Buch 
Die Prinzessin von Portugal : Novelle / von Alfred Meissner
JPEG-Download
 

34

Unter den Mönchen, welche, Gebete hersagend, demSarge folgten, befand sich ein alter, gar ehrwürdig aussehenderMann, der Arbogast bei jeder Gelegenheit die aufrichtigsteTheilnahme bezeugte. Er war der Einzige, mit welchemdieser zu Zeiten ein wenig sprach und zuweilen, wie esschien, noch mehr sprechen wollte, ohne dazu den Muthzu finden.

Der Zug hatte das Gebirge überschritten und warnur noch eine kleine Tagereise von Lissabon entfernt.Arbogast stieg vom Pferde und ging eine Zeit lang zuFuße, wie er es oftmals gethan. Da näherte sich ihmjener eisgraue Mönch und sagte:Möge Dich Gottstärken und in seine besondere Obhut nehmen! Tiefer kannman nicht um seinen eigenen Vater trauern."

Er war wie mein Vater," erwiderte Arbogast.Ihmverdanke ich Alles. Ohne ihn wäre ich im Schwabenlandeverdorben. Ich trage das allergrößte Leid, aber nichtdieses Leid allein!"

Was sonst kann Dein Herz beschweren?" versetzte derMönch.Du hast so außerordentliche Kriegsthatenvollbracht, daß der König für Dich sorgen würde, auch