V. Eap. von dem äuserlichen Zustande der Kirche.
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sie kamen, wobey sowol denen Pachtern von demaufrührischcn Pöbel entsetzlicher Schade, als auchdem Pöbel selbst vieles Unglück verursachet wurde.Der Pöbel brachte es aber doch dahin, daß diePach-,ter und die Einnahme der verpachteten Impostenvöllig abgeschaffet, und die vorigen Magistrars-Per-sonen zu Amsterdam, und an andern Orten in Hol-land verändert wurden, k)
In verschiedenen Holländischen Städten, j. E-zu Harlem, Amsterdam, Leyven, und noch mch-rern waren 1749. viele Unruhen des gemeinen Man-nes entstanden, welche verursachten, daß in den mei-sten Städten Hollands die vorigen MagistratS-Per-sonen ab, und andere an deren Stelle gesetzet wer-den musten, l) und wegen einer allgemeinen Austa-ge durch alle Provinzen, anstatt der abgeschafftenPachtungen, kamen allerhand Vorschläge auf dieBahn. m)
In eben dem Jahre i"49- geriethen die Hol-länder und Engelländec wegen des Hering,fangs sehr an einander, und thaten sich unter ein-ander in dieser Angelegenheit mancherley Tort. r>)
Den >6. Iul. 1746. starb zu Hkrrzogendujct'Anromns vandcrHeMt/Gros-PensionariuS undGroß-Siegel-Verwahrer der Provinz Holland, ineinem Alter von ;r.Jahren, welcher grosse StaalS-Minister den 29 Nov. 169z. gebohren war. ->)Nach seinem Absterben erhielte Ada»» Adrian vander Duyn, Ba on vouGravemör dicGroß-Sie-gel-Beivahrer-und Eanzler-Stelle von Holland undWest-Frießland, Hr. Jacob Gilles aber die Stel-le eines Groß-Pensionarii von eben dieser Provinz,die beyde der Herr van der Hc/m bekleidet hatte.
Der letztere entschuldigte sich anfangs, die gedach,te wichtige, aber auch beschwerliche Stelle anzuneh-men. Als ihm aber auf dem Fall, wenn er einmaldavon wieder abgehen solle, gooo. st. jährlich aufLebenszeit, nebst dem Titel als General-Schatzmei-ster der Provinz Holland, und die Seßion in derVersammlung der General-Staaten, versprochenworden, nahm er dieselbe an, und legte den 2z.Sept. deswegen den Eid ab. b)
In der Nacht des z. und 4. Octobr. 1746. starbFranz Fagct, gewesener Greffier, oder SraatS-Se-
lc) l. c. ,74z. p. 4z,. 5 g.
1) I. c. 1749. p. >i>6. 5 g.m) I. c. 9. 22). tg.
«) 1. c. tg-
2) Don seinem Leben und Verdiensten findet man einekurze Nachricht in den genealogisch-hisiorischrn Nachrichtenim S8sten p. >;6- >,9.
b) i. c. im 99stcg Lh. 9.27k.
w. Theil.
cretarius der General-Staaten der vereinigten Nie-Verlande, im 8?- Jahre seines Alters. «.) ,
Die Herren General.Staaten derer vereinig-ten Nrederlaiide tonten sich im Jahre 1746. nochnicht entschliefen, mit gehörigen Ernst wider Frank-reich zu agiren. Sie liessen sich durch die gutenVersicherungen dieser listigen Erone, die ,6 mit ih-nen gut zu meynen vorgab und in steter Freundschaftmit ihnen zu stehen wünschete, so einschläffern, daßsie den Verlust ihrer Barriere mit Gelassenheit an-sehen, und sich von dem Unglück, da« sie nach derZeit betroffen, weit entfernet achteten. Der HerrMrlyclm von Haaren, der mit in der Versamm-lung der General-Staaten saß, arbeitete damahlsfür das wahre Beste des gemeinen Wesens, unter-stützte auch eifrig die SoIIiciracinne; de« Wienerischenund Greßbriltanischen Hofes bey denen Herren Ge-neral-Staaten, um mit aller Macht wider Frank-reich zu agiren, aber dadurch sich nichts als Haß undVerdruß bey seinen meisten Mitbürgern zuzog. Beyallen diesen friedfertigen Entschlieffungen kostete e?doch der Republik genug Volk und Geld. Das be-denklichste vor diese mächtige Republik war damals,daß sie wider ihren Wahlspruch und Grundsatz an-stenge, mit sich selbst uneinig zu werden. Denn dieProvinzen waren von unterschiedener Meynung, so-wol in Ansehen des Kriegs und Friedens, als auchin Ansehung der Ernennung derer commandirendenGeneral«; denn die Provinzen <Lrömi;gen undFrreßl.rrrv wollen den prtrrzen von Or-mren, dieübrigen Provinzen aber den Fürsten von N)aldeckdarzu haben, welcher letztere auch den 21. Februar.1746. würklich dazu er nennet wurde, weil se.ne Par«they viel stärker, als die andere war. - Die Provin-zen Grönrngcn und Fries land aber konten nichtumhin, einige schriftliche Betrachtungen <i) darü-ber der Versammlung derer General-Staaten zuübergeben, welche den damahligen Zustand der Re-publik Holland sehr lebhaft vorstellen. Frankreichführte die General-Staaten bey der Nase herum,und unter der Hofnung, sich über die Friedensvor-schläge auf dem Kongresse zu Brcda zu vergleichen,schläferte diese Erone die guten Herren so ein, daßsie nicht eher, als da sie den Donner der Französi-schen Canonen vor Slttw und Hulsr höretcn, er-wachten.
Au Baravi'a lebte man im Jahre 1747. unterder beglückten Vorsorge des dasi^en General Eon-
ver-
c) Mehrere Umstände von ihm S- I. c. p. 629.
6) Welche t. im r->?lc„ Lh. ? eingerückt
sind.
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