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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.

Abhandlungen gehabt, z. E- daß man untersuchet-ob ein Prediger mehr ein freudiges, als trauriges Gemüth haben solle, davon das erstere Hr.

h/cläac Lleremiuc V. O.XI. in einer ciilUrrarione cpiilolica m) über die Fra-ge : Xkemne bilarior an rritlior minilirum Lccleiiacprobum inaxi, clecear? i^ss. 2 Bog.

in 4. mit Recht behauptet und gezeiget hat, daßeine Munterkeit des Gemüths auch einem aufrichtigen Lehrer zu besserer Ausrichtung seinesBerufs zuträglich fer. Angleichen daß Hr. DBörncr in Leipzig zu der Licenriaken DisputationHrn. Xk. I0I1. lnscb. Oonlob -^m Linie, jetzigenSuperintendentenö zu Drcßden eine gelehrte undpraktische Emladungsschrift über T»t. l. 9 alsPro-cancellarius im Monat Nov. 1749. zu > 4 e-p.ng 2Bog. in 4. herausgegeben hat, in welcher die Schul-digkeiten eines öffentlichen Lehrers, nach An-zeige der paulinischen Worte, und gegenwärtigerKirchenverfassung angegeben werden. Gleiche Ab-sicht hatte die Einladungsschrifk des nunmehro seel.Hrn. D. Komanns Teilers , welche er als damah-licher Decanus der theol. Facult.den 7. Nov. 1749auf die Doktor- Promotion des vorbemeldeten Hrn.

Lalle; zu Lciozig auf z. Bogen in 4. druckenließ , darinnen er die Worte Pauli 2 Tim. 4, 2.Izum Grund geleget hatte, und die Verrichtungen!eines Lehrers crklärete, in' so ferne er als einöffentlicher Gesandte Gottes betrachtet wird,und bey seinen Predigten die wichtigsten und erbau-lichsten Materien erwählen soll- Sonst kommenauch in dieser kleinen Schrift aus den Alterthü-mern verschiedene gelehrte Anmerkungen von denöffentlichen Ausrufern () vor Hr. Ioh.WAH. Schwabe, Past. zu Unterbrich und Ro-da, und der Ilmenau. Superint. Adjunctus, such-te auch die Eigenschaften rechtschaffener Predigerzu verbessern, indem er zu 'Neustadt axr der st>r-ta 1750. auf z Bog. in 4 drucken ließ: Zwo höchst-nöthige Fragen: I. Wie ein «wahrer Thrist,der da will, und wird gewiß selig werden,beschaffen ist, und wie er zu solcher Beschaf-fenheit gelanget? II. wie ein rechtschaffencr Prediger, der nicht allein auf Universt,täten und aus Büchern gelerncr, sondern auchaus eigener Erfahrung weis, soll beschaffenfern, wenn er sich und andere selig machenwill ? Man muß aber diese Schrift als Erstlingevon des Verfassers öffentlichen Arbeiten betrachten,und in Betracht dessen manches darinnen entschul-

w)' Womit er stimm Hrn. Vater Ioh- Georg Lodem.'Mreir, Suoerii'.teiircnten zu Osterode zu seiner AnusIubelseyer Cilurk gewünschel hat-

digen, wiewohl auch eins und das andere mit Rechtan dieser Abhandlung ausgesetzet wird. n) In demauserlesenen Bedanken aber der Ttieolo^-.ljchenFacultät zn Leipzig, deren an der Zahl 216. sind,welche Hr. D. Tlinstian Friedr. Borer, er-meldler Facultät Senior, in g Theile verfasset, undzu LewZig 17s i. in 4. von 5 Alph. 17 Bog. her-aus gegeben hat, kommen wichtigere hieher gehöri-ge Abhandlungen vor. Denn der ganze erste Theilist dem Predigt-Amte gewidmet, und leget denLesern in dem ersten Abschnitte diejenigen vor,welche 1) den Beruf zum Predigtamte 2) die Be-schaffenheit der zu berufenden Personen z) die Be-ruf- und Versetzung von einem Kirchenamte zumandern 4) die Aufgebunqdes PrcdigkamlS und ;)die Absetzung von demselben betreffen: in demzweyten Abschnitte aber p. 227. diejenigen Be-denken, so 6) von den Pflichten der Prediger inihrem Lehramte und obhabenden Scclsorge, inson-derheit 7) in Führung des SlrafamtS, 8l in lus-spenduug des Sakraments der heil Taufe 9) desheil. Abendmahls ro) in Verwaltung des AmtSder Schlüssel n) in Beobachtung der Kwchenge-bräuche und »2) von der ihnen gebührenden Lebens«unsträfiichkeit handeln.

In des Hrn. Seniors zu Frankfurt um LNayn,D. Ioh. Philipp Fresenü ^ storal-Sam mlun-gen, 0) besonders im ersten Theile num. l. und l/.flndet man auch sehr nügiche, die Kirchen undPrediger derselben betreffende Materie abgehandeltz. E. num. l. einem Grundrißo'mmaßg.rUcherGedanken von einigen Berbefferungen in Kir-chen und Schulen, auf gnädigsten Befehl eineshohen Reichsfürsten entworfen von Iot>. PhilippHreseino, y) und num ll. p. 28- Synodal - fra-gen voin Ainrsscgcn der Prediger, vorgetra-gen und untersuchet auf den Synodo zu N. den28. Iunii 1747. g)

Oasi Bild ernes rechtschaffenen Lehrers batHr. Ioh. Anton Trinius, Prediger zu Brau-enrode u»rd L 17 albeck in einer AntrittSprcvigt amg Sonntage des Advents 1748- über das ordent-liche Evangelium Marrh. n. 2-20. entworfen undzu einer nähern Betrachtung mitgetheilet. Der Ein,gang ist aus l Sam. z. ;. genommen, und dasBild eines rechtschaffenen Lehrers wird in ei-nem ordentlichen und angenehmen Vortrage alsoabgehandelt, daß gezeigt wird, wie er erkannt wer-l de

I ns E D Krafts nrue throloq Nibliotb L. 6. p. 70.

0) ; rhcile zu Zraukf. und Leipziz »7^. und »749- inz. zusammen 4 Alvb.

! y) S. L- Kraft. i. c. T'. 4. P. 5;;.

l g) l. c.x. ;;7-;6o.