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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
ten Briefes eigentlich sey, weil ober auf dem Sie-,den. 2) Bey der heil. Schrift »rüste man keinegcl der Nahuie I. R. stund, so wurde dadurch ein Vernunft brauchen. Die Herrnhuter hätten nur
Gerücht veranlasset, als ob der französische rcformir-te Prediger in Petersburg, Herr ^ereiutas vis-ier der Urheber dieses Briefes sey. Er mag auchsolches wohl nicht gänzlich läugncn ) doch aber vor-geben, daß er zu einer Stunde, darinnen er sehraufgeräumet gewesen, bloß zum Spaß von ihm auf-gesetzet worden. Es hat daher derselbe ein besonderesSchreiben c) bekannt gemacht, und vermuthlichdadurch beweisen wollen, daß eine zum Scherz vor-genommene Verfertigung eines HerrnhunschenBriefes mit seiner Orthodoxie gar wohl bestehenkönne.
In diesem Schreiben meldet er unter andern:
„Er predige nun schon in die z.Iahr öffentlich und„niemand habe ihn eines Irrthums belanget. Er„sey ein rcformirter Prediger und kein Herrnhuter,
„habe weder Hcrrnhut noch irgendS eine Mährische„Brüdcrgcmeine jemals gesehen, sey auch n emals„weder mündlich noch schriftlich in keine derselben„aufgenommen worden, und darüber könne er sich„vor allen Gerichten und Consistoriis legitinnrc».
„Was solle er niehr thun, um den Eckcl undGcspcn-„sternamen (ncmlicheines Herrnhutcrs) von sich abzu-„lehncn,alS dagegen vorGOtt und der Welt auf das„fcycrlichste zu protestircn, und das thue er hlemit.
„Man gäbe vor, er läugne GOlt den Vater und den„heil. Geist, weil er immer von IEsu predige, ä)'den, würde sich schon finden. Von einem Ernst und„Er brauche Herrnhutische Ausdrücke, cl) Viel- Eyfer im Ehnstenthume hat er nichts halten wollen,„leicht füge eS sich, daß er auf das genaueste unter- oder daß man auf seinen Wandel genau solle Ach«„sucht werde, und da werde sichs ausweisen, daß er tung geben, er hat gemcynet,wo sie sich gleich vcrgien-„mit allem, was er jetzt gesagt, vor jederma» bcste-pen, und was nicht recht machten, das ubcrsehe der„Heu könne. Mcyland alles.
Dergleichen Herrnburischen Unfug erstehet Dieser schändliche Unfug aber wird von dem an«man auch aus dem kurzen Aufsatz eures t6e- dern, welcher sich mit diesem Herrnhurer unterre«sprächs c) so G.R-zu E. 5 ) mir e nein Herr,r-ftet, alsobald und gleich l.c. in den cuitten tVLi,Hutischen Bruder, Hül e ycnannr, ver iir Be - widerleget,telsdorf wohnhaft gewesen, den i?. Nov. >7^0.auf seiner Srube g halten
In solchem Gespräche hat der Herrnhutische Bru- ^as sind V0r obrigkeitliche VerordNUNaeN
undÄnstai-cn w.dc- d,- gesucht- f-r»-.w-..
der heil. Schrift stünde, vom heil. Geiste eingege- tk ÄUSbreltUNg der HklltNhuterlN die»
allein den Geist der Schrift und verstünden sierecht.z) Wenn man denHeyland habe, brauche man dwheilige Schrift nickt mehr. 4) Die Apostel wärennicht in allen ihren Predigten und Schriften unmit-telbar vom heil. Geiste getrieben worden. DerHr.Graf und die Acltesten ihrer Gemeine aber redetenaus einem so unmittelbaren Triebe und Eingebendes heil. Geistes, als die Apostel, wen» sie von Blutund Wunden geredr, gethan hätten, ja er hat sichnicht entblödet, zu sagen, der Hr. Graf, ihre Aelre-stcn und Lehrer härten ein mehrcrs und höhere Licht,als die Apostel gehabt, und daß ihre Gemeine weiterund besser wäre, als der Apostel ihre Gemeinen ge-wesen. ;) Es dürfe sich Niemand unterstehen, ermöchte ein Lehrer oder Zuhörer seyn, ihre Lehre undVerfassung der Gemeine nach heiliger Schrift zuprüfen. 6) Der Heyland und die Apostel wärengegen ihre Feinde nicht gerade heraus gegangen, siehätten zweydcurig und Unwarheiten gegen sie ge-redet, und also tönten sie (die Herrnhuter) gegenihre Feinde auch thun. 7) Die Gemeinde inHerrnhut, wodurch sie aber nur den Grasen und dievornehmsten verstehen, wäre infallibel. '8) Manbrauche vor diese Zeit nichts mehr zuwissen, als daßsichderHeyland in unsre verfluchte Menschheit ein-gekleidet, gelitten und gestorben, daß er aufcrstan»
c) In bcncitirtcn '->;r-'o6z. ganz eingerückt,ö) Welches doppelte Vorgeben aber er l. c. p i-,6o.io6>. von sich abzulehnen suchet.
e) Welches in den cilirten Elr 1*. 15. im Anhange pZ4-45. ganz eingerückt ist.
k) Der auch ehemals tzerrnhutisch gcsinnet gewesen, sichaber hernach wieder von den Herruhutern entzogen hat,und von dem in den citirten äAir l'. lg.p.99;. ig. ein merk-würdiger Briefwechsel mit einem seiner bekannten, anuochin Hcrrnhul '749. lebenden angeführet worden.
sen und jenen Landen ergangen?
l) Ein Königl. Preuß. Befehl an die Grerrini-sct)e Regierung m Pommern ck. <l. Berlin den zi.Dec. 1744- wegen der von dem Hrn. Grafen vonZinzenvorf gesuchten Conceßion, das von der Mäh-rischen-Brüderschaft erkaufte WaysenhauSzu Stettinzu einem Bethhause für dieselbe anzurichten, daihnen denn zwar dergleichen anzurichten nicht ver-
saget