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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.

und als er sich immer anstösigcr vom Glauben und Seelen nach dem Tode, wozu noch einige LröfVerdienst Christi erkläretc, und sich mit seinem ein-chnngen von de^^ himn»lisct)enN?ohnnngendec

gesogenen Haß gegen die reine evangelische Warheitmehr und mehr blos gab: sahe sich der Herr In-spcctor Liymann genöthigct,die Sache an das hoch-preis!. ConsistoriumnachVcrlin gelangen zu lassen.Dieses hohe Collcgium rcscribirte an gedachten Hrn.^nspcctor d. d.Berlin den 28. Jan. l?4Z- denPre.digcr Köpken anzumahnen, von der gebräuchlichen

siechen Seelen, und auch von dem Zustandeder Verdammten nach der warbest mitgethei-let werden. Die zweyte und vermehrte Auslage zuPrenzlau bey Christian Ragoczy 1745. in 8 i6B.Bey der ersten Austage stehet nur Franks, und Leipz.1744. In diesem Traktate , wovon 2 Theile her-aus kommen, und davon sich eine Recension in den

Lchrark nicht abzuweichen, noch weniger aber durch beliebten ponnncrischen LTachnichren voll gc-seinc Uebungen Anlaß zu nachdenklichen Folgen zu lehrten Sachen besinoet, hatte der abergläubischegeben, gestalt denn auch der Inspector auf die Ge- Kopte alle alrvettrclische Fabeln.von Gespenstermeinde zu Walmow dieserhalb ein wochsamcs,Erscheinungen aufgewärmet, und den BerbernAuge haben müsse. Angleichen wurde von crmel-Iin seiner Gemeinde einen angenehmen Zeitvertreib,beten Berlinischen Consistorio eben diesem Hrn. In-sseiner 9 ?!cynung nach, auch erbaulich bey dem Spmn-

fpectsr in einem anderwcitcn Rcscript d.d. Berlinden i Febr. 1744. anbefohlen, sich mit dem Pre-diger Köpkc über dem Punkt von dem VerdiensteChristi in zweyer Prediger Gegenwart zu besprechen,und ihm den dabey ctwan habenden Irrthum ausGOttcS'Wort zu benehmen zu suchen, dabey ihnzu mehrerer Behutsamkeit, und öffentliches Acr-gerniö zu vermeiden anzuweisen, nicht minder ihnernstlich zu warnen, von Männern, die um dieKirche sich hoch verdient gemacht hätten, wegen ihrerekwan gehabtenFchler-zuVcrmeidung allesAergeruisiscS nichts, als alles gutes zusprechen.*) Dieses anbe-fohlene Eolloquium wurde mir Köpken den 9 Iun1744. vorgenomen u. er erkläretc sich vom Glauben u.Verdienst Christi vollkoinenDippelianisch, ob er gleichdazumal mit der Sprache noch nicht recht heraus wol-le, seine Frechheit aber wurde nachher desto gröser.Als die Acta deS mit Köpken gehaltenen Colloquiiein das berlinische Consistorium remittiret wurden,ward dem Hrn. Inspector Litzmann anbefohlen, we-gen KöpkcnS Lehre zu vigiliren, und Köpken seinunbesonnenes Verfahren ernstlich zu vcrweisin.Wah-rendcr dieser Zeit aber, und ehe die königl. Confi-storialbcfchle noch alle einliefen, hatte Köpke in derGeschwindigkeit gewisser mascn das pracvenirc gc-spielet, und ließ bey dem Buchdrücker Ragoczy inprenzlau einige ?ieccn abdrucken, > worinnen er

rad verschaffet. Man merkte aber bald seine leicht-fertigen Streiche, und daß es ihm nicht sowol umdie Gespcnsterhistoricn, welche er sonst vor sehr erbau-lich hielte; als vielmehr darum zu thun war, un-sere reine evangelischluthcrische Lehre auf eine subti-le Art anzutasten. Er stellcte aus dem Reiche derGeister einen verstorbenen Schwenkfclder und Lu-theraner vor, der Schwenkfclder war im Himmel,der Lutheraner in der Hölle. Der Schwcnkfeldcrmuste den Lutheraner weidlich spotten, daß er beyseiner vcrmcynten Orthodoxenlehre in seinem Lebenso eifrig beharret, und darüber zur Hölle gefahren,weil er denen Warnungen des SchwenkftlderS imLeben nicht hätte wollen Gehör geben. Wer mcr-kete hier nicht, was die Glocke geschlagen, und wieder listige Mann auf die Art unsere reine Lehre per«stringiren, und bey Einfältigen verdächtig n:a-chen wollen, zumal da er ganz gewohnt war, Luthe«ri Brüder grobe Lutheraner zu nennen. Alleindieses war nicht genug, der Kützel trieb ihn,gleich darauf denLebenslauf des Schwenkfeld»abdrucken zu lassen unter dem Titel: Histori-sche LTachrichr von dein vor 200 Jahren be-rühmten und vcrrnfcnen Schleichen Edel-mann , Hrn. Lasp. Schwenkfeld von Gßing,samt beygefügter Anzahl seiner Schriften.Prenzlau bey Christian Ragoczy 174t. in 8. i;B.

seinen Eifer vor den Dippcl und Schwenkfeld öffentlich zu Tage legte. DaS erste war die so genanteEchriftmastge Erklärung der wahrhaftigenErscheinung Samnclis nach seinem Tode1 Sam. 28- V.7-2O. wie solche auf Gottes Aulas- sercr Kirche auf eine sehr ärgerliche Art wieder be-sung dem Könige Saul wicderfahren, nebst einem kant machte, und vielleicht lachen n,echte , daß esAnhange wahrhaftiger Geschichte von einigen ihm geglücket, unter dieser Decke allen rechtschaffo

In welcher Schrift er insonderheit den Eifer diesesSchwindelgcjsteö wider das geschriebene Wert Got-tes, die heiligen Sacramenla und da« Prcdigtamt,wie nicht weniger wider die symbolischen Bücher un-

erfchienenen Geistern nach dem Tode und be-scheidene Gedanken über die Erscheinung der

*) S. diek- 77'- 77»-

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ncn Lehrern einen empfindlichen Streich zu versitzen.Doch er war auch hiermit noch nicht zu frieden, ermuste weiter gehen. Er nahm sich nunmehr» vor,

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