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l. Cap. V. Abth. von dem Gottesdienste.
Past. zu St-Iacob 4. Bogen in 4; *) Die andereund dritte vcn Hrn. Hoeck, Pust. zur heil. Drey'cinigkeit und zu S- Jacob. 1749. 6. Bogen in 4.und die vierte von Hrn. Herrmann Andr. Ries,festahl, einem Candidat. des Hamburg. Ministeriiz. Bogen in 4. deren Titel, Texte und kurzer Inn-halt in den käli» T. Xlck. ,'p. 756 - 758. angezeigetwerden.
6) Alhier zu Jena wurde das Jubelandenkcndes Mestphälisthen Friedens in der hiesigen teut-schen Gesellschaft durch eine doppelte Rede gefeyret,die erste wurde hernach auch unter folgendem Titulgedruckt: Das Göttliche in deniN)estphälischenFrieden, zur Verherrlichung des loc-jahrigenAlters dieses denkwürdigen Friedens in deffdeutschen Gesellschaft in einer feierlichen Ge-dächrnißrede gepriesen von Carl GorrhelfMüller, der Melrweisheir östenrlichen (auser-ordentlichen) Lehrer,undder Gesellschaft Aelre-sten. Ieira 1748- zünd ihalben Bogen in gros 4.Dieser Rede »stauch ein Lobgedichte auf diesen Frie»den beygedruckt unter der Aufschrift: Das GlückDeutschlands aus dem Westphälischen Freden,besungen von Flsrens Arillod Lonsbruch, ausMünden in Westphalen, der Rechtsgelahrheit be-siifsencn. 2 und 1 halben Bog. in groß 4. r)
7) Zu Raufteuern in Schwaben. Obgleichdiese freye Reichsstadt durch die allmächtige HandGOttcs vor einer so grosen Verwüstung, dergleichenandere Orte in dem zojährigcn Kriege betroffen, be-wahret worden; so hat es ihr dennoch nicht an har.ten Bedrückungen s) gefehlet, womit die evangeli-schen Religionsverwandten in derselben auf das em-pfindlichste beschwehret und so weit gebracht worden,daß zu Erhaltung der bürgerlichen und Gewissens-freyhcit fast alle Hofnung verschwunden war. InErwegung dessen ordnete E. H. E. evangelischerMagistrat daselbst mit Zuziehung eines kcucrenci,kckinlllcrii wegen des vor 122. Jahren gestiftetenund bis auf unsere Zeiten fest bestehenden Mcst-phälisthen Reichs und Religionsfriedens ein Ju-belfest an, welches den 20,21.und 22.Octob. 1748
*) Der Hr. Ncnmcisicr führet in solcher Predigt unterandern folgenden merkwürdigen Umstand an, daß der seel.k). Schlipp,»-,, damahliger Hofprediger bey dein schwedi-sehen Hrn. Grafen Vrensticrn, und nachmaliger Pastor ;uS Jacob in -Hamburg Tages nach der Unterschrift des^Vcsiphälistben Zriedcir.-; am »c.Dckobr. >64?. über Psalm>2^ die erste Friedcnspredigk zu Münster gehalten habe,worauf aber die Papisten gelästert, er wäre mit Unsinnig-kcir gestraft worden, und laufe in einem Walde bey Cölinals ein wilder Mensch herum.
2) Sieh. davon die Jcnaischrn gelehrt. ?eit. 1749. p. r?.
a) Dergleichen einige in den «echten XäUs 1'. Xtl. P.917 ausführet worden.
in den beyden Kirchen zur Heil. Dreyfaltigkeit undzum Heil. Geist, wie auch in der Evangcl. latem.Stadtschule feycrlich begangen wurde, b) Es wur-den auch auf Befehl E. Hochlöbl. Magistrats zumGedächtniß dieser Jubelfcyer 2. besondere Mün-zen c) gepräget, und zu einer jeden eine Erklärunggedruckt. Es sind hernach diese LaufbeuerifchenIubel-Solennitaten in folgender Schrift umständ-Ucher beschrieben worden: Sendschreiben an 8. D.Sr- Hochehrw. Hr. Joh. Georg Schelhorn, be-rühmten Evangelischen Prediger zu S. Martin undUibliokbccariuz in MemiMUcken, worinnen einekurzeNachricht von dem auf Verordnung eineshochlöbl Evangelischen Magistrats zu Rauf,heuern den 22. 21 und 22. Octob. 1748. hochfey-erlich beygangenen Dank-und Jubelfest, we-gen des im Octob. 1648- glücklich geschlossenenMcstphälisthen Reichs - und Religions-Frie-dens ertheilet wi»d von Christian Seyst cd,Evangcl. Prediger in Ranfvenern. Gedruckt zuMemmingen auf 5 und l halben Bog. in 8- AlsBeylagen findet man bey diesem Sendschreiben eZ)die Verkündigung dieses Jubelfestes; L) EinVcr-zeichniß der in den Iubelbetstunden gebrauchten bi-blischen Capitel, Psalmen und Lieder; c) Das Ju-belgebeth; v) und L) die Cantatcn, die in dem Kir-chen musicirct worden; k) Die lateinische Cantate,die der Hr ldeälvr Gerpilius aufgesetzet, Hr.Mar-tin Schrveycr, Oircälor Xlullcez cowponirc , undder Lboru; k»Iulicu 5 bey dem Oracoric, in der
Schule abgesungen hat; <H) e.ne Beschreibung derAuszierungcn und Sinnbilder in der Dreyfaltig-keitS-Kirche; Ick) desgleichen in der Stadtschule;I) Eine Beschreibung der grösser« und X9 der klei-nern Gedächtniß und Jubel-Münze.
8) Zu Lindau. Weck diese Kayserl. freye Reichs-stadt ln dem zojährigcn Kriege ebenfalls so bedrän-get worden, daß zu Erhaltung der geistl. und leibli-chen Freyhcit fast alle Hofnung verschwunden war,durch den Westph?. lisch eil Frieden aber, in wel-chem sie nahmentlich mit begriffen, ihre alte Frey-heit und Gerechtsame in Stadt und Land, so wol inRcligions-als weltlichen Sachen wieder erlanget,und drese 122. Jahr erhalten hatte, so beschloß E.H. E Rath daselbst, um das Andenken alles dessenzu erneurcn, den i rtcn Aug. 1748-in dieser Stadt
und
K) Die gehaltenen Predigten, und in der evangcl. latei-nischen Stadtschule von dem Hrn. Rector Serpilina undseinen Schülern teutsche und lateinische Reden, wie auchl übrige Jubel > 8o!enncha::cn werden kürz!, angezeiget und be-stchrieben in den cirlrlen 17 . Xll. p. 918-927.j c) Das Gepräge auf diesen Münzen wird gleichfalls I. c.jp. 92; angezeiget.