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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
dem»Senat den 2;. Febr. 1748. ergehen wodurchdie diese z vorher schon gestiftete Orden von neuenaufrichteten/ und denselben ihren vorigen Glanz. wieder zu stelleten. Der crjkc und fürnehmste die-
schreibung ihres OrdenShabitS und Ordenszeichen,Zeremonien, die bey Schlagung dieser Witter bcob- ^achter werden, und den Inhalt ihrer übrigen Pflich-ten flndcr man in denen, wegen dieser Orden erneu-scc Orden war, der S.rrapl)inen Orden, wel/erten Königl. Verordnungen g) mit mehrern. Ihro
'i .— ---»'-'königl. haben unter andern auch! in solchen
feste gestellt, daß niemals ein König in Schwe-den die Macht und Freyheit haben solle, diese z.
cher Königen und Fürsten zu einem Zeichen Kön,glichet Freundschaft und Hochachtung, wie auchMännern der Schwedischen Nation, die sich um
das gemeine Wesen höchst verdient gemacht, und,Orden aufzuheben oder abzuschaffen, sondern diese!-
solcher gestalt würdig geworden,Aemter im Reiche zu bekleiden.
die ansehnlichsten
Der andere war dcu ^chwerdordett, so von,'
eingesetzet, und eben demselbigen Gebrauche ge-widmet wurde, nehmlich daß selbiger Schwedischengetreuen Unterthanen von Militairstande, zu ei-nem Beweis ihrer langwierigen und nützlichen Dien-ste dienen, und ihnen zugleich ein Vorbild der Tapfer-keit und Mannhaftigkeit ihrer Voreltern seyn solle.
Der dritte war der Nordjbcrir Or<>e,r, webcher denen zugeeignet, die sich durch andere Ver-richtungen, oder durch bürgerliche Tugenden, Fäh-igkeiten und dem Reiche nützliche Einrichtungen^einer gnädigen Belohnung würdig gemacht. Die->sem Orden ist der Nahme des !"lordKcrsieL bei-geleget worden, daß denen Gliedern desselbigcn auchin ihrem Kreise obliege, dahin bedacht zu seyn, daßwie der Nordstern von keinem Untergänge weiß,so auch der Schwedische Nahme nie was von sei-nem m vorigen Zeiten erworbenen Ruhme ver-liere.
Tugend pnh Ehre, Treue und Redlichkeit gegenGOtt, gegen die Obrigkeit und gegen das Vater-land, sind die einzigen ritterlichen Uebungen, wozuIhro Königl. Majest. die Ritter aller dieser z Rit-terorden verbunden wissen wollen. Ob man nunzwar meynen solte, daß alle drey mehr zur welkli-chen, als Kirchengeschichre gehörten, sowird mandoch bey genauerer, Betrachtung derselben finden, daßdie Hauptabsicht dieser Königlichen Orden auf dieBeförderung der göttlichen Ehre, Vertheidigungdes rechten christlichen Glaubens, Versorgung derArmen und Krancken und überhaupt auf die Be-lohnung der Tugend gerichtet sey. Ihro Königl.Mas, sind selbstcn Oroc/isdorr und UUtster allerdieser z Ritterorden, und haben die neue Einse-tzung und Bestätigung derselben den 17 April 1748
^., — ^ - > q) Welche alle ? in den citirtcn äkki, 1 °. ll. P-41-6-.
als an dero hohen GeburtS-Tagc, an welchem Sicjaus dem Schwedischen in das deutsche übersetzt ganz emdas 7zsie Jahr ihres ruhmvollen Königl. Alters .^
angetreten, bcweristeliigct.
Die Ordensregeln, Eidesformeln der Ritter, Vc'
Drücket sind.
r) S. lie Lew; gelehrt. Zeit- »74?. p.»6z.r) WaS vor Schriften in diesem ersten Theile enthalten,wird in den '«.eipz. zel. Zeit. >746. p. >zz. angezeiget.
ben sollen unumstöslich stehen, zu einem festen Be-weis der Tugend und Ehre der schwedischen Nation.Es hat auch der König selbst als tDrdcirsmnsker
. ^ .er ' -einen besondern Eid zu leisten, daß er dieselbe be-
Z-»-n .m Ehr-n d-, -n,gm und °uf «II.W.is. Xd-r.
s">,- "7..^"" 2» Ä' 1/7 b-I-rd-m, °uch s/bst d>, G-,/tz- Xdc.jk, d,°b.
rerland entblöset, und welcher gleichfalls von neuens - - — ' ' >/« "
achten und alle Ritter dazu anhalten wolle.
In den Ordens - Regeln des Ger apkmenor-dcns ist unter andern num. 6. verordnet, daß nie-mand in diesen Orden kommen könne, der nicht zu-vor Ritter von dem Sclm-rrd oder ! 7 l 0 idstcrn-Ordcn sey, und müssen die Ritter nachgchends al-lezeit die OrdenSzrichen des grösser« und kleinern Or-dens zugleich tragen-
n. 7. Eö können nicht mehr als 24 einheimischeund 8 ausländische Männer in den Seraschmett-Dcden aufgenommen werden, und kein Einheimi-scher wird damit beehret, der geringern Rang hatals Generallieukenant.
n. io. Die Ritter werden allemahl am >7Apris,als an dem Königl. Geburtstage dazu geschlagen.
Absonderlich ist der c,te 24 zo. zg. Artickel merk«würdig.
Ihro Königl. Mas. in Dännemär? haben um da»Jahr 174z. eine Gesellschaft gelehrter Männer an-geordnet, deren vornehmste Beschäftigung seyn soll,alle zur Historie und Naturlehre der Dänischen fein-de gehörige Denkwürdigkeiten aufzusuchen r) undeben diese Gesellschaft hat 1745. die erste Probe ih-res FteiseS in folgender Schrift bekannt gemacht:5 cripr<irum, a ä'-rrrrFrr bonir srudu; pro.
lnovenüiz cleäiks, I).mice eclicorum, nunc sucem inl.akinum lermnncm converkorum , incerprere ?.?sr, prima. //.r/H 174z. in 4« ^Alph. 4Bog. »)Die Königl. Akademie zu llplal in Schweden hatauch eine Sammlung ihrer Ausarbeitungen 1745.in den Druck gegeben, unter dem Titel: ^<fts 80-ciccsri; Kegiae 8cicnkisrum Vplslicnli» sä snnum
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