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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. Cap. Uk. Abth. von der Lehre.

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Gouverneur in Carolina gesandt, welches so vielals eine Ankündigung des Kriegs seyn soll. Zu-dem sollen auch die Ereckindianer, die mit senenFriede gemacht, sehr unruhig seyn, und drohen, dieLeute, welche sich an, Ogeechyfluffe gesetzet, zu ver-treiben, weil sie dies Land und anderes mehr ihrLand heisen, wozu sie sonderlich ein böser Mensch,Nosomworrh, der ehemals englischer Prediger inSavannah und Fridenca gewesen, hernachaber ei,ne halbe Indianerin geheyrathet, und ein india-nischer Kaufmann worden ist, anreizen soll. Eingewisser ungenanter in Teutschland hat dem Hrn.Senior Urlspeußer in einem Vricf zwar schon voretlichen Jahren zu erkennen gegeben, daß er einsehr groß Verlangen habe, nach dem Willen GOt-

Daß sich zu Savannah auch eine kleine lutheri-sche Gemeine befindet, ist aus den vorigen Fortse-tzungen dieser Kirchenhistorie bekant. Die beidenHerren Prediger zu Ebenezer haben zu verschiede-nen malen eine Reise dahin gethan, sie besuchetund mit Wort und Sacramenten versehen. Seit-dem aber die Herren Trustces den Hrn.' Zuber*büller nach Savannah gesetzet, der den Englän-dern und Deutschen als Lehrer dienen soll, habensich sene Herren Prediger zur Verkündigung desgöttlichen Worts nicht gedrungen, wenn sie nachSavannah gekommen, sondern haben es nur als-denn gethan, wenn sie darum angesprochen worden,welches gar fleisig geschehen. Der gröste Theil derColonie ist noch, wie sonst, reformirt. Der nachites bis unter die Eherokyindiancr zu gehen, und Friderrca berufene Pastor Driesler ist glücklichihnen das Evangelium zu predigen; man hat aber daselbst angekommen, und hat 1744. sein Amt an-seit dem nichts mehr davon gehöret. So hat aufgetreten. Er hat eine kleine aus 62 Seelen besie-ein Engländer Joseph warfen, der unter eben-hende Gemeinde gefunden, die sich sehr über seinediesen Völkern sich eine Zeitlang aufgehalten, dem'Ankunft gefreuet. Doch hat diese Freude nicht

Hrn. Bolzius sein Reisejournal communiciret, da-rinnen er mancherley wunderbare Dinge von derBeschaffenheit des Landes, der Lebensart, Gebräu-chen und Aberglauben der Indianer, auch vonseinen Geschäften unter ihnen, daß er z. E. gepre-biget und getaufetrc. erzehlet. Seinem Vorgebennach hat er viel Eingang bey dieser Nation gefun-den, welche aus 8000. und mehr Leuten bestehensoll; er hat aber nicht länger in diesen Landen aus-halten können, weil es den Indianern an gesun-den Lebensmitteln gefehlet, ob sie ihm gleich allesfast bis auf den lezken Bissen mitgetheilet. Jedoches bemerket Hr. Bolzius, daß dieses MannesRelationen nicht zu trauen sey, und daß er sehr ge-fährliche Lehrsätze habe, ein Manichäer sey, oderdoch ihren bösen Grundsätzen sehr nahe komme.Zu Purrysburg hat der alte Kiefer von einigen

lange gedauret, denn in einem Brief des Hrn.Hofpredigcrs Ziegeirhageii aus Kensington vom24. Mark. 1747. wird berichtet, daß derselbe durcheinen »»vermutheten frühen Tod seiner Gemeindeschon wieder entzogen worden, und was am meistenzu bedauren, so stehet dabey, daßFriderica, mensch-lichem Ansehen nach, keine Hofnung habe, einenandern Prediger an seine Stelle zu bekommen.Andere Nachrichten bezeugen auch, daß seit derZeit daselbst des Sontags nicht einmal eine Bet-stunde, vielweniger eine Predigt, weder englischnoch deutsch, gehalten werde, und giengen dieDeutsche alle nach und nach weg. Auch die leibli-chen Umstände dieser Leute sind sehr elend gewesen,denn man versichert, daß sie wegen sehr grosenMangels an LebrnSmitteln fast verhungern müssen,indem für Geld weder indianisch Korn, noch Mehl,

gehabten schwarzen Sclaven grossen Schaden gelit- Brod und Fleisch zu bekommen sey. r)len, und weil ihm nun sein Sohn, der in Ebene- Die lutherische Leute in LoiMi's oder Taxen,zcr wohnet, Geld vorgestrecket, einen andern Ne-gsrha, einem neuangelegten Orte in Südearolina,ger mit seiner Frau zu kaufen, und diese Negere- i;o. Meilen von Eharleötown Nsrdwest, habenheleute ein Knäblein gezeuget, so haben jene beyde, A. 1749. einen gemeinschaftlichen Brief an den Hrn.

Vater und Sohn, begehret, daß das Kind, webches siezn ihrem Kinde aufnehmen, Elternstelle ver-treten und christliche auferziehen wollen, mögte ge,taust werden. Da nun der Mohr als Vater die-ses gerne gesehen, so ist dieses Kind den zo. Merz1747. in der Ierusalemskirche getauft worden, wo-bey des Kindes Vater zugegen gewesen, und deralte Kiefer, sein Sohn und dessen Frau die Stelleder Taufzeugen vertreten, r)

r) ätti Kittor. «cclett 1'. XU. p. -4°. h. 1'. XIII x.;,o. i'. xiv. x. r;r. I'g. Urlspcrgers Nachrichten

Lonüa, Xliz. x. l§.

Pastor Bolzius nach Ebenezer gesandt, darin» sieihre Noth und elenden Umstände, sonderlich wardas geistliche betrift, beweglich vorstellen. Siekönnen me eine evangelische Predigt hören, ihreKinder zu keinem Unterricht schicken, und zum Ge-brauche des heil. Abcndmals nicht gelangen, wel-ches sie sehr schmerzet, und haben ein gros Verlan-gen

») Xcka kittor- eccit-tt 1 . XII. p. 240. '!?. XIII.Ip.

1. XlV. r>. r;l. Urlspergers Nachrichten t-onrin. xltl.x>. 70. 1g. tX'min. X V-z?. i;r. I Z74' 1g> ^onrin. XVI. x.46». h.