte und erhielte er die Licentiatenwürde in derGottesgelahrheit, da er denn nicht allein unter D.jIoh. Georg LTleUManneN cle poenirenria solcmni'disputirte, sondern auch eine Rede hielt cle coena Lal-uinianorum, corpore ac langoine Lbristi vacua. ZuBaruh blieb er fünf Jahre, nach deren Verlauf er1711. einen Beruf zum Pastorat und zur Supcrin-tendcntur in Eilcnburg bekam, welchen er auch an-nahm, und kurz vor Michaelis seinen Anzug hielte.Im Jahr r?r6. wurde er als Gencralsuperinten-dcnt nach Eisleben berufen, welche Vocation eraber nach reifer Ucberlcgung und Abrarhen hoherGönner und besonders des hohen Kirchenraths undOberconsistorii in Dresden ausschlug. Ä. >7^9- ver-langten ihn der Durchlauchtigste Herzog von Sach-sen-Eiscnach durch ein eigenhändiges Schreiben zuDero Gencralsuperintendenten und Kirchcnrath ,,welcher Vocation er sich aber auch begeben muste,weil er seine Dimißion in Dresden nicht erhaltenkonte. So gingen noch verschiedene wichtige Vo-cationcs uud nahe Vorschlage nach Jena, wiede-rum nach Eislcben, nach Merscburg, ja endlichso gar nach Bremen, vorüber.

Jedoch da im Jahr »724. der DurchlauchtigsteHerzog iVilhclni Ernst von Sachsen - Wei-mar, mir Einwilligung Ihro Hochfürstl. Durchl.Herrn Ernst Augtlstö, ihn zu Dero Oberhofpredi-ger, Beichtvater, Oberconsistorial-und Kirchen-rath, auch Gcneralsuperinrendenten nach Weimarrüsten, fände er eine Freudigkeit bey sich, diesemRuf zu folgen , nahm ihn auch wirklich an, undfand bey Hofe und in der Stadt bhsond re Gnadeuno Liebe. Von hier zog er im Anfange des Jahrs1729. als Stiftssupertntendcnt, Pastor am Doh-me und Eonsistorialaffeffor nach Merseburg. Aberauch an diesem Orte wurde er nicht lange gelassen,indem er «7Z2. an D. *ochs Stelle als dritterProfessor der Theologie, Probst zu Allerheiligen undBeysitzer des geistlichen Eenf.storil nach Wittenberggehen muste, wo er ei kl ch bis zur ersten theologi-schen Profcßion hinaufgestiegen.

Im Jahr 171,. hat er sich Mit Dororheen

sie, die den Hätt; ludst«, einverleibet worden. Elljabell), D. C! riststied )sOäehrlcrs vtiii-h-Als 1706. bey der schwedischen Invasion seine! nien Rcchtsconsulentcns n, Dresden, wie auch Erb-AuditorcS sich zersteueten und er folglich besorgliche Lehn- und Gerichtsheri-s auf WalterSdorf undGedanken aufs künftig' schöpfen mögen, g-'sirl es äUcinschirma, einigen Tochr.r, verheyrathet, nutGOtt, ihn anderswohin in seinen Weinberg zu bc .weicherer eine gescegncrc und vergnügte Ehe gcfüh-rufen. Er erweckte die Hock ^edornen Gr. sen undlrer. klnrcr den verschiedenen hindern,^ die er mitHerren, ^.'ncdrtcl? ^.>;ünr-u,r- und Johann selbiger gczeuget, sind besonters sestgenbe drev an-i! hristian, Rcichsgrase. zu Sühiis-Baruch, daß zum<rken : i) ö arl HeinricH, ausierordci-tl'chrrsie ihn zu der, durch äic. ic.öpsc> 6 Ab-> M m m mm m z öffc.tt-