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i». Lurigefafit« Historie oea triSeminischen Lonestii,
!V. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
aus päulr Sarpii, TarS. PaUapicini und anderer,dahin gehörigen Schriften und Urkunden verfertiget,wie auch mir einigen Erläuterungen und dem Zkernder Anmerkungen des P. le Courier, ^welche er sei-ner französischen Ueverfttzung des der Historie des con-cU. 'snä. des Ära Paolo einverleibet hatte, segleit-ik.Franks, und veipz. 174». 8 . r- Aiphad. Bog-n. r)rz. versuch eines Beweises aus vcc Vernunft unsSchrift für vcn «Llauben der RinScr im Mutter-leibs nnv vor ihrer Laufe, nebst den einstimmigenZeugnissen berühmter Lehrer. Samt r nem grdop-pellen Anhange: >l. Einer wohlbedachten Erklärung,n der streitigen Frage: Ob die^ Sakramente beverwachsenen, in ihrem Gebrauch, die Busse in «tlichen Augenblicken wirken und den Glauben in sei-neu, Anfange schenken mögen? n. UnvergreifiicheGedanken von etlichen Folgen, so aus der Lehre vonder Wirkung des Gebeths für die Verstorbene, s»Fromme als Gottlose, hiessen mögren. Bremen174;.i-. Logen- r)
Die Hauptsache in dieser merkwürdigen Schriftlontt darauf an. Da GOtt, wie im Reiche derNatur, also auch im Reiche der Gnaden nicht ohneNoth schleunig verfahre und Wunder thue, sondernsich an einige gemachte Ordnung halte und durchStufen in seinen Werken gehe; so sey es nicht zuvermuthen, daß er in der Taufe der Kinder dieWiedergeburt in einem Augenblicke, und auf einmalwirken solle. Weil die Erbsünde gleich vom An-fange und schon im Mutterleib« wirksam sey, gleichwohl aber nach geschehener Erlösung Christi nie-manden ohne moralische zugezogene Schuld verdammen könne noch solle, so sey es vielmehr wahrscheimlich , daß die vorkommende und ziehende GnadeGOtteS sich derselben auch vom Anfange gleich wi-versetzen und die Kinder auf eine ihrem Zustandegemäße Art zur Empfindung ihres Elendes und jurAnnehmung der Gnade bereite. Also werde schonvor der Taufe Busse und Glauben auf eine denSeelen der Kinder gemäße Art in ihrem ersten An-fange gcwirket, und diese Gnade hernach durch dieTaufe, wie bey den Erwachsenen, nur vermehretund bestätiget. Auf die Weise glcmbt der Ver,
jum Theil paradoxe Nebengedanken vor. Z. E. er
fasser viele Schwierigkeiten wegen Befragung derKinder vor der Taufe um ihren Glauben, wegender Seligkeit der ung,tauften Kinder u.d.m. leichtheben, und viele Stellen der heil. Schrift, z. E.da die Heiligen sagen, daß sie Gott von Mutterleibe an zu sich gezogen, ungezwungen erklären zu können. Dabey kommen noch verschiedene besondere und
schreibet den Seelen der Kinder Vewustseyn, klar«und deutliche Begriffe zu: er glaubet, daß dieWirkungen des heil. Geistes in den Kindern ver-mittelst des göttlichen Worts, das ihre Mütter hö.ren, geschehe; daß die Kinder, die sie tragen, auchvon der Kommunion einigen Nutzen hätten, obsie wohl dieselbe nicht mit empfangen: daß die Er-füllung Johannes mit dem heiligen Geiste vermit-telst des von seiner Mutter gehörten Grusses Mariageschehen sey, u. d. m. Die Hauptsache hatte Herr,-»ecchr bereits in seinen sogcnanten N?eihnachrs-gedanken von dem Glauben der Linder voeder Taufe vorgetragen, dre im ll. Bande desHeßischen Hebopfers stehen. Diese sind demnachallhirr nochmals vorangedruckt. Der Diereetor dr<erwehnten Hebopfers, Herr D. l^e :baucr,wider-sprach jsolcher Meinung in einigen unter den Aufsatzdeö'Hrn. Hechts gesezten Anmerkungen, und HerrM. Grandhomme feste ihm rbenfals, ohne ihnjedoch zu nennen, so betitulteL-Teujahrsgedankeirvon der Unseligkeie unsrer Geburt ohne dieheil. Taufe, im i9ten Stücke besagten Hebop-fers entgegen. Beiden Gegnern setzet h,er HerrHecht ausführliche apologetische Gedanken ent-gegen, welche in etliche Hauptsätze verfasset und mitweitlauftigen Erläuterungen versehen sind. Indem beygefügten ersten Anhange wird die auf demTitel angezeigte Frage mit Nein beantwortet, undbehauptet, daß die Sakramente bey Erwachsenen nurden Glauben zu erwecken und zu stärken dienerenDoch könne auch wohl darinnen die erste gute Bewe-gung und der Ansang zur Düse gemacht werden, wel-cher Grund doch nicht zureiche, denUnbnßfertigen dieSacrcmente anzupreisen,oder sie ohne Unterscheid hin-zuzulassen. Was den zweyten Anhang betrifc, soführet der H. V. zufördcrst an, daß das Erbet fürVerstorbene schon seit dem andern Jahrhunderte inder Kirche überhand genommen habe: daß man un-ter andern um eine zeitige Auferstehung derselbengebethen und also den Märtyrern und andern fronn
r) Nachrichten von den neuesten theolog Büchern ?. ll.v. »g. lq<l> Hrßisches Hedopfer 1 °. ill. p. lg. Ham.durg. gelehrte Berichte »742- x. 4;;- Franksurtische -eIrhrre Zrnunsen 174». p- »» 7 - .
*) Nachrichten von theol. Büchern 1 . V, p- »- 4 - igg'Leipziger gel. Zeimnqen >74t- l». 41;. lgi- Rraft, theol.Lidliolhrc 1 . l. z». 7Z7-
men Leuten eine besondere Auferstehung zugetheilet,welche der Herr Verfasser der Liebe und Gerechtig-keit GOttcs ganz gemäß achtet: daß man auch sogar für Leute gebethet, die in Todsünden verstor-ben, und ihnen dadurch, wo nicht völlige Verge-bung, doch einige Linderung der Strafen zuwegezu bringen geglaubt habe: daß auch die Apologieder Augspurg. Confeszioi: das Gebeth für Todtein christliche Freyheit stelle , und.ivicle berühmteLehrer unserer Kirche eine mögliche Linderung derHöllrnstrasen glaubten. Sodcnn wird erm::erk,daß,weil ein rrhörlrchrs Gebeth auf Christum geschehe»
müsse,