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lV. Fortsetzung von t74S.bi«'i7;o.
in der akademischen Horche dir Predigten verrichtenmusten. Im Jahr , 727. ward der preußisch, Hofdurch dieGebmr des Prinzen von Oranien Friedrich
Ludwigs erfreuet. Daher hielt er zu Jena densmie noch nicht öffentlich war gclehrct worden. Im
den, so gerieth es wieder in Sterken. Er laß un-terdessen allerhand Collegia, sonderlich auch über dirhiüoriam lirrerariam, welche vorher aufdiesrr Acade
76. Decemd. in der academischen Kirche e»nr rechtfeyerliche Glückwünschungsrebe. Als dieselbe ge-druckt worden, hatte er die Ehre, sie Sr. königl.Mas.höchster Person den 28- Der. in Berlin zu überreichen.Dieselben dachten ihm dafür eine ausserordentlichephilosophische Profeßion zu Königsberg zu und schrie -1be i deswegen sogleich den folgenden Tag an die dasigeRegierung. Allein weil die Akademie daselbst sichdieser damals noch ungewöhnlichen Sache widersetzte,reiicte er nach Jena zurück. Gleichwie er nun daselbstkeine Gelegenheit versäumet, die um Jena herum lie-gende Universitäten und andere merkwürdige Oertcrzu besehen, so nahm er >708. mit seinen Landesleuteneine Reise in das Reich vor, und begab sich hernachdurch Niedersachsen nach Rostock. Hier höret, er (H.ui-stoi peil, Fechten, Grünenbergen und (Sraprumfleißig, und fieng an selbst zu lesen, zuschreiben und zudisputiren. Im Jahr 1709. reiset« er mit D. CLui-siorpen, bey dem er in sonderlicher Gewogenheit
Jahr 171z. ward er abermals von der Academie undpreußischen Regierung zu einer erledigten philosophi-schen Profeßion vorgeschlagen. Allein e« erhieltdieselbe Herr R.Dan. Böse, zweyter Inspector derAlumnorum. Doch ward ihm vcm Hofe ohne feinGesuch dessen Amt wieder aufgetragen. Solchesverwaltete er fast zwey Jahre und diente den Alum»nis Mit Lehren und Disputiren. Er meldete sich da-bey nach anderer Exempel, um eine außerordentlichephilosophische Profeßion zu erhalten ; allein er kontces nicht erlangen. Vielmehr wurden ihm fünfandreRagistri nach einander vorgezogen und erhielten der-gleichen Profeßionen. Gi)ll widerstand ihm alsoauf dem Wege zur Akademie, den er gerne gehen wel-ke, und leitete ihn einen andern, daran er nicht ge-dachte.
Er hatte unterdessen immer einen guten Ruth.Ja er fasset« gar den Entschlus, bey einer jährlichenBesoldung von etwa 2Z.Thlr c,ne Frau zu nehmen
stund, nach Greifswalde, und hatte also Gelegenheit,iDieftlbe war Regina Agnes, des verstorbene»die kostbare Mayensche Bibliothek daselbst naher ken-> Stadtraths j„ r>„ Altenstadt, Christophs von
nen zu lernen. Als im Jahr 170:9. d»e Profeßionder Beredsamkeit zu Königsberg erlediget worden,ward er so wohl von der philosophischen Facultat unddem akademischen Senat, als auch von der preußi-schen Regierung dazu nachdrücklich vorgeschlagen.Er reisete deswegen selbst nach Berlin m,t einer Vor-schrift von der Rostockischen Universität. Allein als
fohlen, älteste Tochter, mit weicherer den 14. Nov.171z. die Hcyrarh wirklich vollzog. Im Jahr1714. ward er Sub-Dibliothecarius bey der Schloß-bibliothek. ImAnfange des »7>;ten Jahres fienger ein historisches Collegium über d>e preußischenAlterthümer und andere Merkwürdigkeiten an, wo-von er den Entwurf drucken ließ. Jedoch da er in
er hinkam, war die Stelle bereits an Hrn. I'ohannlder Ausarbeitung der darinn angezeigte» Artikel ebenGam. Stri'mestulN vergeben. Er musie also wie-^uf die Rubrik: vom Aneiphof Aöiilgs'erg,der zurück nach Rostock, woselbst er wegen der be-'trübten Pestzeiten in seinem Vaterlande in Jahr undTag kein Geld von Hause bekam, da denn der genanteHerr Cdulstorp sich als ein Vater gegen ihn erwies.
Im 17 loten Jahre reisete er nach Holland, und
kommen war, wurde er zum Diaconat in diesemKnciphos den z. Iun. 1715. erwehlet und den Z2.Iul. eingeführet. Hie stand er bis 1719. da ervonder Altstädtischen Gemeine zu der dritten Diaconat-stelle einmüthiq erwehlet ward, welches Amt er auch,
hielt sich sonderlich zu Franecker emeZeitlang auf, um «weil er den Beruf nach genommener Bedenkzeitsichvon V»os und Rheuferd insbeson-ifür göttlich erkante, annahm und am z. Advent-iv ^ ^ ohngeachter se.ne Kne.phosis-K
richten zu lassen. Den Linter über lehrte er wieder Gemeine Depurirte au ihn schickte und ihn durch.n Rostock, «ohm er darauf zunickgekehret war. Di»S allerley Verhe.ssunqen bey sich zu behalten suchte,starcke Anhiüteu der Seinigen zwang ihn ,717. nach Bey dieser neuen Stelle hatte er mit Amtsvcrrich-reußen zurück zu kehren. Auf der Dahinreise ward jungen eben nicht viel zu thun. Also entschloß «rer zu Berlin in die^wgl-Socwtät der Wissenschaf-^sich theils -72-. der studirenden Jugend e.n Prek
ten, und bey seiner Ankunft zu Königsberg in die dtusige philosophische Facultüt aufgenommen. Mantrug ihm i7li. von Seiten der kömgl. Regierung
gercolleglum zu halten, theils suchte er die Historie ss-nes Vaterlandes in noch rnehreres Licht zu setzOlind das um so viel mehr, da er in der Berlinisch»
auf, die Historie der letzten Pest in Preuße» zu be-!Societät die historische Classe erwehlet, und dak»schreiben. Weil aber guten Theils die nöthigen sich hie,u anheischig gemacht hakte. Daraus den«und auö tzem Lande verlangten Nachrichten ausblic-'das Erläuterte Preussen und die A6» vonikli»
^entstanden sind. 2«