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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Cap. IN. Abtheil. von vor Lehre.

date, der sie erst freundlich eingeholet, hat darauf 1745. angelegt, und 1746. ist ein neuer römischerauch das Rauhe herausgezogen, und mit Todschla, Pater in einem Parreierdorfe von Tanschaur ange-

gen und Morden gedrohet, als man ihm igO. Pardass f) zu geben abgeschlagen. Man hat sie sodenn

kommen, den die römischen Parreier mit grossemFrolocken eingeholt, und ihn, um desto eher Erlaub-

zu einem andern Hause gebracht, und alle Thüren nis zu erhalten, einen Parreierpriester genennt, wo-

verschlossen, ferner 6 Fanocs gefordert, mit demVorgeben, sie wären die Zollbude paßirct, und hät-ten keinen Zoll gegeben. Ob sie nun gleich die be-gehrten 6 Hanoes erleget, sind sie doch nicht loöge-lassen worden, sondern man hat ihre Spatzicrstöckeweggenommen, den besten behalten, und ihnen mitgräßlichem Geschrey immer mit Schlägen gedrohet,auch einen ihrer Diener in das innere des Hausesgeführet, und unter derben Schlägen Geld von ihmerpressen wollen. Endlich sind sie zu dem Awülu-dar geführet worden , der zwar anfangs auch etwasgrob gewesen, doch hernach ihr Zeugnis von Christoangehöret, worauf er sie, weil sie Priester wären,losgelassen, und ihnen ihren Stock nebst den 6 Fa-noeS wieder zurückgeben lassen, daß sie also, nachausgestandener grossen Sonnenhitze, aus dieser Ge-fahr durch GOttcs Behstand errettet worden, e)Nicht weniger haben auch die Römischen gefähr-liche Verfolgungen inTanschaurschcn erreget. Dennals ein Evangelischer auf einer Hochzeit gewesen, sohaben ihn die Römischen als einen Ketzer nicht leidenwollen, und mit einem von den Ihrigen, der sich sei-ner angenommen, hart verfahren , worauf sie denEatecheten Rajanarken beydem Stadtvoigt in Tan-schaur angegeben, als ob er unter dem Schein Christen

mit aber die Römischen Suttirer nicht zufrieden ge-wesen; er hat sich ganz malabarisch gekleidet und dieStirne mit Sandelholz geschmieret; bey seiner An-kunft hat er ein Schwerd und ein Schild getragen,daß man ihn für einen Kriegsmann ansehen mögte.Er hat seinen Christen allen Umgang mit den evan-gelischen Christen, und sonderlich mit Rajanaikenverboten, ist aber bereits im folgenden Jahre mitseinen Christen dergestalt in Uneinigkeit gerathen,daß sich selbige von den römischen Mißionarien einenandern Priester ausgebeten. k>)

Hingegen hat der Eatcchet Rajanaikcn in Tan-schaur bey einem dasigen Rittmeister, Gaidolam,einem Muhammcdaner und angesehenen Mann beyHof, besondern Eingang gehabt- Er hat ihm imNamen der Herren Mißionarien das arabische neueTestament, und das hindostanische Traclätgen, kur-zer Begrif der christlichen Lehre, eingehändiget.Ersteres hat der Mann gcküssct, an seine Augen undHaupt gedruckct, und damit seine Veneration gegendasselbe zu erkennen gegeben, auch über die Einsichtdes Catechcten in die göttlichen Wahrheiten sich un-gemein verwundert, und ihm besondere Ehre erwie-sen. Der Catcchct ist nach diesem mehrmalen beyihm gewesen, und hat unter andern einmal in seiner

zu machen, Sclaven verkaufe, welcher ihm denn durck^ Gegenwart mit einem mohrischen Vettelmönchen einden Gcrichtsdiener holen lassen; und ob er gleich seine Gespräch von GOtt gehalten, wobey seine demMön-Unschuld bezeuget, hat er ihn doch einige Stunden vor chen gegebene Antwort allen Wohlgefallen. DurchdemHause blcibcnheisenchiS daß ein Untercatechet und.diesen Rittmeister ist er auch mit dessen Schwicger-ein Gehülfe, die eben dagewesen, einigen billigen Rö-'sohn, einem andern vornehmen Obcrofficicr, bekantmischen zugeredet, da er denn wieder auf freieuFuß ge- worden, der einigemal Religionsgcspräche mit ihmstellet worden. Nach der Zeit haben sich die Römischen gehalten, und ebcnfalö das hindostanische Tractätgcnberedet, ihn gar ums Leben zubringen, es sind auch von ihm begehret. Er hat einmal zu ihm gesaget:ein paar um Mitternacht über die Wand seines Hau- ich glaube, wenn man euch gleich »OOo Pardao gäbe,ses gesprungen, die aber durch das Bellen eines Hun- so würdet ihr doch kein Muselmann werden; wobeydes vcrftörct worden. So haben sie auch den Land- er eines andern gedacht, der ihm so viel geben würde;Prediger Diogo bey dem Stadtvoigt in Tanschaur der Eatrchet hat es aber gründlich und bescheiden ab-als einen Sklavenhändler angeklagt, deswegen ihn, geschlagen. Dieser Oberossicicr hat hernach selbst

wie er dahin gekommen, vier Bediente desselben auf-gesucht, er hat sich aber verborgen gehalten, und istbald wieder abgereiset. Desgleichen ist der Catechcts?aramanaiiden auf einerReise von den Römischenübel angelassen, und für einen Sklavenhändler aus-geschricn worden. Sonst haben die Rönischen inTanschaur zur Nachahmung der daselbst angcfangc,neu evangelischen Schule ebenfals eine neue

an die Herren Mißionarien geschrieben, und be-haupten wollen, daß der Muhammed, dessen in demhindostanischen Büchlein gedacht werde, nicht ihrMuhammed, sondern ein anderer sey ; sie haben ihmaber in ihrer Antwort das Gegentheil bewiesen, i)In der Buchdruckerey ist das 1726. in portugie-sischer Sprache als ein Communionbuch cdirre vierteRrrrrrrr Buch

s) Ein Pardav vderPerdv» ist so viel als ic> Fanvs oder -0! l>) Ostindische Berichte i.xvi. r>. ,005. ,<>°s. >«>-«.

Groscheil- lcuinin- LXVIII. kilior. ccUcs. I. XIII. p. h.

8> xa, «ccics. °r. XIII. p. ;;7. ic>. rdstindischeBerichte clou-I i) Ostiiwische Berichte o»u„. I.XV . p. >017.1^. I0Z0. 104S. 6,-1-r>n. I.XIV. x. ciooüo. ucvi. z>. IL22. 1^. luii«. «cclcs. r. XVIII. p. sq-