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V!I. Cap. von den Nebensachen.
Abzeichnung gemacht, die He. Müller in Kupferfsirten Spuren einer besondern gettlichenVorsthunggestochen liefert. Es sind lauter Göttinnen, nach wcitläuftig beschrieben findet, b) Das andereder Chinesischen Art. Wiederum andre Tempelmit Schriften stndet man hin und wieder in Felsen
Exempel solcher schrecklichen Macht KOttes offen-barere sich zu Hamburg, allwo am 12. Merz 17; 2genauen, und ins besondere am Ienisestrom unwcit.vormittagS gegen 11 Uhr ein starker Blitz und DonCrasnojar, die ganz voll Schriften gelegen, wovonViele noch gegenwärtig sind. - Es sind auch einigegrosse Götzenbilder in dieser leztern Hole stehen ge-blieben. Hierauf beschreibt Hr. Müller die, wel-che im Wilkastrom in Baschkirien, und amTschckoi-flösse unweit SclingenSkoy stehen. Die leztern sindvon einem Mongolschen Fürsten Lobsan aufgeführetworden. Von allen diesen siberischen Steinhäusernund Tempeln hat Hr. Müller Abzeichnungen ge-
»erschlag geschahe, der mit Schiefen, Schnee, undRegen begleitet wurde. Die betrübte Wirkung die-ses Schlages bemerkte man erst gegen i.Uhr, da manaus der Spitze des Tssurms der neuen St. MichaelisKirche Rauch und Dampf wahrnahm, welcher eineViertelstunde darnach in volle Flamme ausbrach,wodurch in z Viertelstunden dieses vortrefliche Ge-bäude in einen Aschenhaufen verwandelt wurde.Die meisteSorge hierbei) machte die sehr hoheThurm-
licfcrt, und einige Zeilen derer von denen Four- spitze, weil man nicht wüste, wohin dieselbe im herUtt-moiirs unrecht ausgelegten Schriften, samt deriterstürzen ihren Wegnehmen würde. Doch dieMongulischcu.Uebersctzung desGelun-Zdrrschi,der göttliche Vorsehung regierte ihren Umsturz so, fdaß,
deutschen Aussprache, und lateinischentzung derselben, in Kupfer stechen lassen.
IV.
Ucbersc-
Was ist noch von vermischten Nebensachenzu merken?
1) Zwey grosse Exempel der erschrecklichenMacht cksVrtcs im Meccer. Das erstere er-äugcke sich zu Br»ölan am 21. Iuu. 1749. da desNachts zwischen 2 und z Uhr ein entsetzlicher Blitzden in der Stadtmauer befindlichen, mit >s?. Erin-nern Pulver angefüllten Pulverthurm entzündete,welcher ncbst der daran an beiden Seiten stoscndenStadtmauer, und noch zwey Thürmen derselben,
sie mit grosem Krachen auf das Kirchdach, welchessogleich über dieHclfte mit fortgerissen wurde, fiel,worauf zwar die Kirche selbst in volle Flamme aus-brach, von den umstehenden Häusern aber nur we-nige in die Asche geleget, und einige beschädigetwurden. Weil durch das eingestürzte Kirchgcwölbealle in der Kirche befindliche Gräber zerschmettertwurden, so blieben auch die darinnen ruhenden Ge-beine so vieler berühmten und gelehrten Männerund anderer Standeöpersonen von der wütendenFlamme nicht verschonet, und die Särge in denGrabstätten brannten noch des folgenden Tages.Als die Glocken zerschmolzen und herunterfielen,breitete sich gleichsam ein Feuerregen über den gra-sten Theil der Stadt aus, wovon verschicdeneHäu-
wic auch anliegendem Stücke des Walles, recht aus str zwar in Brand gericchcn, die aber, da sich der
dem Grunde sich hob, und auf einmal unter demgrösten Krachen in die Luft flog; darauf 4z. Häu-ser gänzlich darnieder geschlagen, 52. beynahe völ-lig ruinirt, und >28. sehr stark beschädiget wurden.Hicrnächst musten die meisten evangelischen und rö-mischkatholischen Kirchen dabey vieles leiden, undvon zwey Drirrheilen der Stadt blieb kein Glaß-fenster ganz. Aus 72. Personen sind dabey jämmerlichumä Leben gekommen, und ausserdem viele hartverwundet und übel zugerichtet worden. Bey demallen war die göttliche Vorsehung noch hoch zuprei-sen,daß sie diesen betrübten Zufall des Nachts ver
Wind legte, bald wieder gelöschct wurden, c)
Wie man durch Betrachtung der Macht, wel-Qgq qqq qqq qq 2 che
K) Dahin gehören des Hrrr. OberconsistorialrathsI. H. Burg» Predigt von der bußferiigen Bekehrung derSünder zu EOtt, als der Hauvtabsicht aller Nachsicht,die seine Langmut!) ihnen noch gönnet. Breslau >750. in4- 7 Bogen 1 ). Joh. Ernst Sliefi, historische und phy-fische Betrachtungen über die Wirkungen des in einenPulverthurm zu Breslau eingcdrungcncn Blitzstrahles.Breslau, 1749.4. 14 u. > halben Bogen. G E. Geber-bcls Gedichte über das durch den vom Blitz entzündetenPrüverthurm verunglückte Breslau. lblä- 1790.M4. /B-
. ^ ..„.. ibiä. 1750. M 4 -
hangele, weil fönst bey Tage viel mehrere Menschen'Horck.-rLkr liillor.kcclei'. 1 . XIV. p. ,»-7-128.würden auf der Strasse gewesen und folglich plotz
lieh ums Leben gekommen oder Krüppel gewordenseyn. Auch war es eine Probe des sonderbaren Ver-schonens EOttes, daß die Stadt selbst Hiebey nichtin Brand gerierh. Es hat diese Begebenheit ver-schiedene Schriften veranlasset, darin,, man alle Um-stände derselben nebst denen sich dabey häufig gcäu-
c) Von dieser Begebenheit und denen dadurch veran-lassen Schriften und Predigten findet man ausführlicheNachricht in den XÄl; bMor. ecclel. -V-XIV. p. i rz.lgg.46z .fgg. Wie man denn auch ein ausführliches Derzeichnißder Predigten und anderer Schriften, die wegen diesesBrandes gedruckt worden, in der Lcipz.fortges. Samml.von alt. und neu. theologisch. Sachen >7;o. p. 2^5-569.findet.