IH. Cap. 'von dem Kirchenregimente. ^ r 5-7
ter Schriftsteller, welches aber der berühmte Reckorin prenzlau, Herr Georg Venzky ist, in einerbesondern Schrift unter dem Titel: Den WerthderSchullkhrer untersuchet und bestimmet Apcl-les post tabulam. l) Frankfurt zu finden in denVuchladen 1746. in 4. 5 Bogen mit mehrern gezei-get hat, welche Schrift auch von Herrn RectorBiedermann inFreyberg seinen/VÄis Zekolsik. 1°. Vlll.p.177. lg. einverleibet worden, und einen Auszug findetman in den Alronaifchen gel. Zelts 1746. p. 405.sg. Die Verachtung des Schulstandes, welchenoch an so viel Onen herrschet, hat diese Schrift m)veranlasset. Der Verf. zeiget p.rz. wie viel die Schul-lehrer beytragen, die Absichten des Schöpfers, derGeschöpfe und seiner Gesetze zu erfüllen; wie sie mitvielen, mit edlen, und mit heftig gewünschtenEnl»zwecken in Verbindung stünden; woher sich ihr in-nerer und äusserer, oder natürlicher und willkührli-cher Werth bestimmen liefe. In einigen Stückenaber scheinet er auch den Werth der Schullehrer et-was zu hoch zu treiben,z.E. wenn er p. 2g. behauptenwill, es gebühre den Schullehrer» so gar der Vorzugvor den Kirchenlehrern, und die Geistlichen vergien-gen sich sehr, welche sich sogleich über den Schul-stand erhüben,zumal wenn sie einBißgenAufsicht überdenselben bekamen, ingleichrn da er p. 20. nicht lei-den will, daß man die Prediger im Gegensatzauf die Schullehrer Theologen nenne; weil dieSchullehrer vor allen Dingen Theologen wa-ren, welche die Theologie weit gründlicherund vollständiger lehren mästen alsjcne. Ver-muthlich aber wird hier das Wort Schullehrer vondem Verfasser in einem andern Verstände, als inder ganzen Abhandlung genommen Den Werthder Schullehrer, und«die Wichtigkeit des sonstso ge-ring geachteten Amtes eines SchullehrerS scheinetauch einiger masen zu bestätigen, daß verschiedenePrediger sich in den Schulstand begeben haben,wovon der Hr. Rector Bidermann in Freybergden i8- Febr. 1751. eine Einladungsschrift auf i.Bogen in 4. geschrieben, und darinnen 6e ii; , guiexorclinc lacro in lckolallicum cranllerurik, gehandelthat,er führet z z .Männer als Beyspiele an,welche der-gleichen Veränderung beliebet haben. Es könnenaber auch wohl andere Ursachen dieser Veränderung,als der vermeynte Vorzug des Schulstandes vordem Predigtamke gewesen seyn, zumahl da man eineweit grössere Anzahl derer, welche aus den Schul-
stunde sich in das Predigtamt gesehnet, und dareinbegeben haben, anführen könte.
Eine besondere Meynung in Ansehung der Schu-len hat zu neuern Zeiten ein ungenannter Ver-fasser geäuscrt, welcher in den Leipz. Gammlun-Igen von allerhand zum Land-und Gcadt-Wirrhschafts, poücey - Finanz - und Lämmer-Wesen dienlichen Nachrichten ?. 45.P.777- behauptcen wollen, die wenigsten Schulen waren zu demEnde angeleget, daß das Lhristenrhum darin-ne solle gelehrer werden, als welches eigentlichdas Amr der Prediger sey, und man solle daherdie Aufsicht über die Schulen nicht den Lon-ststorien und der Geistlichkeit, sondern denüberlassen, welche unüberlegte Meynungaber von Hrn. I). 8imc>n in seiner commenrarione<le kauli r Lor. Xl, 28. kra-luli ccclcüa-
rum conuonieme, 1758.ernstlichwiederlegetwird.rl)Die Frage: Lur psuci ünc boni lcbolarum reÄore;hat der damahlige Superintcndens zu Plauen Hr.v. Gremmler in einen Programmate, womit er zuder Einführung eines neuen Rectoris an derPlaui-sschen Stadtschule im Sommer des Jahres 1747.eingeladen, und welches zu Leipzig 1747. auf 2.Bogen in 4. gedruckt worden, 0) mit mehrern un-tersuchet, und gezeiget, daß er ein guter Kennerdessen sey, was zum Schulwesen gehöret.
Man hat auch das Schulwesen unserer Zeitendurch manche nützliche Schriften und heilsameVorschläge auf verschiedene Arten -»'verbessern ge-sucht, wohin des vorbemeldeten Hrn. keölori; zuFreyberg kck.Iob. 6orl1ieb Liäermannz seine 8eIeÄa5cKol3Kica p) gehören, darinnen die besten Schul-?rogr3mmilts lacri, pbilologiei, plulolopkici Zc bi-llorici srKumenu gesammlet worden, und davon daserste und andere volumcn in einigen kasciculi; 1745und 1746. heraus kommen, unter welchen auch ver-schiedene besonders die bessere Einrichtung desSchulwesens und andere nöthige Schulumständebetreffen. sNan hat ferner zu neuern Zeiten dessel. Hrn. D. Friedn. Audr. Hallbauers kurzeVorschläge zu nöthiger Verbesserung desSchulwesens ins Teutsche übersetzet und mirAnmerkungen vermehret durch I. G. H. oderJob. Gottfried Hauptmann. Jena und Weis-senfelß »746. in 8- 6 Bogen, g)
Fast gleiche Absicht mit der vorhergehenden hatfolgende Schrift: Das Hauptwerk in SchulenQggqqqqqgZ bey
y Hr. vcmky hat unter eben diesem angenommeuenNahmen bereits >7-0. eine Lobschrist des Lobes rneikoäo8>vitnan2 in 8 drucken lassen.
m) S. davon mit mehrern D- Krafts neue theologischeMtiorh np.^r..^;.
n) S. M- Beckers thcolog. Bücher.Saal "r. l. p. r^i.v) S- davon mit mehrern D-Kraft l.c.l'.s.p. 7 z».x S- D Kraft l c. 1 . 1 . p. 6 ,. 6 ;. und P. 545 - 5 ^ 6 .g) S. davon mit mehrern die Leipz. stttges. Samtylunz'748. p. 7^4. 7Sr-